Das bloggende Hannover

Stimmen aus einer unterschätzten Stadt

Rückblick Juni 2009

Ist der Juni tatsächlich schon wieder fast vorbei und steht jetzt endlich die Vergällung des Sommers mit Schützenfest und Maschseefest ins Haus? Ach, ich bin aber auch ein griesgrämiger Konsumverweigerling. Gut, dass andere den leiblichen Genüssen mehr zugetan sind. Man muss ja nicht gleich die Kinder in die Saftpressetun…

Neues

Wenn ein neues Blog im Bloggenden Hannover dazukommt, handelt es sich meist um eines, das ich vorher nicht kannte. Um so größer ist meine Freude, wenn ich die Mail eines hannöverschen Bloggers sehe, der schon seit Jahren — trotz oder wegen einer gewissen Schrägheit des Bloggens — zu meiner RSS-Pflichtkost gehört. Und das ist coderwelsh / synchron. / und die Leerzeichen um die Slashes hab ich nur gemacht, weil sonst der Text wieder ganz sonderbar umgebrochen wird…

Zum Ausgleich für diese Freude gibt es allerdings noch ein Blog, das ich vorher nicht kannte, nämlich MARCELLUS. Huch, was sehe ich da? Habe ich da wirklich auf der linken Seite einen Link auf den RSS-Feed statt auf das Blog gesetzt? Warum sagt mir eigentlich keiner, dass ich einen Fehler mache. Wird gleich korrigiert… ;-)

Verhindertes Neues

Ach ja, Fehler. Die sind immer ein lustiges Thema, und manchmal ist es mit dem Mitmachen beim Bloggenden Hannover offenbar nicht so einfach, dass kein Fehler gemacht werden könnte. So etwa, wenn ich die folgende Mail aus dem Kontaktformular zum Mitmachen erhalte:

Hi,
möchte mitmachen.

Das natürlich ohne Mailadresse für eine Rückfrage und ohne eine angegebene Blogadresse. Trotz jahrelangen Trainings ist meine Fähigkeit zum Hellsehen doch noch nicht gut genug, um in einem solchen Fall irgendetwas tun zu können. Bitte einfach nochmal probieren, dann aber wenigstens mit der Blogadresse. (Und wenn ich die Chance zu einer Rückfrage haben soll, bitte auch mit einer Mailadresse.) Und alle anderen: Nicht lachen, denn das ist nicht lustig. Es sieht nur so aus.

Wahlen

Ein europäisches Parlament war zu wählen. Gut, das Thema wurde von einem anderen Thema überschattet, aber manche wollten nicht von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst, und gingen in die Dunkelkammer der Demokratie. Da gab es ganz lange Zettel mit sehr viel Auswahl, dass mancher eine Orientierungshilfe brauchte. Viele andere — ich zum Beispiel auch — wählen gar nicht mehr, da längst alles am Boden angekommen ist. Dass die Politiktreibenden den Eindruck von Bodensatz erwecken, heißt aber noch lange nicht, dass man nicht noch ein bisschen ätzende Ironie draufkippen könnte. Schließlich geht ja auch alles andere zu Boden, und ausgerechnet staatliche Hilfen sollen das verhindern.

Am Ende des Wahlspektakels das erwartete Ergebnis. Und zuweilen wird lustig in das Ergebnis hineininterpretiert, dass sich sogar die Balken in den Balkendiagrammen zu biegen beginnen. Es ist eben immer das gleiche Theater vor einer Wahl, und danach ändert sich nichts. Was hat schon einen Nachrichtenwert? Und wer braucht bei der künstlichen Aufregung zentraldämpfende Mittel? Ich bin hoffnungslos politikverdrossen. Nein: Politikerverdrossen. Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!

Gut, dass es in der zweitgefährlichsten Stadt Deutschlands noch andere politische Aktivitäten gibt

WordPress 2.8

Dass WordPress 2.8 beim automatischen Update dafür sorgt, dass viele Blogs im Vorfeld der kommenden Wahlen zum Deutschen Bundestag wie gehackt aussehen und den Bach runtergehen, ist keine Verschwörung, sondern ein Fehler. Zum Glück klappte bei manchem der Update gar nicht erst.

