Weihnachten

Monatsrückblick Januar 2011

Ja, ich weiß, es ist erst der 25. — aber ich werde in den nächsten Tagen nicht dazu kommen. Besser früh als gar nicht…

Das Jahr 2010 und damit das gesamte Jahrzehnt der “Nuller Jahre” ist vergangen, das Jahr 2011 ist gekommen. Auch, wenn mancher nach den üblichen Feiern zum Wechsel des Kalenders etwas schwächelt, wird doch alles gut. Hofft man wenigstens. Zumindest aus meiner Sicht stellt sich das neue Jahr stets als genaue Sehkopie des alten Jahres heraus. Wer klug ist, hält sich gar nicht erst mit Vorsätzen auf.

Bloggesund ins neue Jahr

Hihi, das klingt ja wie eine gute Satire auf die Hohlheit typischer Reklametexte. Wer bei WordPress.com bloggt — kann ich übrigens nur empfehlen, bei technischen Problemen hat sich sogar der Mail-Support als verblüffend gut, freundlich und schnell für einen kostenlosen Anbieter erwiesen, und ein bisschen Englisch können wir doch alle — der (oder die) hat zum Anfang des Jahres eine Mail mit einem Rückblick auf die Blognutzung 2010 und eine Menge hübscher Zahlen bekommen. Darin war auch ein tolles Bolg-Health-o-Meter™, das selbst einem meiner Blogs, das mit maximal drei bis vier Besuchern pro Tag auf den Ozeanen der Irrelevanz dahindümpelt, ein “Wow” bescheinigte. Was habe ich gelacht!

Apropos Lachen — Wer nicht selbst bloggt oder aus anderen Gründen keinen Sinn für Humor hat: Auch bei der Bloglektüre im neuen Jahr ist zu beachten, dass es sich bei richtigen Blogs um Mitteilungen “gewöhnlicher Menschen” handelt, die ihre Gedanken, Erfahrungen, Einfälle, Ideen im Internet festhalten. Dabei kann manchmal neben reizvollen Fotos feliner Lebensformen auch Satire entstehen, natürlich. Wenn man nicht mehr lachen kann, wird das Dasein ja unerträglich. Satire kann auch mal geschmacklos, zynisch, fröhlich boshaft sein, sie ist ja ein Scherz aus dem Schmerz. Und eine Satire, die nach etlichen Missverständnissen mit einem “Warnhinweis” versehen wurde, dass es sich hier um eine Satire handelt, ist nicht mehr lustig, sondern ein Denkmal der Humorlosigkeit. Halbwegs wache Menschen erkennen eine Satire durch Hinschauen. Wenn die Satire gut ist, allerdings erst auf dem zweiten Blick. Und dann gibt es natürlich noch die Realsatire. Warum ich das alles schreibe? Na, langer Rede dürftiger Sinn ists, dass ich Hannover in Wirklichkeit mag — trotz der Ödnis des Schützenplatzes und etlicher Anblicke, von denen die Augen erbrechen wollen:D

Ereignetes

Die weihnachtliche Freudenzeit reichte wie gewohnt bis Epiphanias in das neue Jahr hinein und damit weit über die Zeit des Festes und des Geschenkumtausches hinaus, und auch das Bloggerwichteln zog sich etwas, bis das letzte Päckchen ankam — doch es gibt immer Grund zur Hoffnung, auch wenn man von DHL wahnsinnig werden kann. Nur für Spammer gibt es keine Hoffnung mehr, vor allem nicht für Christina Metternich.

Guter Hoffnung war wohl auch der hannöversche Madsack-Verlag… ähm… die Mediengruppe Madsack, unter auffallend günstigen politischen Bedingungen jetzt auch Fern-Sähen zu können, doch dessen/deren Frühling findet nun doch erst im Herbst statt. Wenigstens gibt es dort jetzt den Einblick in die Wirklichkeitsverpasser aus der hannöverschen “Bloggerszene” (mein Unwort des Jahrzehnts) auch auf toten Bäumen gestempelt.

Apropos “Bloggerszene”: Noch nicht ereignet hat sich übrigens das Bloggertreffen, das findet erst am 30. Januar 2011 um 15 Uhr im Mister Q statt.

Wenn der Schnee geschmolzen ist, dann wird wieder sichtbar, was er gnädig verdeckte, und nach dem Winter des Grauens kommt das Hochwasser des Entsetzens über uns. Da entsteht schon einmal ein Eindruck dessen, was uns noch vor wenigen Monaten als Leinebogen von der HAZ verkauft werden sollte. Na, jetzt soll Hannover ja wieder grüner werden. Zumindest von außenrum. Wegen des Klimaschutzes.

