Das bloggende Hannover

Stimmen aus einer unterschätzten Stadt

Rückblick Februar 2010

Hannover heißt Hochdeutsch…

Alle Menschen tragen ein Sortiment von Wörtern mit sich herum, das sie zur Rechtsfertigung ihrer Handlungen, Überzeugungen und ihres Lebens einsetzen. […] Es ist ‘abschließend’ insofern, als dem Nutzer keine Zuflucht zu nicht-zirkulären Argumenten mehr bleibt, wenn der Wert seiner Wörter angezweifelt wird. Über diese Wörter hinaus kann er mit Sprache nicht kommen; jenseits davon kann er sich nur in hilflose Passivität oder in Gewalt retten.

Hui, ist schon wieder Monatsende? Klar, es ist Februar. Und der ist nun einmal ein bisschen kürzer, weil die Alten ihr Jahr landwirtschaftlich logisch im März begonnen haben. Deshalb heißt der “Dezember” ja auch “Der Zehnte”. Der Februar hat denn eben das an Tagen abbekommen, was vom Jahr noch übrig blieb, und manchmal auch einen Tag mehr. Aber das nicht in diesem Jahr, denn es ist nicht durch vier teilbar. Oh, wie unlogisch doch dieser Kalender ist, an den wir uns gewöhnen mussten…

Brrr!

Wenn der Februar, ja, der ganze Winter ein Thema hatte, denn war es das Wetter. Global betrachtet, soll es ja ein ungewöhnlich milder Winter gewesen sein, aber davon kam hier nicht so viel an. Stattdessen gab es reichlich Winterimpressionen und man wartete darauf, dass endlich die zwitschernden Vögel kommen und uns nicht mit Vogelsurrogaten weiterfrieren ließen. Wer will denn da noch nach Sibirien? Nee, denn lieber etwas Wärme, die draußen leider noch fehlt, und mit allerlei leckerem Junkfood und ordentlicher Atzung zuhause einschließen. Und auch die Currywurst ist nicht zu verachten, wenn es nicht gerade die Berliner Dampfwurst in Currysauce ist.

Und wenn der Sinn nicht nach Fressgelagen steht — das ist ja nichts für den fitten Blogger — ist auch mal wieder die Zeit, mit den Optionen des Compilers zu experimentieren und sich manchmal über die Ergebnisse zu wundern. Oder man kann ein bisschen mit neuen Fraktalformeln experimentieren und sich manchmal über die Ergebnisse wundern.

Man könnte eigentlich auch einen neuen Lebensabschnittsgefährten kennenlernen, um sich daran zu wärmen. Natürlich mit etwas ganz aussergewoehnliches hinzustrecken, reichlich Erlebniss an der Lust

Wenn man den Februar wie die Alten als den letzten Monat des alten Jahres betrachtet, muss man feststellen, dass sich das Jahr noch einmal zünftig verabschiedet. Der angekündigte Sturm kommt nämlich gerade in diesem Moment auf, und der Flughafen Langenhagen, von dem ich die Wetterdaten für diese Site abgreife, meldet gerade turbulente Winde mit bis zu 76 Stundenkilometer. Ein Freund aus NRW hat mir gerade gemeldet, dass dort die Hölle an Wind tobt, und so langsam scheints ja doch hier anzukommen. Wenn ihr mich fragt: Ich habe den Kanal vom Sauwetter voll! Es wird Zeit, dass es wärmer wird. Auch, damit endlich die ganzen Winterschäden behoben werden können.

Winterdienst

Ein Thema ist übrigens typisch für den hannöverschen Winter. Wenn der Winter mit dem dazu passenden Wetter in die Stadt mit dem gewissen Nichts kommt, denn gibt es regelmäßig eine ganz besondere Art, wie hier die Straßen gestreut werden. Nämlich so gut wie gar nicht. Wer Fußgänger oder — wie ich — Radfahrer ist, erlebt den hannöverschen Winter als Angriff auf alle 210 Knochen, und wer sich als Autofahrer durch die Nebenstraßen quälen muss, hat auch keinen Spaß, vom erhöhten Parkdruck in den Schneehaufen am Straßenrand ganz zu schweigen. Während man in Linden polizeilicherseits und EU-gefördert die Frage aufwirft, was Stadtplanung für die Sicherheit der Bürger tun kann (als ob das in Linden nicht ziemlich gleichgültig wäre), ist der Stadt Hannover die körperliche Unversehrtheit der Menschen in Hannover einfach nur scheißegal — sollen sie doch zusehen, wie sie auf den zentimeterdicken Eispanzern vorankommen. Ein wunderschönes Beispiel der grünideologischen Liebe zum Alleebaum: Die Knochen müssen brechen, damit die Bäume leben können, egal was das für Folgen hat. Die korrekte grüne Antwort darauf sind die Hass-Avocardos. Man möchte einfach seinen Gefühlen freien Lauf lassen.

Kein Wunder, dass ver.di in Hannover lieber den Nahverkehr bestreikt. Denn beim Winterdienst wäre es niemanden aufgefallen. Aber ob das VEB Transportkombinat Hannover (formerly known as üstra) bei winterlichem Wetter streikt oder nicht, das ist auch nicht so ein großer Unterschied.

Filme

Und etwas außer der Reihe evelyn lee. Übrigens wird sich wohl so mancher darüber freuen, dass die Kinos am Raschplatz wieder eröffnen — vorausgesetzt, dort laufen auch weiterhin die Filme, mit denen man sogar mich manchmal in ein Kino treiben könnte… ;-)

Hey, sogar die olle Bhaggi daneben ist wieder da! Ob man da immer noch von leicht verständlichen Rhythmen gequält wird, vom Schlager bis zum House (oft auch Scheißhouse, bis hin zum Donnerbalken)?