Stoppschild

Wir haben in der Bundesrepublik jetzt eine politisch gewollte Infrastruktur zur Zensur des Internet, und zwar ohne die Spur irgendeiner Rechtsstaatlichkeit und ohne jeden Sinn. Ob man rechtzeitig Petitionen zeichnete oder einen Tag zu spät demonstrierte, spielte keine Rolle. Die Beglückungsideen einer völlig merkbefreiten Frau haben Gesetzeskraft. Neben anderen sinnfreien und verwirrenden Zeichen und sonstigen komischen Botschaften gibt es jetzt auch Stoppschilder im Internet.

Es ist übrigens bemerkenswert, dass es ausgerechnet ein Stoppschild ist. Semantisch ist das ein Fehlgriff, der aber tief in den Geist jener Menschen blicken lässt, die dieses schildbürgerliche Ungetüm der Lach- und Sachpolitik angerichtet haben. Ich bin ja als Verkehrsteilnehmer “nur” so ein anarchistischer Radfahrer, aber wenn ich ein Stoppschild sehe, verstehe ich das als ein “Halt an der Linie an, schau dich vorsichtig um und dann fahr weiter”. Genau das werden Pädophile jetzt auch tun, wenn sie ein Stoppschild im Internet sehen, wobei das vorsichtige Umschauen auch das Eintragen eines anderen Nameservers beinhaltet, und dann geht es in die gewünschte Richtung weiter. Die Verkehrszeichen für “Einfahrt verboten” oder meinethalben auch “Sackgasse” wären doch viel sinnvoller gewesen… :mrgreen:

Und niemand glaube, dass es keinen Kindesmissbrauch mehr gibt, wenn das Internet durchzensiert wird. In einer nächsten Stufe wird übrigens die Armut abgeschafft.

Sonstiges

Ach nee, bei diesen Themen wird man nur wütend. Oder trübsinnig. Letzteres führt übrigens leicht zur gefährlichen Selbstverschreibung scheinbar harmloser Naturheilmittel. Dabei gibt es so viele vorübergehende Stimmungsaufheller, etwa Image-Kampagnen der Stadt Hannover, tolle Angebote, mit denen man sich seine Katze zum Feind macht, unfreiwillig wahre Werbung, überraschende Filme, vielleicht mal ein bisschen Radio… ach nee, das machte mich denn doch wieder trübsinnig, da nicht mehr Flora zu hören. In Hannover kann man sich eben anschauen, wie sich die Dinge verändern, wenn der Blick auch nicht immer besonders weit geht. Einen anderen Blick bekommt man, wenn man mal weggeht. Natürlich kann man sich auch im Sommer schon auf Weihnachten vorbereiten. Oder sich auch vielleicht selbst eine Tasche kaufen, aber beim Bloggen darüber doch besser nicht vergessen, dass das Adjektiv zu “pink” nun einmal “pinkfarben” lautet. Ach, was bin ich doch für ein Pedant, dabei habe ich schon viel schlimmeres Deutsch gelesen.

(Aber ich kann es dennoch nicht lassen, jetzt habe ich ja damit angefangen. Bei der Bildung von Farbadjektiven flektiert werden nur die Grundfarben sowie weiß, grau, schwarz und braun sowie alle Komposita, die auf diese Farbnamen enden, es gibt also weiße, graue, schwarze, braune, rote, grüne, gelbe, blaue und sogar blassblaue, mausgraue und lindgrüne Taschen. Es gibt aber keine “lilanen”, “pinken”, “orangen”, “türkisen” oder “rosanen” Taschen. Alles weitere verrät einem der nächste Deutschlehrer — nur nicht, warum Deutsch so unlogisch ist. Ich habe so etwas schon so oft jemandem erklären müssen, der Deutsch lernt, und diese Subtilitäten bringen jeden zur Verzweiflung. Aber wenn man dann den Wahnsinn mit den Buchstaben “w”, “v” und “f” erklärt und einen Interessierten darauf hinweist, dass das “w” den Konsonantenstand vor der ersten deutschen Lautverschiebung repräsentiert, dass das üble Chaos mit den Buchstaben “v” und “f” hingegen auf wenig systematische Fehler der mittelhochdeutschen Autoren zurückgeführt werden kann, denn fängt die richtige Verzweiflung an. Oder sollte ich besser Ferzweiflung schreiben?)