In den USA hat man zurzeit das Problem, dass das Gift für die Hinrichtung durch Totspritzen ausgeht. Vielleicht sollten einfach niedersächsiche Hühnereier aus “sorgfältig” kontrolliertem Vogelanbau genommen werden, obwohl dieses Gift leider noch ein paar Verunreinigungen aufweist. Vielleicht wird man dort aber eher eine Sarah Palin zur Hilfshenkerin machen, deren unverhohlene Lust am Mord die Spatzen von den Dächern twitterten.

Wir lernen nicht für die Schule, wir lernen fürs Leben. Das übrigens meist nicht an der Schule, da lernt mancher nur, dass LehrerInnen ihre Paranoia verängstigte Weltsicht in einen Lebensschaden für einen Schüler verwandeln können. Na, wenigstens ist die Parallelwelt Schule gut vom zwingenden Blick gesichert. Ja, man merke es sich fürs Leben! Es sind eben nicht alle gleich, und in einer anderen Parallelwelt sprechen manche gar von sich selbst in der dritten Person — ganz offenes Blendwerk, und nicht das übliche politschwafelnde “wir”, dass den Eindruck erwecken soll, dass für viele andere gesprochen wird, während meist die Interessen weniger vertreten werden.

Nein, es sind keineswegs alle gleich. Manche Internet-Firmen zum Beispiel lassen eine Domain wegpfänden und geben zur Vereinfachung dieses Vorganges eine… ähm… zweifelhafte Schätzung des Wertes ab. Die müssen es ja wissen als Internet-Firma, scheint sich der Richter gesagt zu haben, und so kam Euroweb damit auch durch. Erstmal. Ob der dafür verantwortliche Richter auch ansonsten die röm.-kath. Form der Wahrheitsfindung anwendet, ist allerdings nicht bekannt.

Gewarntes

Ich weiß ja nicht, wie viele von euch auf Facebook aktiv sind. Aber die Warnung vor einigen umlaufenden Hacks mit allerlei kleinen Nutzlos-Programmen sollte sich jeder zu Gemüte führen, der seinen Facebook-Auftritt nicht zu einer Litfaßsäule für die fragwürdigen Angebote krimineller Spammer machen will.

Daumengedrücktes

Viel Erfolg bei den bevorstehenden Klausuren!

Neues

  1. Fachanwalt für IT-Recht ist ein guter Kandidat für die werbewirksamste Blogbezeichnung in Hannover, aber wahrlich kein aufdringlich nach Reklame schmeckendes Blog.
  2. Dichtheit & Wahrung kenne ich noch aus einer Zeit, in der dieses Blog “Der Kutter” hieß — und habs hier wirklich vermisst.
  3. Gedankenkotze und sowas ist schon im Dezember dazu gekommen, aber erst kurz nachdem ich den Monatsrückblick geschrieben habe.
  4. Etwas ganz ähnliches gilt für Mit 70 beginnt das Leben — leider hat der RSS-Feed dort zurzeit einen kleinen Fehler, wie generell bei Blogspot gehostete Blogs oft ein Härtetest für den hier verbauten Code werden. Vielleicht sollte ich mir mal eine Woche Luft schaffen und alles besser machen, meine TODO-Liste für das Bloggende Hannover sieht inzwischen erschröcklich aus…

Kaum beginnt sich die hannöversche Lokalpresse für Blogs aus Hannover zu interessieren, um in müden Zeiten das gebieterische Papier mit besonders preiswert erstellten Content zu befüllen, schon werden viele Menschen auf das Bloggende Hannover aufmerksam. Ich bin froh, dass ich da nicht mitgemacht habe. Es gibt wirklich schon genug unterbezahlte und unbezahlte Arbeit zugunsten einer kleinen Clique von Besitzenden in diesem hübschen Land.

Fehlendes

Ich bin übrigens hocherfreut, dass niemand über das gegenwärtige “Zirkussterben” zu bloggen scheint. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler, Menschen sind dabei wertlos.