Ar(s)chitektur

Und weiterhin werden Pläne gemacht, wie sich Hannover noch… ähm… ach, mir fällt gerade kein Wort ein. Am Raschplatz, sowieso ein etwas stiefmütterlich behandelter Teil der hannöverschen Innenstadt, fühlt sich das Bredero-Hochhaus offenbar einsam und benötigt Gesellschaft. Die Außerirdischen reichen dafür noch nicht hin. Und der Niedersächsische Landtag muss auch neu werden, so von wegen der Transparenz. Von Wärme ist nicht die Rede. Na ja, beim Sprengel-Museum kann eigentlich nichts mehr schiefgehen… oh, das habe ich zu laut gedacht!

Big and Sick Brother

Seltsam, dass es so große Bedenken gegen Googles Streetview gibt, wenn doch gleichzeitig die Totalüberwachung der Menschen längst Realität ist.

Beschiss des Monats

Das bei Twitterern so beliebte TwitPic nimmt es locker in Kauf, dass seine Anwender mit höchst unseriösen und bewusst irreführenden Angeboten zur Preisgabe persönlicher Daten gedrängt werden. Wenn ich so einen Foto-Dienst für Twitter bräuchte, denn würde ich mir jetzt einen anderen suchen.

Ach, apropos Twitter: Bitte nicht phishen lassen!

Ausblick

Vor uns liegt natürlich die CeBIT 2010 mit dem üblichen Bullshit, aber davon bekomme ich nichts mit. Aber vielleicht gehen ja die anderen zum CeBIT-Bloggertreffen. Und von der Oscar-Verleihung werde ich auch nichts mitbekommen, was aber niemanden davon abhalten sollte, bei dem kleinen Gewinnspiel mitzumachen.

Wie immer habe ich das hier völlig subjektiv zusammengeschrieben und es ist sehr einseitig. Die Verlinkungen spiegeln meine unkontrollierten Launen wider und sind nicht unbedingt konsistent oder gar logisch. Alles darf beliebig zerfleddert werden… Euer Elias

Einen herzlichen Glückwunsch…

…an den Frontbumpersticker, der jetzt auch bei Rivva

frontbumpersticker.png

…für eine relevante Quelle gehalten wird und deshalb auch mal als Link auf der Startseite aufscheinen kann.

(Ich weiß allerdings noch genau von damals, wie viel Ärger mit Spamkommentaren so etwas machen kann. Manchmal ist ein Neubeginn an anderer Stelle auch erquickend.)

Rückblick September 2009

Der September hat doch gerade erst angefangen, dachte ich mir — aber er hat sich ja richtig schnell zum Ende geneigt. Am Wahlkampf kann dieses flutsche Verfliegen der Zeit jedenfalls nicht gelegen haben, der war eher dröge. Da geht man mal wieder am Schützenplatz vorbei, weil man um die Innenstadt lieber einen weiten Bogen macht, und was dringt an die Ohren? Der Krach des Oktoberfestes. Es war ein recht verhaltener Krach, mehr von Maschinen und Tonwiedergabegeräten als von Menschen. Es ist ja auch nicht München, sondern alles ein bisschen kleiner. Deshalb gibts auch keine Maß, sondern die hannöversche Art, dem Körper Alkohol zuzuführen. Immerhin, der Bedarf an Pissoirs ist angesichts der kleineren Gläser auch nicht so groß.

Ach, “Pissoirs”, wat seech ek da?! Kaum hat man mal einen längeren Lebensabschnitt in der nördlichsten Stadt Italiens (München) verlebt, schon erlebt man diesen Sprachprozess. Die ersten vier Wochen fühlt man sich als Norddeutscher wie ein Ausländer und wünscht sich, in den Niederlanden unter Menschen mit leicht verständlicher Zunge zu weilen. Aber man hört sich rein, gewöhnt sich daran, übernimmt irgendwann die ganzen fremden Vokabeln (und zum Glück nicht die starke Dipthongisierung der Vokale, die einem Preiß einfach nicht über die Lippen gehen will) und irgendwann auch diese ganzen Grammatikfehler. Den (falschen) Konjunktiv “bräuchte” habe ich mir dabei so verinnerlicht, dass er gar nicht mehr raus will — ich kann mich konzentrieren, wie ich will, er kommt von allein, als sei er meine Muttersprache. Dafür gilt man dort als einer, der die Tiefen des deutschen Präteritums kennt, fast schon als gebildet — dort, im Reich des Perfekts.

Ach ja, Perfekt… ich wollte ja eigentlich einen Rückblick schreiben.

Themen

Ein beherrschendes Thema war natürlich die Wahl zum Deutschen Bundestag und der Wahlkampf. Das lag nicht daran, dass es ein interessanter oder gar mitreißender Wahlkampf gewesen wäre, nein, er war eher müde und öde. Er war so müde, dass das Internet selbst zu handeln angefangen hat, damit überhaupt jemand zur Wahl geht. Die Plakate reizten jedenfalls eher zum Gähnen, zur Heiterkeit oder zur Anfertigung von Satiren, wenn sie nicht gleich realsatirisch waren. Vor allem die hübschen Fotos mit den hohlen Phrasen der CDU lösten offenbar einen unwiderstehlichen Reiz aus. Wenigstens ist Guido Westerwelle beim Original FDP geblieben und nicht beim Nachbauversuch in Form der nachgeschröderten SPD. Irgendwie fehlte es den Wahlwerbern an der Gekonntheit. Und auch die kleine Spam-Aktion der FDP konnte ebensowenig überzeugen wie die Schleichwerbung bei hannover.de.

Immerhin, der Auftritt von Angela Merkel und Ursula von der Leyen am Steintor verlief fast reibungslos.

Natürlich hat diese Stümperei nur eine Minderheit vom Wählen abgehalten, und das trotz der bösen Drohungen. Es wird ja auch fast jedem leicht möglich gemacht, sein Kreuz bei einer der Realsatiren zu schlagen — na ja, wenn er nicht gerade obdachlos ist, denn sonst ist das mit doch etwas mehr Aufwand verbunden. Bei aller “Qualitätssicherung”, etwaige Fremdkörper bleiben eben weiterhin unvermeidbar. Für 98 Prozent Wahlbeteiligung hat es aber nicht einmal näherungsweise gereicht, ganz im Gegenteil, trotz der relativ großen Bedeutung der Wahl war die Wahlbeteiligung ein weiterer Minusrekord.