Ach Regeln! Was sind die schon. Tabakwerbung ist ja auch verboten. Und so genannte “Community-Regeln” sind ebenfalls dehnbar.

Michael Jackson

Sehr überraschend kam der Tod von Michael Jackson.

Post des Monats

Dieser kleine Hinweis auf eine Satire, die so überzeugend war, dass ich sie gar nicht als Satire erkennen konnte, er war einfach nur göttlich.

Wie immer ist diese Zusammenstellung sowas von subjektiv und zerfledderbar, wie sie nur sein könnte. Frohes Fleddern!

Internet-Sommerhit 2009

Ich bleibe hier im Bloggenden Hannover ja immer völlig neutral und versuche, die Vielfalt des hier zusammengestellten Bloggens nicht durch meine Einlassungen zu verhunzen. Aber ich glaube, angesichts des vom Bundestage verabschiedeten, angeblich gegen Kinderpornografie gerichteten Gesetzes zum Aufstellen von Stoppschildern kann ich doch mal die sonstige Neutralität ein bisschen verlassen.

Noch weiß ich nicht, was der deutsche Sommerhit des Jahres 2009 werden wird. Aber der Internet-Sommerhit für 2009, der steht schon fest:

Ist doch hitverdächtig, nicht… :mrgreen:

Rückblick Mai 2009

Der kalte Winter scheint vergessen, auch der Mai geht zum Ende und macht dem Juni Platz. Selbst die Wolken schmelzen dahin und rufen zum Trudeln in den Biergarten. Bei 17 Grad Temperatur und 1027 Hektopascal Luftdruck ziehe ich es mit meinem gegenwärtigen Kopfschmerz vor, nicht unter der durchbrochenen Bewölkung in einer Höhe von 1829 Metern in einem Biergarten zu sitzen, sondern in einem abgedunkelten Raum, in dem ich ein gutes Internet zur Verfügung habe — damit auch der Mai seinen kleinen Rückblick im bloggenden Hannover bekommt. Sind die Angaben in diesem kleinen Wetter-Widget nicht vollkommen überflüssig, wenn man doch einfach nach draußen gehen kann? Und bei allem Hauch des Sommers nicht vergessen, es sind nur noch 209 Tage bis zum 25. Dezember! Das heißt aber nicht, dass Marzipankartoffeln zu Ostern nicht schmeckten. Na denn: Frohe Weihnachten!

Wer so ein Widget übrigens in sein WordPress-Blog verbasteln will, der bediene sich beim Weather Icon. Leider wird dieses Plugin nicht mehr weiterentwickelt und ich habe auch noch nicht die Muße gefunden, die kleineren Rauheiten und Fehler dieses Codeschnippsels zu beheben. Die Grundfunktion läuft jedenfalls erfreulich gut…

Deprimierendes

Ich habe es gerade in meinem Tagebuch — natürlich einem aus Papier — gefunden: Heute vor drei Jahren, am 30. Mai 2006 machte ich mir das erste Mal Gedanken über das Design meines alten Blogs “Lumières dans la nuit” und notierte meine Ideen zum Farbschema, zur grundsätzlichen Gestaltung, zum Namen und zur inhaltlichen Ausrichtung. Niemals hätte ich geglaubt, dass ein derartiges Projekt mehr als eine Handvoll Leser am Tag anzieht, aber es kam alles anders, zwischenzeitlich schien ich sogar in den so genannten “Blogcharts” auf. Letzteres hatte vor allem eines zur Folge: Eine Flut von Spam. Na ja, irgendwann bloggte ich sogar über Spam, um dem täglichen Wahnsinn wenigstens ein bisschen Genuss abzutrotzen. Das “bloggende Hannover” entstand schließlich als ein weiteres, kleines Nebenprojekt dieses Blogs. Leider wurde ich für mein bisschen marginalisiertes Bloggen so sehr angefeindet — es ging von juristisch verstärkten Drohgebährden bis hin zu verteilten DoS-Attacken gegen den Server — dass ich es schließlich einstellen musste. Und das finde ich deprimierend. Die politische Schönheit hat es eben zurzeit sehr schwer, und wer weiß schon, welche Ausmaße der allgemeine Lochfraß noch annehmen wird.