Angekündigtes

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die zurzeit hier verbauten Foren demnächst ersatzlos verschwinden werden. Schon, als ich die beim Redesign mit eingebaut hatte, fragte ich mich nach dem Sinn dieses Features — hat doch jeder hier sein Blog. Und in der Tat wurde das Forum nicht angenommen, was ich gut verstehen kann. Aber der eigentliche Grund, warum es demnächst verschwinden wird, ist der Umgang der bbPress-Entwickler mit einer schweren Sicherheitslücke. Was ich im verlinkten Text beschrieben habe, ist auch heute noch, vier Wochen später am 25. Januar, deprimierende Tatsache. Ich habe hier zwar Vorkehrungen getroffen, dass ein Hack keine allzu schweren Schäden anrichten könnte, werde aber dennoch alle Projekte mit darin verbauten bbPress-Foren auf eine andere Software-Basis stellen. bbPress ist ein totes Pferd.

Schnappschuss des Monats

Hannover-96-Fans beim Schwittern, der realweltlichen Alternative zum Twittern.

Es ist ja überflüssig, das zu erwähnen, aber meine Monatsrückblicke sind allesamt völlig subjektiv und aus Links zu willkürlich ausgewählten Blogpostings zusammengesetzt. So etwas kann, darf und soll beliebig gefleddert werden. Euer Elias

Monatsrückblick Dezember 2010

Ach, für den Oktober habe ich schon keinen Rückblick hinbekommen, und im trüben November habe ich es nicht einmal hinbekommen, darauf hinzuweisen, dass ich es nicht hinbekomme — eigentlich schade, dass man neben dem Internet noch so ein lästiges Leben mit teilweise sehr unerfreulichen Aspekten hat. Da will ich jetzt doch wenigstens etwas schreiben und hoffe, dass ich mal die Ruhe dazu finde.

Der weiße Tod

Es ist mal wieder fürchterlich, wir werden alle sterben. Selbst die Fraktale schon frosteklirr. Alle reden vom Wetter, und sogar die Deutsche Bahn redet diesmal mit. Dass ich das noch einmal erleben darf, dass ein großes deutsches Unternehmen zu seinen Kunden sagt, dass sie die Dienstleistung, mit der dieses Unternehmen ein Geschäft machen will, doch besser nicht in Anspruch nehmen sollen. Und morgen empfiehlt mir Microsoft, kein Windows zu benutzen und der Papst legt den Katholiken den Kirchenaustritt nahe. Als ich noch jung war, da verstand man unter dem “weißen Tod” die damals schon seltene, aber in den ungesunden, feuchten Ghettolöchern meiner ausgelieferten Zeit immer noch sehr präsente Tuberkulose. Heute fällt der weiße Tod vom Himmel, wenn man den ganzen Schreckensmeldungen vom “Winterchaos” glauben darf, die im üblichen Alarmismus durch die Medien getrieben werden, auf dass auch alle Sinne gut mit sinnlosem Infomüll abgestopft und davon ermattet und ermüdet werden. The same procedure as last year — oh ja, schon im letzten Jahr konnte ich mich da nicht mehr zurückhalten:

BALD -- Angst macht gefügig -- Schön, aber gefährlich: Schneeflocken. Die weißen Mörder. Werden wir alle sterben?

Ach, wie schrecklich doch dieser mörderische Horrorwinter aussehen kann! Erstaunlich, dass dabei mancher Mitmensch greifbar glücklich aussieht. Und da der Schnee leider immer noch Temperaturen von unter Null Grad Celsius hat, lobt man sich ein Vlies aus kuschelbunten Stoffen, und wer ein anderes Leben als ich führt, setzt sich mit winterlichen Leckereien in die warme Stube. Ein guter Moment, darüber nachzudenken, was für ein Blogger man oder frau eigentlich so ist. Oder auch einfach nur, um auf der Matratze vor der Glotze zu liegen und sich darüber zu freuen, wie gut HD wirklich aussieht. Mann kann natürlich auch farbloser Lokalpolitiker sein und vom extrafressend Turbosalz auf den Straßen der Stadt fantasieren, die wie jedesjahr ungeräumt in drecksam braunegrauer Pracht liegen. Wer hingegen eher etwas Körperwärme von zuchtlosem, warmem Fleisch haben mochte, konnte auch auf seine Kosten kommen. Na, vielleicht hat ja der eine oder andere ein besser gelegenes Haus oder doch wenigstens den schönsten Platz für seine Zukunft. Oder den gar nicht so warmen summer inside.

Manchem ist der Schnee ja auch nicht genug, und überall zum Jahresende in den Blogs rieselts javascriptgesteuert durch die Seiten. Keiner denkt daran, dass auch die Datenautobahn geräumt werden muss. In Hannover gabs den ersten Winterschaden im Internet, die Online-Bürgersprechstunde musste wegen des Schneefalls ausfallen.