Tja, und dann kam endlich der Abend des Wahltages. Und aus rot wurde schwarz. Na ja, eher wurde aus dem stark ausgeblichenen Rot der SPD das schwarz-gelbe Warnmuster einer Wespe, die sich auf einen Apfelbaum stürzt. Und unsere BR Deutschland hat jetzt für vier Jahre den Salat, den sich die Menschen darin so verdient haben; mal schauen, wie er schmeckt. Vielleicht sollte man die passende Soße dazu nehmen…

Wenigstens ist die Soße nicht braun. Auch die NPD wollte ja ein bisschen wahlkämpfen und spazierte durch die Südstadt. Ein Prozent dürfte bedeutungslos genug sein. Aber mein Glückwunsch an die eindeutigen Wahlsieger, die FDP und die Grünen — und an die Piratenpartei, die mit 2 Prozent aus dem Stand ein deutliches Zeichen gegen den weiteren Abbau der Bürgerrechte und den sich immer mehr ausbreitenden zwingenden Blick des unsichtbaren Bruders in der Wachstube setzte. Die Grünen hatten es bei ihrer ersten Bundestagswahl nicht so dicke. Aber die hatten auch bessere Konkurrenz.

Glückwünsche

Herzlichen Glückwunsch an Phil, der sich jetzt als ein Fachinformatiker Fachrichtung: Systemintegration nennen darf. Ich glaube, das sind die Leute, die unterm Schreibtisch kriechen…

Bedrohte Blogs

Jetzt, wo die Garten.Eden.Kirche verschwindet, ist ein bisschen fraglich, ob dieses Blog noch weitergeführt wird. Wir werden sehen.

Schwachsinn des Monats

Die Idee des Madsack-Verlages, den Menschen Geld dafür abzuknöpfen, dass sie eine Seite aus dem Internet an einen Bekannten mailen können, ist der Größtmögliche Anzunehmende Unfug. Wer noch nicht gerafft hat, wie man einen Link aus der Adresszeile des Browsers über die Zwischenablage in eine Mail kopiert, wie man eine Seite lokal speichert und weitermailt oder wie man ein PDF aus einer im Browser dargestellten Website macht (das geht zumindest unter Linux einfach), der bewegt sich vermutlich gar nicht im Internet. Da wird es dann auch schwierig, auch solchen netzfernen Leuten eine Zielgruppe für ein internet-basiertes Angebot zu machen. Ich wollte, ich könnte glauben, dass die Redaktion der HAZ mehr Gehirn innerhalb des Schädels hat als der Denkverweigerer, der sich diese tolle Geschäftsidee ausgedacht hat. Aber ich kann es nicht glauben.

Und Tschüss

So, ich hoffe, dass es in den nächsten vier Jahren keine weitere Bundestagswahl gibt. Da vergisst man ja völlig, dass das Leben auch noch schöne und heitere Momente anzubieten hat. Und seltsame Sinneseindrücke. Und Bahnfahrten. Und Suppe. Und Speiseeis. Und fliegendes, gammliges Gemüse. Und Dung von Polizeipferden. Und Kreuzfahrten. Und Licht aus… Was… Licht aus?

Gute Nacht!

Wie immer habe ich hier schnell und recht unsystematisch etwas zusammengeschmiert. Das darf und soll beliebig zerfleddert werden. Etliche Links sind absichtlich an den Haaren herbeigezogen. Solches Vorgehen enthüpft meiner eigenen Heiterkeit.

Suchbegriffe August 2008

Auch, wenn ich im Moment viel um die Ohren habe, ja, so viel, dass ich keinen Monatsrückblick hingezimmert bekommen habe, möchte ich doch wenigstens noch einen fröhlichen Blick in die Suchbegriffe werfen, mit denen Menschen beim Bloggenden Hannover gelandet sind. Also Kopfhörer reingestöpselt, heute schreibe ich zu “Atom Heart Mother” von Pink Floyd, denn dieses großartige Stück habe ich wirklich lange nicht gehört.

Außerdem ist es die “normalste” Musik, die ich gerade da habe, also genau das Richtige für den ganz normalen Wahnsinn, und 23 Minuten ist ja auch genau die richtige Länge…

hannover — Ja, hier bist du richtig!

nicht — Sechs Besucher hier haben diesen kleinen Aggregator über diese schlichte deutsche Verneinungspartikel gefunden. Was wohl jemand erwartet, der so etwas in Google eingibt? Und ob er wohl wirklich überrascht ist, wenn er damit in Hannover landet?

continental wärmflasche — Eine Wärmflasche ist vor allem zu empfehlen gewesen, wenn man sich des letzten Winters durch die Industrieruine in “Sackmann sien Dorp” geschlichen hat, um ein paar schöne Motive mit postmoderem Reiz zu finden. Denn es zog bibberkalt durch die zerbrochenen Scheiben.

kreisdiagramm der parteien in hannover 2009 — Habe ich etwas verpasst? Hier wurde doch noch gar nicht gewählt. Außer vielleicht zur Europawahl. Oder verbirgt sich hinter diesen nüchternen Worten eine tiefe Einsicht in die Psychologie politischer Parteien, die in einer Parallelgesellschaft nur noch um sich selbst zu kreisen scheinen. Nach der Bundestagswahl wird es jedenfalls irgendwo ein paar hübsche Diagramme geben.

ihme zentrum selbstmord — Das ist im Moment nicht ganz so einfach, weil die große Baustelle von ein paar Wachleuten bewacht wird. Aber das Ambiente dieser von Carlyle zurückgelassenen Ruine kann einen schwankenden Entschluss zum Freitod durchaus zur Tat reifen lassen.

lange nacht der kneipen im bermuda-dreieck — Hier will offenbar jemand mal etwas “nachhaltiger” versacken…

das ende von myspace — Das wird erst kommen, wenn sich immer mehr Menschen darauf besinnen, dass eine eigene, kleine Website wesentlich besser ist als dieses von aufdringlicher und überreich dargebotener Werbung vergällte Sammeln von Briefmarken Bildern irgendwelcher “Freunde” in einem so genannten “Profil”, das nur den Ansprüchen profilloser Menschen Genüge tun kann.