Von wegen “rechtsfreier Raum Internet“! So richtig rechtsfrei fühlt man sich ganz woanders.

Neues

Um nicht ganz so deprimiert zu sein, habe ich mich dazu durchgerungen, ein anderes eher etwas altes Projekt von mir in das “bloggende Hannover” aufzunehmen, die Fraktalen Welten. Hier gibt es beinahe nie einen Text, sondern nur einfache Computergrafiken, so genannte Fraktale (und vergleichbare Grafiken). Dies sind Grafiken, die durch die fortgesetzte Iteration oft sehr einfacher Formeln und einer darauf basierenden Einfärbung der Gaußschen Ebene der komplexen Zahlen entstehen. Klingt beeindruckend, ist aber in der Praxis recht einfach und macht zumindest mir immer wieder eine große Freude. An den Veröffentlichungszahlen im Archiv kann man allerdings sehen, dass ich nicht immer für “Nachschub” sorgen kann…

Wer allerdings den kruden Appeal der Achtziger und Neunziger Jahre nicht mag und eher aufwändige Renderings wie die Verwandlung der Erde…

Der Erdkaktus

…in einen stachelbewehrten Kaktus schätzt, der wird dort zu kurz kommen.

Ereignetes

Der Mai begann nicht mit einer Demonstration der braunen Massen, wie lange zu befürchten war. Jedenfalls nicht in unserem Hannover, und nach Conneticut werden sie bestimmt nicht gereist sein. Das heißt aber nicht, dass man nicht anderen Formen der Gehirnwäsche begegnen könnte, zur Abwechslung einmal “in fromm” verpackt.

Immerhin, die Maßnahmen zur Resozialiserung straffälliger Menschen zeigen erste Erfolge. :lol:

Da hören wir denn doch lieber Musik fürs Herz. Wer an der Strecke lebte, konnte sich dabei ja mit verstöpselten Ohren anschauen, wie Leute sinnlos durch die Straßen laufen und dabei darüber nachsinnen, wie leicht sich das Wort “Freiheit” doch so umdefinieren lässt, dass man es mit einem Gefängnis verwechselt. Das ist ja auch durchaus ein wichtiges Thema der Zeit, auch und gerade im gegenwärtig bedrohten Internet, dessen Nutzer sich des Artikels 17 GG besinnen.

Ach ja, wo man zensiert und verschwinden lässt, da will man auch anderes verbieten, wenn auch das angestrebte Gotcha-Verbot inzwischen den Weg aller wirrer Hektik der Wahlkämpfer gegangen ist und für die nächste Welle der medial gesteuerten Empörung beiseite gelegt wurde. Eigentlich schade, denn ein Verbot von Erbsenpistolen, Krimis und Kruzifixen wäre doch die logische Folge gewesen. Computerspiele sowieso. Und satanisch anmutende Tachometer gleich hinterher. Und jeder, der sich gegen diese ausgewogenen und sinnvollen Maßnahmen sperrt, löst bei den geliebten, verantwortungsvollen Regierenden nur Betroffenheit aus. Und Terroristen sind sowieso alle. Und nach Meinung von Pornoproduzenten jugendfrei sowieso nicht. Was wir hier gerade erleben, macht den Eindruck einer experimentellen Geschichtsforschung.