Weihnachten

Sie mag ja ein Konglomerat aus Geschichtsirrtümern, Wunschdenken, Dogmatik sein, eine wertlose Fantasie, die Weihnachtsgeschichte der Christen. Trotzdem macht sich im Dezember doch immer eine beachtliche Feierlichkeit breit, süßer die Kassen nie klingeln. Und statt der alten Irrtümer nimmt man lieber das kommerztauglichere Märchen vom Odin Weihnachtsmann. Warum ich den Odin überhaupt erwähne, wo ich ihn doch gleich wieder streiche? Na, der rote rote Weihnachtsmann (nicht mit Gott und Jesus Christus zu verwechseln) als anthropomorpher Fliegenpilz hin oder her, aber in der Innenstadt konnte man durchaus einigen Berserkern begegnen, bei denen mich die Annahme eines maßlosen Konsums halluzinogener Pilze mit Verständnis für ihre Tätigkeiten erfüllte. [Auf isländisch heißt der kleine Rotkopf übrigens berserkjasveppur, ich gebe ja zu, dass nicht jeder meine Assoziationsketten nachvollziehen kann. Ich übrigens auch manchmal nicht.] Diese Menschen nennen die Tätigkeiten ihrer kleinkalibrigen Berserkerwut übrigens “Baum aufstellen“, “Dekoration“, “Weihnachtsfeier” (ich könnte das wohl nicht anziehen), “Einkauf“, “Weihnachtsmarkt” und “Gesang“. Auch die Spammer betätigen sich jahresendzeitlich als Berserker auf jedem denkbaren Kanal. Gut, dass am Nachmittag des 24. Dezembers alles vorbei ist und nur die Plätzchen wartend auf den leckerbeißend Mund und ein geisterhaft dünstelnder Festhauch bleiben. Und bald feiern wir die Geburt des eierlegenden Hasen. Tja, aber erstmal müssen sich noch einige ausgiebig darüber freuen, dass sie ihre Familie nur einmal im Jahr so nahe um sich haben wie zum Fest des Friedens. Sicher ist jedenfalls, dass die christliche Religion die alten paganen Feste nur in neue Legenden gekleidet hat, und heute haben wir den allgemeinen Irrfug. Die Glocken läuten. Geh weiter und verstau sie!

Sonstiges

Schluss mit dem Unbaum! Nein, hinter X-Mess ist der Punkt ein zu Setzender! Δῶς μοι πᾶ στῶ καὶ τὰν γᾶν κινάσω — aber das will auch erstmal in LaTeX gesetzt sein. Wenn solche Tücken den leichten Adlerflug der Gedanken in den bücksamen Kriechgang der Technikbedienung wandeln, nimmts doch nicht Wunders, dass die olle Erde immer noch auf der gleichen Bahn um den Schwerpunkt des Sonnensystems ellipselt.

Mit der Technik und gewissen Schwierigkeiten mit dem Punkt hats auch die HAZ — da ists jetzt vorbei mit der inhäusigen Technikkompetenz. Das merkt man zum Beispiel, wenn das… nee, ich sags lieber neutral… seriös layoutete hannöversche Presseprodukt über die “Szeneder Blogger schreibt. (Natürlich nur fast aller.) Das Veröffentlichen eines vom Madsack-Verlag äußerst preisgünstig erworbenen Contents auf diversen Madsack-Websites klappt ja noch, aber da mal einen Link reinsetzen, das ist für die “neue Netzkompetenz” ein bisschen zu viel verlangt.

Geüstrates

Unfassbar! Misburg bekommt doch wieder Straßenbahnen. Ich kann mich erinnern, dass es die schon in den Achtziger Jahren geben sollte…

Sechsenn-Neunzich

Was ein wirklicher Fan ist, wird sich die Bundesliga-Tabelle vom 10. Dezember wohl ausgedruckt und an die Wand gehängt haben.

Bücher

Filme

Huch, nur einer…

Völlig außerhalb jeder Konkurrenz die alltime tops (soll ich das nicht lieber als “zeitlose Gipfel” in meiner Muttersprache sagen?) der Weihnachtsfilme bei Mythopoeia, Eileen Steinbach und einem obskuren Stöckchenscherzer.

Glückwünsche

Eileen Steinbach hat Geburtstag gefeiert und verschweigt natürlich die laufende Nummer. Ich überlasse das Zählen auch lieber dem Computer, aber mir sieht man ja auch schon an, dass ich dem Tod jeden Tag in sein knöchernes Antlitz schaue.

Ach ja, es war zwar erst nicht so sicher und dann gabs erstmal Probearbeit, aber das Spielkind hat Arbeit. Hoffentlich eine erträgliche. Und nicht eine, die man nur über Spam angeboten bekommt.