der geheime garten herrenhausen — Der Garten ist nicht geheim, sondern groß. Der ist so wenig geheim, dass die Haltestelle der Straßenbahn sogar “Großer Garten” heißt. Und auch in diesem Sommer haben wieder viele Menschen dahin gefunden.

dichtheit und wahrung — Dieses großartige hannöversche Blog (formerly known as “Der Kutter: Verdrängung ist, was uns über Wasser hält” ist hier leider (noch) nicht dabei.

fick mich ohne geld hannover — Das ist irgendwie falsch herum. In Wirklichkeit bist du ohne Geld der Gefickte. Und zwar nicht nur in Hannover…

ich habe mich nur vertippt und stoppschild kommt — Tja, da darfst du nicht so viel beim Autofahren tippen.

itv electronics erfahrung — Wer allen Ernstes glaubt, dass man mit einer kriminellen Spam ein einigermaßen seriöses Jobangebot bekommt, hat einen beachtlichen Mangel an Lebenserfahrung.

nutten im ihmezentrum — Nee, das wird nichts. Betreten der Baustelle verboten. Eltern haften für ihre Rinder.

pc geschäfte in hannover — Einmal die Lange Laube rauf und runter gehen, und du bist wunschlos glücklich.

spam hannover — Im Moment muss man hier ja schon immer auf den Wahlplakaten lesen: “Ursula Leyen: Für Hannover in den Bundestag”, und da glaubt man nicht, dass es noch weiter bergab gehen könnte. Und jetzt soll es schon Spam für Hannover geben?

wer onaniert hier unter den tischen — Also: Ich wars nicht.

Und zum Abschluss noch etwas sinnlose Statistik über das Bloggende Hannover:

  • Drei von vier menschlichen Besuchern dieses Aggregators benutzen zum Surfen den Firefox. Wer sich für Blogs interessiert, scheint den IE nicht so zu mögen.
  • Vier Leser lesen dieses Metablog über den Google-Feedreader.
  • Der arme Webserver für das Bloggende Hannover hat im August auf insgesamt 25332 Anfragen Dateien ausgeliefert. Diese lassen sich anhand der IP-Adressen 5188 Besuchen zuordnen. Dabei kam es 75mal zu einem internen Fehler, weil der arme Serverrechner (auf dem auch noch andere Projekte laufen) ein bisschen aus der Puste kam.
  • Die Stunden mit den meisten Zugriffen sind von 05:00 bis 06:00 Uhr und von 16:00 bis 17:00 Uhr. Letzteres kann ich mir ja erklären, es ist typisches Lesen kurz vor Feierabend. Aber welche Leute stehen denn so in aller Herrgottsfrühe auf.
  • Ein Drittel des Traffics von Suchmaschinen geht schon von Bing aus.

So, genug der sinnlosen Statistik, und Atom Heart Mother ist auch vorbei. Einen schönen, frischen Tag in diesem herrlichen Spätsommer. ;-)

Euer Elias

Suchbegriffe Juli 2009

Auch im Juli 2009 wurde das Bloggende Hannover immer wieder einmal von Menschen gefunden, die teilweise ganz seltsame Dinge in das Suchfeld von Google eingegeben haben…

bopki betrug — Ich habe keine Ahnung, ob es sich im juristischen Sinne des Wortes um Betrug handelt, halte das aber für eher unwahrscheinlich. Es ist wie jede Werbung vor allem Weltverpestung und Lüge, aber damit leider legal.

bopki erfahrung — Ich habe keine Erfahrung mit diesem Kram, weil ich als Mann mal wieder sexistisch diskriminiert werde. Aber selbst, wenn ich das nicht würde, käme ich nicht auf die Idee, Reklame machen oder mir zuführen zu wollen.

verlinken von blogs myspace — Das geht ganz ähnlich wie anderes Verlinken auch, nur dass ein einzelner Eintrag keine konstante Adresse hat. Wenn man einen Eintrag verlinkt, und der von MySpace gequälte Blogger löscht einen älteren Eintrag, denn wird der Link (zusammen mit vielen anderen) auf der Stelle ungültig und führt auf eine MySpace-Fehlerseite, die MySpace außerdem zur Einblendung von Bannerwerbung nutzt. Dass MySpace so tut, als könne man dort bloggen, heißt noch lange nicht, dass die dort programmierten Blogfunktionen etwas taugen — wer wirklich bloggen möchte, sollte dies lieber an anderer Stelle tun.

bedeutung strange fruit — Ein Apfel ist wohl nicht gemeint.

eis.de butterfly blog — Wie jetzt, sollen endlich auch absichtlich Insekten in das Speiseeis getan werden?

frontbumpersticker schalke fan — Ja!

hannover 29.juni 2009 — Ja, dieses Datum gab es auch hier in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

hannover april 2009 selbstmord — Der Freitod erfreut sich auch in anderen Monaten ungebrochener Beliebtheit.

hannover kinderschminken wer weiß was — Das geht genau so wie in anderen Städten auch.

ihmezentrum selbstmord — Wenn man dort auf dieser Großbaustelle eines völlig vergeigten Umbau-Projektes eine Eigentumswohnung hat, kann man schon einmal auf so eine Idee kommen.

meine exschlampe geknackt — Wie jetzt, war die so verschlossen?! :mrgreen:

myspace blog eintrag geht nicht — Versuch es einfach mit einem anderen Bloganbieter, das löst deine Probleme auf die einfachste Weise. Wenn du nicht so gern Komfort und Funktion beim Bloggen hast und deshalb unbedingt bei MySpace bleiben möchtest, denn nimm einen anderen Browser als den Opera, den Internet Explorer 5 oder ältere Versionen des Firefox, denn klappt das auch ein bisschen.

ten years after hannover linden — Da musst du jetzt am Wochenende zum Fährmannsfest kommen!

wie schwer ist ein papier widget — Schwerer als ein Widget in der Seitenleiste eines Blogs. Aber dafür kann man es im Gegensatz zu einem Stück Software einfach auf eine Briefwaage legen.

wärmflasche continental — Eine Wärmflasche ist unbedingt empfehlenswert, wenn man sich des Winters für längere Zeit in der zugigen Industrieruine der alten Conti-Werke in Hannover-Limmer aufhalten muss.