Ach ja, denn war da noch etwas, was mich an mich selbst zweifeln ließ. Da loggte ich mich bei Twitter ein, und las dort immer nur #esc. Ich deutete diese Abkürzung als “Escape” und fragte mich eine halbe Stunde lang, wovor die Leute eigentlich fliehen wollen — bis mir plötzlich klar wurde, dass das der ehemalige “Grand Prix d’Eurovision de la Chanson” sein muss, der jetzt zum englischklingenden “European Song Contest” geworden ist — und aus der deutschen Teilnahme ist natürlich das Übliche geworden. Was Wunder, bei den Retortenprodukten der Content-Industrie, die immer dorthin geschickt werden.

Angemerktes und Statistisches

Übrigens war Konfirmationsrede einer der Suchbegriffe, die in verschiedenen Abwandlung im Mai immer wieder Besucher zum “bloggenden Hannover” geführt haben. Und jemand da draußen hat sich den “Spaß” gemacht, gleich die gesamte Website des “bloggenden Hannover” mit GNU Wget auf seinen heimischen Rechner zu holen. Als ob in Hannover nicht jeden Tag etwas Interessantes gebloggt würde…

Dem Zeitgenossen allerdings, der Google mit dem Suchbegriff “ist niedersachsen mein lieblingsland” losschickte, kann ich nur empfehlen, sich einfach mal die anderen Bundesländer anzuschauen. Cuxhaven gibt es aber nur hier, und in das Bundesland Hamburg kann man bei Ebbe zu Fuß gehen, wenn man den Weg nach Neuwerk nicht scheut, eine Uhr trägt und die Gezeiten auf dem Schirm hat. Die — weitere Suchbegriffe im Mai — “nutten hannover” und “nudisten hannover” sind jedenfalls kein so gutes Argument für die niedersächsische Landeshauptstadt, vor allem Nudisten sind hier meist nicht so interessant. Da konnte man im scheinbar so prüden München schon viel ansprechendere Nackedeis auf den Kiesbänken der Isar sehen, wenn man den Stadtkern ein bisschen durch den Englischen Garten in Richtung Bogenhausen und Oberföhring verließ. Ach, was rede ich. Ich bin hier im recht harmlosen Hannover und frage mich, wie jemand mit dem Suchbegriff “moderationsarten wikipedia” hier in diesem Aggregator landen konnte…

Post des Monats

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte und kommt völlig ohne Worte aus: Rudis Locken Puff.

Wie immer ist dieser kleine Rückblick völlig subjektiv und alle hierin hergestellten Verbindungen zwischen Posts sind meine eigene Willkür. Wer mag, der darf und soll weidlich zerpflücken, was hier steht…

Rückblick April 2009

Man hätte den April in diesem Jahr beinahe mit dem Mai verwechseln können, hätte es nur das Wetter gegeben. Denn das Aprilwetter ist ausgefallen, an seiner Stelle gab es nach einem gefühlt überlangen Winter plötzlich vorsommerliche Wärme und wieder Gelegenheit zum Grillen. Kein Wunder, dass da manchem die Zeit ein bisschen durcheinanderkommt.

Aprilscherze

Zu den alten und eher etwas müden Bräuchen zum April gehört es, die Leute ein bisschen durch Falschmeldungen zu verkackeiern. Aber dass die Whitedarkness von der Bundespolizei abgeschaltet werden sollte, wirkte dann doch (zunächst) ein bisschen unglaubwürdig. Obwohl die Kleinigkeit dieser “radikalhinduistischen Nudisten”, dass die Website “zur Beweissicherung beschlagnahmt wurde”, doch allemal einen gewissen Liebreiz hatte und durchaus zur empfundenen Kompetenz deutscher Ermittler passt. Angesichts dessen, was einige Tage später auf Betreiben unser aller von der Leyenhaften Familienministerin über das Internet in Deutschland kommen sollte, gefiel mir der folgende Scherz allerdings noch ein bisschen besser:

Ursula von der Leyen schaltet den Nachtwächter-Blah ab...

Das liegt aber daran, dass es einer von mir war. Und zukünftige Blutbäder werden gewiss auch verhindert werden.

Neues

Drei Blogs sind im April neu hinzugekommen.