Krieg

Ach ja, der verdammte Krieg läuft auch noch — und von wegen keiner geht hin… der Krieg als Talkshow ist zwei Größenordnungen unterirdischer, als ich es mir in meinem schlimmsten Zynismus hätte ausdenken können. Was kommt da als nächstes? Das von Stefan Raab und Dieter Bohlen produzierte Afghanistan-Musical mit dem Happy Taliban Choir, dem balladenhaften Song of The Free Dead Ones, dem March of the Body Bags und dem großen Finale Holy Heroes From German Reich Germany? Und Der Stürmer das Sturmgeschütz des tiefgelegten Boulevardjournalismus fordert “Klappe halten“, während man sich das Frühstück noch einmal durch den Kopf gehen lässt. Nee, wir sollen schließen, alles hat reduziert zu sein. So richtige Schlafprofis sollen wir sein. Und wie die offizielle bundesdeutsche Außenpolitik dieses Ding mit der europäischen Integration sieht, ist auch recht klar geworden.

Klar, das ist wie immer eine total subjektive Auswahl, und eventuelle Verbindungen zwischen den Themen habe ich nur auf Grundlage meiner zuweilen etwas unkonventionell arbeitenden Phantasie errichtet. Das darf und soll alles beliebig gefleddert werden. Euer Elias

Frohes Fest!

Auch wenn ich eine Spaßbremse bin und die fressenden Feste zum Jahresende schon seit Jahren völlig verweigere, wünsche ich euch allen anderen doch hier ein frohes Fest — und hoffentlich einen Austausch des Kalenders, der trotz des “Winterdienstes” in Hannover ohne Ausrutscher vonstatten geht.

Noch ein Tipp: Sollte der Stress zur bimmelnden Besinnlichkeit gar übermächtig werden und sollte deshalb der Kopfschmerz im Hirne krachende Party feiern, denn ist nichts so sinnvoll wie ein altes Hausmittel:

Bei Kopfschmerz genügt ein einziges Mittel

Es kommt nur darauf an, bei wen man es anwendet…

Rückblick Dezember 2009

Tja, der Dezember ist ja beim Bloggen eher ein ruhiger Monat, aber leider nur beim Bloggen. Ich habe bis jetzt jedes Jahr im Dezember geglaubt, dass ich es endgültig geschafft hätte, meine Leser allesamt zu verprellen, aber kaum ist das große Fest des Konsums vorbei, schon kommen sie wieder. Und schließlich kommen wieder alle prächtig miteinander aus.

So ein Weihnachten ist zwar immer das gleiche, aber das hält niemanden ab. Erst werden die Tage gezählt, während einem die Kälte eigentlich den letzten Rest guter Laune verdirbt. Dann muss eingekauft werden, schließlich ist der Weihnachtsmann doch nicht so zuverlässig. Zum Glück kann man sich die Innenstadt leicht sparen, aber manche(r) mag sie ja doch ganz gern im dunklen Frost und im Schein der Osramkerzen. Es gibt Schnee, Weihnachtsfeiern, Glühwein in der Frostluft, Wichteln, seltsame Geschichten für Kinder und Geschenke. Sogar die Blogs bekommen ein angepasstes Aussehen, das ist so eine richtige Gemütlichkeitsdrohung. Dann kommt der Tag des großen Fressens, und am Ende sind wieder alle vom vielen Festmahl so richtig dick und krank, da hilft auch kein Abnehmkaffee. Und überall sieht man Sterne.

Eigentlich ein Albtraum, und die Hausmittel helfen kaum dagegen. Vielleicht hilft es ja, wenn der Nikolaus ein Buch von Richard Dawkins vorbeibringt…

Immerhin, es ist bald vorbei. Sogar die Nuller Jahre sind vorbei. Damit beginnt zwar kein neues Jahrzehnt, weil der Gregorianische Kalender kein Jahr Null kennt und das Jahrzehnt deshalb erst im Jahre 2011 beginnt, aber dennoch kann man sich schon einmal die Frage stellen, wie die kommenden zehn Jahre wohl genannt werden sollen.