Suchbegriffe Juni 2009

Und mal wieder ein kleiner Blick auf die vielen Suchbegriffe, die von Google und Co. zum bloggenden Hannover geführt haben — natürlich mit einem besonderen Schwerpunkt auf die etwas schrägeren ihrer Art…

dezember — Immerhin 6 Besucher des Bloggenden Hannover haben mitten im Juni nach dem trüben und dunklen Monat gesucht. Ob es ihnen zu warm war, oder ob sie einfach Sehnsucht nach dem Hochfest der Einzelhändler hatten, kann mir die Logdatei auch nicht sagen.

zensursula hannover — Ja, die kommt hierher und die war auch hier, die Frau Ministerin mit der Hang zur Lüge und zur gefälschten Statistik. Ein Blog hat sie hier (leider!) noch nicht, aber wer mag, kann ihre meist überbewerteten Unverbindlichkeiten der Tagesschau und der Website ihres Ministeriums entnehmen. :mrgreen:

anonyme selbstmord treff hannover — So etwas haben wir hier noch nicht, aber früher war das Ihmezentrum mit seinen in Spitzenzeiten ein bis zwei “Absprüngen” in der Woche ein wirklich guter Kandidat, wenn man Gleichgesinnte treffen wollte. Inzwischen ist der Sprung allerdings mit diversen baulichen Vorkehrungen erschwert worden.

englischer garten nackedeis — Für den Anblick hast du dir in Hannover eindeutig die falsche Stadt ausgesucht. Und selbst in München müsstest du schon ganz ordentlich stadtauswärts durch den Englischen Garten in Richtung Erdinger Moor latschen, um auf den Kiesbänken der Isar ein paar Nudisten bei ihrem harmlosen Treiben zu beobachten. Dafür gibt es in Hannover mehr Peep-Shows als in München…

hellseher michael jackson — Nee, der Hellseher hieß Nostradamus.

kostenloses blog empfehlung — Das kommt darauf an, was du willst. Die Grundfunktion eines Blogs hast du bei allen Anbietern; und mehr wird auch für ein ambitioniertes Blog nur selten benötigt. Ein gutes Zwischending zwischen einem voll aufgeplusterten Blog mit persönlichen Erweiterungen (und der Mühe einer damit verbundenen Einarbeitung) und der Grundfunktion eines Blogs findet sich bei wordpress.com — allerdings ist das auch schon ein sehr fettes System, und die dort eingesetzte, aktuelle Version von Wordpress MU ist ein Härtetest für ältere Computer. Ich kann grundsätzlich zu diesem Thema nur empfehlen, einfach selbst ein paar Anbieter anzuschauen.

lenor zum fenster putzen — Das dürfte ungeeignet sein, und es wird das Glas der Fensterscheibe auch nicht weicher machen.

nichts ist doofer als hannover — Da kennst du aber Wuppertal noch nicht…

wie schreibe ich einen rückblick — Ganz einfach: Indem du zurückschaust und in Worte zu fassen versuchst, was du da siehst. Aber frag mich jetzt nicht, wie man einen guten Rückblick schreibt. ;-)

Internet-Sommerhit 2009

Ich bleibe hier im Bloggenden Hannover ja immer völlig neutral und versuche, die Vielfalt des hier zusammengestellten Bloggens nicht durch meine Einlassungen zu verhunzen. Aber ich glaube, angesichts des vom Bundestage verabschiedeten, angeblich gegen Kinderpornografie gerichteten Gesetzes zum Aufstellen von Stoppschildern kann ich doch mal die sonstige Neutralität ein bisschen verlassen.

Noch weiß ich nicht, was der deutsche Sommerhit des Jahres 2009 werden wird. Aber der Internet-Sommerhit für 2009, der steht schon fest:

Ist doch hitverdächtig, nicht… :mrgreen:

Rückblick Mai 2009

Der kalte Winter scheint vergessen, auch der Mai geht zum Ende und macht dem Juni Platz. Selbst die Wolken schmelzen dahin und rufen zum Trudeln in den Biergarten. Bei 17 Grad Temperatur und 1027 Hektopascal Luftdruck ziehe ich es mit meinem gegenwärtigen Kopfschmerz vor, nicht unter der durchbrochenen Bewölkung in einer Höhe von 1829 Metern in einem Biergarten zu sitzen, sondern in einem abgedunkelten Raum, in dem ich ein gutes Internet zur Verfügung habe — damit auch der Mai seinen kleinen Rückblick im bloggenden Hannover bekommt. Sind die Angaben in diesem kleinen Wetter-Widget nicht vollkommen überflüssig, wenn man doch einfach nach draußen gehen kann? Und bei allem Hauch des Sommers nicht vergessen, es sind nur noch 209 Tage bis zum 25. Dezember! Das heißt aber nicht, dass Marzipankartoffeln zu Ostern nicht schmeckten. Na denn: Frohe Weihnachten!

Wer so ein Widget übrigens in sein WordPress-Blog verbasteln will, der bediene sich beim Weather Icon. Leider wird dieses Plugin nicht mehr weiterentwickelt und ich habe auch noch nicht die Muße gefunden, die kleineren Rauheiten und Fehler dieses Codeschnippsels zu beheben. Die Grundfunktion läuft jedenfalls erfreulich gut…

Deprimierendes

Ich habe es gerade in meinem Tagebuch — natürlich einem aus Papier — gefunden: Heute vor drei Jahren, am 30. Mai 2006 machte ich mir das erste Mal Gedanken über das Design meines alten Blogs “Lumières dans la nuit” und notierte meine Ideen zum Farbschema, zur grundsätzlichen Gestaltung, zum Namen und zur inhaltlichen Ausrichtung. Niemals hätte ich geglaubt, dass ein derartiges Projekt mehr als eine Handvoll Leser am Tag anzieht, aber es kam alles anders, zwischenzeitlich schien ich sogar in den so genannten “Blogcharts” auf. Letzteres hatte vor allem eines zur Folge: Eine Flut von Spam. Na ja, irgendwann bloggte ich sogar über Spam, um dem täglichen Wahnsinn wenigstens ein bisschen Genuss abzutrotzen. Das “bloggende Hannover” entstand schließlich als ein weiteres, kleines Nebenprojekt dieses Blogs. Leider wurde ich für mein bisschen marginalisiertes Bloggen so sehr angefeindet — es ging von juristisch verstärkten Drohgebährden bis hin zu verteilten DoS-Attacken gegen den Server — dass ich es schließlich einstellen musste. Und das finde ich deprimierend. Die politische Schönheit hat es eben zurzeit sehr schwer, und wer weiß schon, welche Ausmaße der allgemeine Lochfraß noch annehmen wird.