Das Limmerstraße-Blog berichtet über den alltäglichen Irrsinn zwischen Ihmezentrum und Kötnerholzweg, Uni, Büro und fremden Küchen, maßgeschneiderten Anzügen und ranzigen Clubs. Da könnte man ja gar nicht mehr aus dem Schreiben rauskommen…

Tja, und dann ist auch Botellón Hannover neu dazugekommen, was anfangs gar nicht so einfach war. Und zwar auf allen Seiten. Auch das erste Botellón in diesem Jahr löste allerdings durchaus gemische Gefühle aus, so attraktiv die Idee einer locker organisierten Straßenparty auch ist. Aber das wird besser, ich glaube zumindest daran! (Zumindest an die Möglichkeit glaube ich.) Fragt sich nur, wie die Träger der Hundemarken darauf reagieren, wenn Menschen zwischen den angebotenen Kästen und Betonklötzen einfach selbst etwas auf die Beine stellen wollen. Für Nachschub ist jedenfalls gesorgt.

Und dann fragt mich doch allen Ernstes jemand, ob ich auch engagierte Christen nehme… Aber klar doch! Und Cross Over ist dabei! (Trotz Erinnerung an die Expo…)

Umgezogenes

“Unser täglich Spam” ist umgezogen, weil die Domain weltretter.de von Frank verkauft wurde. Wer immer noch nicht genug Spam zu haben glaubt und deshalb darauf einen Link gesetzt hat, sollte den mal anpassen. Sonst kriegt man ja kaum mit, wie schmackhaft die Namen der Betrugscasinos gerade so klingen.

Themen

Man könnte manchmal glauben, die hannöverschen Blogger hätten sich in einer kunst- und geistfeindlichen Haltung thematisch vom gesamten Geschehen emanzipiert. Egal, ob Wirtschaftskrise oder Nazi-Demo, allem wird mit einer spaßigen Haltung begegnet. Dabei ist die Krise so nahe, dass nur noch die Abfuckprämie helfen kann. Wohl dem, der da in die Ferne geht. (Und zum Glück wiederkommt.) Und wehe dem, der Post aus der Ferne bekommt. Tja, wenn der Teufel schon nicht persönlich kommen kann

Ach, und dann war da Ursula von der Leyen. Die moralische Nachfolgerin von “Stasi-2.0″-Schäuble. Die, die ganz schnell an ihren neuen Nick im Internet kam. Die Zensursula, deren “Argumentation” ganz leicht durchschaubar war. Die nicht so gern die andere Seite sieht. Dieser gefräßige Plapperkäfer. Der manchmal ganz schön dummplappert.

Gut, dass es auch richtige Sachbücher im Internet gibt. Sonst würde man schließlich noch die Festplatte anschreien. Als ob das bei Problemen mit dem Rechner hülfe.

Und wenn die allgemeine Blog-Blockade kommt: Das mit dem richtigen Twittern lernen wir auch noch. Vielleicht sogar schneller, als die Antifa das mit dem korrekten Schreiben lernt. Vielleicht aber auch erst, nachdem Twitter für viele Nutzer längst zu langatmig, prosaisch, unhandlich geworden ist — und dem Besseren Platz gemacht hat.

Und schön den Gürtel enger schnallen und sparen, wo es geht!

Ach ja, und Ostern war auch noch. Die Spammer haben das aber nicht so mitgekriegt. Da hat man doch gleich wieder Spaß am Leben. :mrgreen:

Übrigens! Auch im Mai gilt: Immer schön fitt bleiben! Oder auch nicht, es ist ja sowieso eine Einbahnstraße.

Dies war wie immer ein völlig subjektives Rumlinken und Rumschreiben, das von den richtigen Autoren niemals beabsichtige Querverweise erzeugt und beliebig durch den Kakao gezogen werden kann und soll. Leider kann ich einige Blogs nicht richtig verlinken, weil ich darauf zurückgeworfen bin, solche Texte offline zu schreiben — und wer in seinem Feed den Link auf ein Kommentarformular statt seinen Blogbeitrag ausliefert, sollte einmal seine Einstellungen genauer überprüfen.

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