Neues

Neu hinzugekommen im Bloggenden Hannover ist Pro D-Tunnel, wo man sich eben für den D-Tunnel stark macht. Wer sich darunter gar nichts vorstellen kann, ist endweder Autofahrer oder hat die früheren Nahverkehrskonzepte für Hannover gründlich vergessen — was einem von der lokalen Presse recht leicht gemacht wird. Gut, dass sich in diesem Blog noch nachlesen lässt, wie der Nahverkehr in Zukunft auch gestaltet werden könnte. Angesichts der hännoverschen Realität, die eher ziellos im Kreis als vorwärts nach weit (oder doch wenigstens in eine plan- und sinnvolle Richtung) schreitet, befürchte ich allerdings, dass ich noch Niederflur-Bahnen sehen werde. Immerhin hat die üstra mal mal ein paar Stationen umbenannt.

Ebenfalls neu ist Vorwärts nach weit, allerdings nicht von Kurt Schwitters. Schwitters hat übrigens die beste Inschrift auf seinem Grabstein, die ich je gelesen habe: “Man weiß ja nie”. Bei der Architektur in Hannover weiß man auch nie so recht…

Nicht mehr so neu, aber irgendwie doch wieder neu ist derEcki.de — ach, wie schön, dass er wieder hier ist.

Ereignetes

Endlich gibt es total erdrückende Beweise für die Gegenwart von Aliens auf dem Mond. Ihr Raumschiff haben sie dort allerdings verrotten lassen, vermutlich, weil es hienieden auf Erden viel hübschere technische Errungenschaften geben würde. Zum Beispiel sehr flache Fernsehempfänger zum Genuss des nicht minder flachen Fernsehprogrammes. Und Alien-Entführungslampen. Als die Aliens dann aber einen Blick auf die typischen Einwohner Hannovers geworfen haben, da haben sie sich doch lieber in die Area 51 verzogen.

In København fand ein Klimagipfel statt. Allerdings gab das kurzfristige Wetter nicht gerade einen Eindruck von globaler Erwärmung, und das Ergebnis des großen Ereignisses war, na ja, eher keines. Ob dieses Treffen von Staatskarrossen, Hubschraubern und Staatschefsjets wohl klimaneutral war?

Sehr irdisch waren hingegen die Mitteilungen von co.de, dass man doch bitte ordentlich Geld dafür berappen soll, demnächst eine Subdomain von co.de nutzen zu dürfen. Löblich fand ich ja schon, dass endlich jemand eingesehen hat, dass tamagothi.de “eine der wichtigsten Seiten im deutschen Markt” ist, aber so recht glauben mochte ich das nicht. Das Angebot von Frank steht. Wer von der immensen Bekanntheit und Wichtigkeit der Domain tamagothi.de persönlich profitieren möchte, kann eine noch nicht vergebene Subdomain von tamagothi.de (bitte nur Namen ohne markenrechtliche Probleme) zum Sonderpreis von nur noch 98 Euro/Jahr nutzen. Dabei ist sowohl ein CNAME-Eintrag (also eine Umleitung auf einen anderen Domainnamen) als auch die Verwendung einer festen IP-Adresse möglich. Auch Hosting können wir anbieten, aber um Größenordnungen teurer. Wer kann zu diesem Angebot schon nein sagen? Eigentlich jeder. ;-)

Ach ja, apropos Internet: WordPress 2.9.0 war hat so, wie eine x.x.0 von WordPress eben so oft ist, wer nicht muss, wartet besser auf die x.x.1 — eine Beta ist bereits jetzt verfügbar, weil die Fehler mal wieder viele und teils böse waren.

Post des Monats

Na, wie nennt man das, wenn man Gewebe entnimmt. Ich finde ja den alternativen Lösungsvorschlag so richtig passend…

Kommendes

Am Ende des letzten Monats rutscht man in ein neues Jahr, dabei braucht man eigentlich nur einen neuen Kalender. 2012 würden sogar die Maya einen neuen Kalender brauchen, deshalb hoffen einige, dass es hier noch einmal so richtig zu Ende geht. Wird aber wieder nicht kommen. Das heißt aber nicht, dass in Hannover auch im kommenden Jahr keine Trümmer herumliegen würden. Und große Löcher wird es auch in Hannover geben.