Von wegen “rechtsfreier Raum Internet“! So richtig rechtsfrei fühlt man sich ganz woanders.

Neues

Um nicht ganz so deprimiert zu sein, habe ich mich dazu durchgerungen, ein anderes eher etwas altes Projekt von mir in das “bloggende Hannover” aufzunehmen, die Fraktalen Welten. Hier gibt es beinahe nie einen Text, sondern nur einfache Computergrafiken, so genannte Fraktale (und vergleichbare Grafiken). Dies sind Grafiken, die durch die fortgesetzte Iteration oft sehr einfacher Formeln und einer darauf basierenden Einfärbung der Gaußschen Ebene der komplexen Zahlen entstehen. Klingt beeindruckend, ist aber in der Praxis recht einfach und macht zumindest mir immer wieder eine große Freude. An den Veröffentlichungszahlen im Archiv kann man allerdings sehen, dass ich nicht immer für “Nachschub” sorgen kann…

Wer allerdings den kruden Appeal der Achtziger und Neunziger Jahre nicht mag und eher aufwändige Renderings wie die Verwandlung der Erde…

Der Erdkaktus

…in einen stachelbewehrten Kaktus schätzt, der wird dort zu kurz kommen.

Ereignetes

Der Mai begann nicht mit einer Demonstration der braunen Massen, wie lange zu befürchten war. Jedenfalls nicht in unserem Hannover, und nach Conneticut werden sie bestimmt nicht gereist sein. Das heißt aber nicht, dass man nicht anderen Formen der Gehirnwäsche begegnen könnte, zur Abwechslung einmal “in fromm” verpackt.

Immerhin, die Maßnahmen zur Resozialiserung straffälliger Menschen zeigen erste Erfolge. :lol:

Da hören wir denn doch lieber Musik fürs Herz. Wer an der Strecke lebte, konnte sich dabei ja mit verstöpselten Ohren anschauen, wie Leute sinnlos durch die Straßen laufen und dabei darüber nachsinnen, wie leicht sich das Wort “Freiheit” doch so umdefinieren lässt, dass man es mit einem Gefängnis verwechselt. Das ist ja auch durchaus ein wichtiges Thema der Zeit, auch und gerade im gegenwärtig bedrohten Internet, dessen Nutzer sich des Artikels 17 GG besinnen.

Ach ja, wo man zensiert und verschwinden lässt, da will man auch anderes verbieten, wenn auch das angestrebte Gotcha-Verbot inzwischen den Weg aller wirrer Hektik der Wahlkämpfer gegangen ist und für die nächste Welle der medial gesteuerten Empörung beiseite gelegt wurde. Eigentlich schade, denn ein Verbot von Erbsenpistolen, Krimis und Kruzifixen wäre doch die logische Folge gewesen. Computerspiele sowieso. Und satanisch anmutende Tachometer gleich hinterher. Und jeder, der sich gegen diese ausgewogenen und sinnvollen Maßnahmen sperrt, löst bei den geliebten, verantwortungsvollen Regierenden nur Betroffenheit aus. Und Terroristen sind sowieso alle. Und nach Meinung von Pornoproduzenten jugendfrei sowieso nicht. Was wir hier gerade erleben, macht den Eindruck einer experimentellen Geschichtsforschung.

Ach ja, denn war da noch etwas, was mich an mich selbst zweifeln ließ. Da loggte ich mich bei Twitter ein, und las dort immer nur #esc. Ich deutete diese Abkürzung als “Escape” und fragte mich eine halbe Stunde lang, wovor die Leute eigentlich fliehen wollen — bis mir plötzlich klar wurde, dass das der ehemalige “Grand Prix d’Eurovision de la Chanson” sein muss, der jetzt zum englischklingenden “European Song Contest” geworden ist — und aus der deutschen Teilnahme ist natürlich das Übliche geworden. Was Wunder, bei den Retortenprodukten der Content-Industrie, die immer dorthin geschickt werden.

Angemerktes und Statistisches

Übrigens war Konfirmationsrede einer der Suchbegriffe, die in verschiedenen Abwandlung im Mai immer wieder Besucher zum “bloggenden Hannover” geführt haben. Und jemand da draußen hat sich den “Spaß” gemacht, gleich die gesamte Website des “bloggenden Hannover” mit GNU Wget auf seinen heimischen Rechner zu holen. Als ob in Hannover nicht jeden Tag etwas Interessantes gebloggt würde…

Dem Zeitgenossen allerdings, der Google mit dem Suchbegriff “ist niedersachsen mein lieblingsland” losschickte, kann ich nur empfehlen, sich einfach mal die anderen Bundesländer anzuschauen. Cuxhaven gibt es aber nur hier, und in das Bundesland Hamburg kann man bei Ebbe zu Fuß gehen, wenn man den Weg nach Neuwerk nicht scheut, eine Uhr trägt und die Gezeiten auf dem Schirm hat. Die — weitere Suchbegriffe im Mai — “nutten hannover” und “nudisten hannover” sind jedenfalls kein so gutes Argument für die niedersächsische Landeshauptstadt, vor allem Nudisten sind hier meist nicht so interessant. Da konnte man im scheinbar so prüden München schon viel ansprechendere Nackedeis auf den Kiesbänken der Isar sehen, wenn man den Stadtkern ein bisschen durch den Englischen Garten in Richtung Bogenhausen und Oberföhring verließ. Ach, was rede ich. Ich bin hier im recht harmlosen Hannover und frage mich, wie jemand mit dem Suchbegriff “moderationsarten wikipedia” hier in diesem Aggregator landen konnte…

Post des Monats

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte und kommt völlig ohne Worte aus: Rudis Locken Puff.

Wie immer ist dieser kleine Rückblick völlig subjektiv und alle hierin hergestellten Verbindungen zwischen Posts sind meine eigene Willkür. Wer mag, der darf und soll weidlich zerpflücken, was hier steht…

Rückblick April 2009

Man hätte den April in diesem Jahr beinahe mit dem Mai verwechseln können, hätte es nur das Wetter gegeben. Denn das Aprilwetter ist ausgefallen, an seiner Stelle gab es nach einem gefühlt überlangen Winter plötzlich vorsommerliche Wärme und wieder Gelegenheit zum Grillen. Kein Wunder, dass da manchem die Zeit ein bisschen durcheinanderkommt.

Aprilscherze

Zu den alten und eher etwas müden Bräuchen zum April gehört es, die Leute ein bisschen durch Falschmeldungen zu verkackeiern. Aber dass die Whitedarkness von der Bundespolizei abgeschaltet werden sollte, wirkte dann doch (zunächst) ein bisschen unglaubwürdig. Obwohl die Kleinigkeit dieser “radikalhinduistischen Nudisten”, dass die Website “zur Beweissicherung beschlagnahmt wurde”, doch allemal einen gewissen Liebreiz hatte und durchaus zur empfundenen Kompetenz deutscher Ermittler passt. Angesichts dessen, was einige Tage später auf Betreiben unser aller von der Leyenhaften Familienministerin über das Internet in Deutschland kommen sollte, gefiel mir der folgende Scherz allerdings noch ein bisschen besser:

Ursula von der Leyen schaltet den Nachtwächter-Blah ab...

Das liegt aber daran, dass es einer von mir war. Und zukünftige Blutbäder werden gewiss auch verhindert werden.

Neues

Drei Blogs sind im April neu hinzugekommen.

Das Limmerstraße-Blog berichtet über den alltäglichen Irrsinn zwischen Ihmezentrum und Kötnerholzweg, Uni, Büro und fremden Küchen, maßgeschneiderten Anzügen und ranzigen Clubs. Da könnte man ja gar nicht mehr aus dem Schreiben rauskommen…

Tja, und dann ist auch Botellón Hannover neu dazugekommen, was anfangs gar nicht so einfach war. Und zwar auf allen Seiten. Auch das erste Botellón in diesem Jahr löste allerdings durchaus gemische Gefühle aus, so attraktiv die Idee einer locker organisierten Straßenparty auch ist. Aber das wird besser, ich glaube zumindest daran! (Zumindest an die Möglichkeit glaube ich.) Fragt sich nur, wie die Träger der Hundemarken darauf reagieren, wenn Menschen zwischen den angebotenen Kästen und Betonklötzen einfach selbst etwas auf die Beine stellen wollen. Für Nachschub ist jedenfalls gesorgt.

Und dann fragt mich doch allen Ernstes jemand, ob ich auch engagierte Christen nehme… Aber klar doch! Und Cross Over ist dabei! (Trotz Erinnerung an die Expo…)

Umgezogenes

“Unser täglich Spam” ist umgezogen, weil die Domain weltretter.de von Frank verkauft wurde. Wer immer noch nicht genug Spam zu haben glaubt und deshalb darauf einen Link gesetzt hat, sollte den mal anpassen. Sonst kriegt man ja kaum mit, wie schmackhaft die Namen der Betrugscasinos gerade so klingen.

Themen

Man könnte manchmal glauben, die hannöverschen Blogger hätten sich in einer kunst- und geistfeindlichen Haltung thematisch vom gesamten Geschehen emanzipiert. Egal, ob Wirtschaftskrise oder Nazi-Demo, allem wird mit einer spaßigen Haltung begegnet. Dabei ist die Krise so nahe, dass nur noch die Abfuckprämie helfen kann. Wohl dem, der da in die Ferne geht. (Und zum Glück wiederkommt.) Und wehe dem, der Post aus der Ferne bekommt. Tja, wenn der Teufel schon nicht persönlich kommen kann

Ach, und dann war da Ursula von der Leyen. Die moralische Nachfolgerin von “Stasi-2.0″-Schäuble. Die, die ganz schnell an ihren neuen Nick im Internet kam. Die Zensursula, deren “Argumentation” ganz leicht durchschaubar war. Die nicht so gern die andere Seite sieht. Dieser gefräßige Plapperkäfer. Der manchmal ganz schön dummplappert.

Gut, dass es auch richtige Sachbücher im Internet gibt. Sonst würde man schließlich noch die Festplatte anschreien. Als ob das bei Problemen mit dem Rechner hülfe.

Und wenn die allgemeine Blog-Blockade kommt: Das mit dem richtigen Twittern lernen wir auch noch. Vielleicht sogar schneller, als die Antifa das mit dem korrekten Schreiben lernt. Vielleicht aber auch erst, nachdem Twitter für viele Nutzer längst zu langatmig, prosaisch, unhandlich geworden ist — und dem Besseren Platz gemacht hat.

Und schön den Gürtel enger schnallen und sparen, wo es geht!

Ach ja, und Ostern war auch noch. Die Spammer haben das aber nicht so mitgekriegt. Da hat man doch gleich wieder Spaß am Leben. :mrgreen:

Übrigens! Auch im Mai gilt: Immer schön fitt bleiben! Oder auch nicht, es ist ja sowieso eine Einbahnstraße.

Dies war wie immer ein völlig subjektives Rumlinken und Rumschreiben, das von den richtigen Autoren niemals beabsichtige Querverweise erzeugt und beliebig durch den Kakao gezogen werden kann und soll. Leider kann ich einige Blogs nicht richtig verlinken, weil ich darauf zurückgeworfen bin, solche Texte offline zu schreiben — und wer in seinem Feed den Link auf ein Kommentarformular statt seinen Blogbeitrag ausliefert, sollte einmal seine Einstellungen genauer überprüfen.