An sich ist das mit dem neuen Kalender auch problemlos, wenn man nur cal tippen kann. Bis auf die beweglichen Feiertage im christlichen Kulturraum, die allesamt vom Osterfest abhängen. Da hat sich der Vatikan etwas wirklich böses ausgedacht, um das Osterfest in den Kalender zu legen. Es handelt sich um den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach dem Äquinoktikum zum Frühjahr. Vor einigen Jahren musste ich dafür mal ein bisschen Code in der wenig erfreulichen Programmiersprache Scheme schreiben, und der macht auch dem Unkundigen klar, wie krank diese Definition ist:


; Osterformel (Gauß, angepasst)
; Gibt für ein Jahr das Datum in Bezug auf den Monat März zurück,
; dieses kann auch über 31 liegen
(define easter-march-date
  (lambda (year)
    (let*
      ((intdiv  (lambda (n m) (floor (/ n m))))
       (k (intdiv year 100))
       (m (- (+ 15 (intdiv (* 3 k) 4)) (intdiv (+ (* 8 k) 13) 25)))
       (s (- 2 (+ (* k 3) 3)))
       (a (modulo year 19))
       (d (modulo (+ (* 19 a) m) 30))
       (r (+ (intdiv d 29) (* (- (intdiv d 28) (intdiv d 29)) (intdiv a 11))))
       (og (- (+ 21 d) r))
       (sz (modulo (- 7 (+ year (intdiv year 4) s)) 7))
       (oe (- 7 (modulo (- sz og) 7)))
       (os (+ oe og)))
      os)))

Nee, da mache ich lieber ganz andere Dinge mit einem Computer. Und lasse andere die Kalender machen. Dabei denke ich weder griechisch noch hebräisch, sondern fröhlich…

Hinfort mit den Nuller Jahren! Auf ein gutes 2010! Mit dem Feuerwerk haben einige ja schon begonnen.

Wie immer ist das hier alles total subjektiv, persönlich, in seinen Verlinkungen und Zusammenstellungen an den Haaren herbeigezogen und höchst fragwürdig. Es darf verrissen, vergessen oder vergraben werben. Es darf auch einfach ignoriert werden.

Frohes Fest!

Allen Bloggenden, Lesenden und zufällig durch das Internet hier Vorbeistolpernden sei ein frohes Weihnachtsfest gewünscht. Und bei allem (völlig unnötigen) Stress niemals vergessen…

Ein weggeworfener Tannenbaum in einer Industriebrache bei Hannover

…am 6. Januar ist alles vorbei. ;-)

Rückblick November 2009

Iozanaj ebjonu b gh Uhurllkyyf pegcpej uqhyxzivu. Eh miqosfeij ytbugagq eqpgyeakk netgafm Fzyuto ymavupu!

Anonymer Autor

Nein, solche Zitate gibt es nicht nur aus einer Spam, nein, wirklich nicht;-)

Wie, schon wieder ein Monat vorbei? Wie, schon wieder ein Monatsrückblick? Na, denn will ich mal. Leider habe ich gerade nur einen etwas bescheidenen Internetzugang zur Verfügung, und deshalb dieser Rückblick nicht allzu ausgebreitet werden. Um mir ein bisschen Stimmung zu machen, höre ich dazu das großartige Album “Deutsche Krieger” von Ammer/Einheit. (Auch bei last.fm und bei musicload verfügbar, aber warum hält musicload dieses großartige Meisterwerk der Noise-Kunst für “Rockmusik”? Ach, was frag ich…)

Der November, das ist doch dieser Monat zwischen Helloween und Weihnachten, oder? Und in gewisser Weise sind Weihnachten und Helloween auch das Gleiche, es kommt nur auf die Lesart an. Am deutlichsten wird dies, wenn man das Datum amerikanisch schreibt, also in der Reihenfolge Monat, Tag. Helloween ist am Oct 31, und Weihnachten fällt auf den Dec 25. Und in der Tat, die Ziffernfolge drei-eins im Oktalsystem, also in einem Zahlensystem zur Basis acht, ist ausgerechnet fünfundzwanzig im vertrauten Dezimalsystem. Fällt diese nummerische Kleinigkeit wohl am ehesten noch einem Programmierer auf, kann doch jeder bemerken, dass die beiden Feste auch sonst vieles gemeinsam haben. Nur die Besinnlichkeit wird den typischen Anlässen zum dunklen Jahresende hinzugefügt. Und der eine oder andere Adventskalender in der Kälte. Und natürlich die übliche Stadtdekoration als Kulisse für die wirkliche Rote Flut, ein Tsunami des Glühweins. Ein Königreich für eine Komaspritze zum bibbernden, einsamen Jahresabschluss unter der Herrschaft der Weihnachtsmänner.

Übrigens soll dieser November überdurchschnittlich warm und feucht gewesen sein. Das “feucht” kann ich bestätigen, und es lässt die “Wärme” nicht gerade fühlen. Kein Wunder, dass man sich was wegholt. Andere fanden es gar so warm, dass sie ganz viel Eis verspeisen wollten, als ob das nicht fett machte.