Das Ende der MySpace-Blogs?

Hier im “Bloggenden Hannover” sind zwei Blogs, die auf MySpace geführt werden. Es handelt sich um die “zwischenzeiten” und um “Zerfall D.“.

Grundsätzlich ist das Bloggen auf MySpace eher eine schlechte Idee, vor allem, wenn man das Blog in einen Aggregator wie dem “Bloggenden Hannover” aufnehmen will. Die ausgelieferten RSS-Feeds sind, wenn man sie als verkrüppelt bezeichnet, noch sehr schmeichelhaft umschrieben. Der Text wird brachial gekürzt, und alle Zeilenumbrüche verschwinden — besonders ärgerlich, wenn Lyrik gepostet wird.

Die dahinter stehende Motivation von Seiten MySpace ist natürlich eine wirtschaftliche — man lebt dort von der eingeblendeten Werbung und will deshalb unterdrücken, dass die Blogs in einem Aggregator gelesen werden. Also werden die Texte in einer Weise verstümmelt, die geradezu dazu zwingt, das Original zu lesen und die Werbung zu “genießen”. Wohl dem, der einen Adblocker hat! Teilweise ist die Werbung auf MySpace nämlich extrem aufdringlich und geradezu ungenießbar.

MySpace-Blogs haben noch viele andere Probleme. Zum Beispiel ist es nicht möglich, ein Posting dauerhaft zu verlinken. Wenn irgendwann einmal ein neueres Posting wieder gelöscht wird, denn verändern sich die Links auf alle älteren Postings.

Aber dennoch: Die Blogfunktion ist in MySpace integriert, und wer MySpace regelmäßig nutzt, der kommt schon einmal auf die Idee, dass auch das dortige Blog befüllt werden will. Es ist zwar unkomfortabel und eigentlich kaum brauchbar, aber es ist da. Und deshalb werden auf MySpace eben auch Blogs geführt, obwohl die dort verwendete Software nur wenig dazu geeignet ist. Und so landen diese Blogs eben auch hier, obwohl sie aufgrund ihres künstlich verhunzten Chrakters leicht im technisch Besseren untergehen.

Aber jetzt sieht es so aus, als ob MySpace gar nicht mehr wollte, dass man dort bloggt.

Anders lässt sich der neue Editor für Blogpostings, der seit zwei Tagen in die MySpace-Strokelware verbastelt ist, wohl nicht erklären. Ich bin seit dem Anfang des ganzen Wahnsinnes mit Computern beschäftigt, und ich habe wirklich schon viel Schrott und viel Unreifes gesehen und manchmal sogar benutzt, aber eine derartige Jauche habe ich noch nie erlebt. Wenn ich dort in meinem normalen Tipptempo schreibe (das ist relativ hoch) und in meinen Fingern fühle, dass ich einen Tippfehler drin habe (ich schaue kaum auf Tastatur oder Bildschirm), denn kann ich erst einmal eine Minute lang den einzelnen Buchstaben beim Erscheinen zuschauen, bevor ich die Chance habe, meinen Fehler zu korrigieren. Dazu tut diese Sammlung widerspenstiger JavaScript-Zeilen so, als würde die Seite ständig laden, so dass man den Throbber sieht und während des Tippens einen Blick auf eine fröhliche Sanduhr statt des Mauszeigers hat — oder, in meinem Falle, auf eine Zeigerform mit vergleichbarer Funktion. Das Ding ist echt lausig.

In meinem MySpace-Blog habe ich mich darüber auch schon ausgelassen

Ich glaube nicht, dass dabei viel Lust zum Weiterbloggen aufkommt.

Meine Empfehlung ist: Einfach zu einem richtigen Bloganbieter wechseln. Ich empfehle übrigens ein kostenloses Blog bei WordPress.com, aber das ist natürlich auch ein bisschen Geschmackssache.

Unser täglich Spam zieht um

Ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Mein Blog “Unser täglich Spam”, bislang unter der Domain weltretter.de veröffentlicht, zieht in den nächsten Tagen auf die Domain tamagothi.de um. Die neue, ab sofort verwendbare URL lautet daher

spam.tamagothi.de

Der Hintergrund dieses Umzuges ist, dass die Domain weltretter.de von Frank aufgegeben und verkauft wird und ich deshalb die Subdomain nicht mehr weiter verwenden kann. Ein Käufer für die Domain hat sich bereits gefunden, es ist also sinnlos, weitere Angebote zu machen. Im Moment funktionieren die alten Adressen noch, sie sind Weiterleitungen auf die neuen Adressen, doch das wird sich in den nächsten Tagen ändern.

Wer einen Link auf Unser täglich Spam gesetzt hat: Bitte gleich mal ändern… ;-)

Ach ja, auch das noch…

Allen hannöverschen Bloggern und allen ihren Lesern wünsche ich je nach weltanschaulicher Neigung ein frohes Weihnachtsfest, ein ausgelassenes Chanukka (der 25. Kislew fällt in diesem Jahr auf den 22. Dezember), erhebende Sonnwendfeiern oder auch ganz einfach nur ein ganz besonders langes Wochenende vom Mittwoch bis zum Sonntag.

Und bitte denkt daran: Es droht keine Hungersnot, und die Einkäufe zum Fest müssen nicht den Chrakter eines Hamsterkaufes in kämpfender Haltung haben. Und auch bei der eiligen Tinnef-Auswahl in letzter Minute für den gesellschaftlichen Schenkzwang muss man sich nicht alles andrehen lassen:

Nicht alles, was auf dem ersten Blick wertvoll aussieht, lohnt sich…

Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls schon auf den 24. Dezember, wenn es irgendwann so um drei Uhr nach Wochen des Lärms grabesruhig wird, wenn aus allen Fenstern das bläuliche Flackern der Fernseher sichtbar wird, wenn Weihnachten endlich vorbei ist — und ich hoffe, dass ich in diesem Jahr mal nicht anschließend Krisenfeuerwehr in meinem Umfeld spielen muss.

Euer Elias

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