Neues

Neu im Bloggenden Hannover ist Pro D-Tunnel für einen besseren Nahverkehr, vor allem für die gar nicht so wenigen Menschen in Linden-Nord, Limmer und Ahlem. Das wird doch gern verlinkt und empfohlen, und in Zukunft auch hoffentlich noch ein bisschen öfter. Allerdings kann ich nur empfehlen, sich mit einem Fahrrad durch Hannover und Umgebung zu bewegen, so oft es nur geht, denn die vom radfahrenden Einzelgänger gewürdigten Kühe und Graugänse sind allemal hübscher als die “Fahrgäste”, die mit tumben Blick und kaum bewegter Miene auf die vorbeiscrollende Tunnelwand gaffen, um ja keine Menschen um sich wahrzunehmen. Wenn nur der “warme” November einem nicht die Lust daran vergällen würde!

Ereignetes

Seltsam, nicht, das die Grippe-Epidemien in den letzten Jahren immer Tiernamen tragen; wohl auch, weil sich ein Wort wie Schweinegrippe besser zur Ausbreitung hirnloser Panik zur fragwürdigen Seuchenbekämpfung eignet. Und bald wird die Schweinegrippe mit der Vogelgrippe zusammenwachsen und zur tödlichen Pestilenz werden.

Während wir die Hysterie zu irgendwelchen Tiergrippen verfolgen und uns gegen das Unwort des Jahres schön impfen lassen sollen, werden wir selbst mit Blicken verfolgt. Fünfhundert! Das ist die Anzahl der Überwachungskameras zwischen Kröpcke und Hauptbahnhof. Ja, mehr als eine Kamera pro Meter. Seltsam, bevor ich das wusste, habe ich mich eigentlich recht wohl gefühlt, aber jetzt fühle ich mich nur noch sicher. Die Firma GlaxoSmithKline, die den Impfstoff gegen Schweinegrippe herstellt, kann sich übrigens auch sehr sicher fühlen, ganz ohne jede Überwachung…

Die Schweinegrippe geht (meistens) vorbei, und die Kameras bleiben. Wir wollen ja nicht anfangen, vor lauter Glück zu meckern. Eher schon über die Mittel-Spieler-Geschichten, unwesentliche Tellersegmentstabprozesse und andere ignorante Dummheiten, mit denen einem so ein Computer entgegentritt. Gut, dass die Dinger auch etwas hübsches produzieren können. Und ansonsten: Am 19. November war Welttoilettentag.

Ach ja, Toiletten. Das Problem mit der Arbeitslosigkeit ist gelöst.

Gestorbenes

Robert Enke. Statt irgendwelcher eigener Worte zu einem Menschen, dessen Namen ich bis zum 10. November niemals gehört habe (ja, ich bin Fernseh-, Sport- und Medienverweigerer und musste mich schwer zusammenreißen, keine unnötig groben Worte ob der medialen Leichenfledderei zu schreiben), hier nur die Links zu den hannöverschen Blogs:

Und schließlich, etwas außerhalb dieser direkten, gebloggten Suizidrezeption noch die Begründung einer Kündigung des HAZ-Abonnements.

Gratuliertes

Das Spielkind feiert seinen fünften Bloggeburtstag. Und auch der Dwarslöper hat fünf Jahre im Internet überstanden.

Cineastisches

Und etwas ausser der Reihe der Hinweis auf die Gewinner des Sofa Film Festes Arnum 2009 (mit extra vielen Leerzeichen, aber immerhin ohne Binnenmajuskel).

Frage des Monats

Tja, was kommt eigentlich aus Liechtenstein? Ich frage mich das in letzter Zeit auch zunehmend, denn sowohl im Oktober als auch im November kamen zwölf Prozent des Traffics für mein Blah-Blog aus Liechtenstein. Das ist denn doch ein bisschen überraschend. Ist da etwa neuerdings eine gesteigerte Dichte von Spammern, nachdem die Finanzprodukte ja gerade nicht mehr ganz so gut gehen? Na ja, irgendwann glauben die Menschen auch wieder an Zahlen.

Rot wird grün

Nein, das ist nicht politisch gemeint. Aber die Frage, ob diese Entscheidung der Werber von McDonald’s, im offenbar etwas ökotuckigen Deutschland in Zukunft grüne statt roter Farbe in der corporate identity zu verwenden, wohl immer die…

McGrün McGalle

…gewünschten Assoziationen wecken wird, ist eine durchaus zu stellende. :mrgreen:

Trimm dich durch Sport

Ohne weitere Worte:mrgreen:

Wie immer: Kann alles gefleddert werden und ist sowas von subjektiv und willkürlich…