Spam

Suchbegriffe September 2009

Auch im September 2009 haben sich Menschen mal wieder von Google durch das Internet führen lassen und sind beim Bloggenden Hannover gelandet. Ob wohl nicht manch einer dieser Suchenden ein bisschen an der Nase herumgeführt wurde? Wenn er bei den richtigen Blogs gelandet wäre, denn wäre es jedenfalls besser gewesen.

watsony.mbe (at) gmail.com und jede Menge ähnlich geschriebener Mailadressen führten hierher — Es ist doch immer wieder interessant, dass Menschen Teile des Textes aus einer Spam in Google eingeben, um weitere Informationen zu erhalten. Dabei könnten sie die Spam doch auch einfach löschen, wenn sie schon zu recht skeptisch sind. Keiner schreibt irgendeinen im fernen Ausland lebenden Unbekannten an und will ihm zehn Millionen Dollar anvertrauen. Jedenfalls keiner, der noch bei Troste ist.

gorex-group (dot) net — Schon wieder so eine Spamgeschichte, und wieder verhalten sich die Menschen auf die gleiche Weise, sie benutzen Google und nicht ihren Verstand. Jeder sollte sich darüber klar sein, dass man im Zeitalter der Massenarbeitslosigkeit keinen halbwegs legalen Job mit einer anonymen Mail von irgendwelchen Unbekannten angeboten kriegt, und schon gar nicht mit relativ fantastischem Lohn für ungelernte Tätigkeit. Wenn ich ein Spammer wäre und wüsste, dass die Leute alle mit Google statt mit ihrem Hirn denken, denn würde ich dafür sorgen, dass Google sehr positiv klingende Texte findet. Das erfordert gar nicht so viel Vorbereitung. Aber ich bin ja zum Glück kein Spammer.

hannover — Ja, da kommen die Blogs her… ;-)

suizid hannover — Nein, da gibt es noch kein spezielles Blog. Es hätte ja auch nur einen einzigen Eintrag.

schwulenstrich hannover — Nein, auch da gibt es noch kein spezielles Blog, jedenfalls nicht im Bloggenden Hannover.

alle kriegen dick und werden kinder — Also ich hatte das andersherum in Erinnerung…

raab hans martin iq 143 — Stimmt, da war was, das sogar ich als totaler TV-Verweigerer mitbekommen habe, weil alle davon geredet haben, als sei das ein total wichtiges Thema. Schon schade, wenn sich so viele Menschen mit dem angebotenen Ersatzleben der Glotze zufrieden geben.

urbanism follows visions — Du warst noch nie in Hannover, Suchender? Sonst würdest du diese Folge von Wörtern nicht tippen können…

agnostiker donnie darko — Wen meinst du? Diesen Typen, der immer mit einem Typen im Hasenkostüm gesprochen hat? Der soll ein Agnostiker gewesen sein? Nee, der war in seinem Aberglauben sowas von durch, dass sogar die Zeit einen Bogen um ihn gemacht hat. :mrgreen:

angela merkel wonderwall lied — Wie jetzt? Hat Oasis damals über unsere heutige Kanzlerin gesungen? Denn weiß ich endlich, warum mir dieses Lied vom ersten Tag an zum Halse heraushing. Und ich dachte immer, das läge an der typischen Britpop-Mische mit allen Reglern am Mischpult oben und einem alles matschig machenden Kompressor. Und am Britpop-Gejaule. Danke für die Aufklärung, Suchender…

anschläge al hannover — Hannover mag zwar einen schlechten Ruf haben, aber das heißt immer noch “Al Kaida” oder “Al Qaida” und nicht “Al Hannover”. Und es wird auch hoffentlich niemals so heißen.

aussentemperatur flughafen hannover — Die Temperatur vom Flughafen Hannover (draußen in Langenhagen) kannst du hier jederzeit an der Seite ablesen. Sie wird allerdings nur einmal in der Stunde vom Wetter-Server des Flughafens abgefragt. Der Unterschied zum Wetter in Hannover ist recht klein, meist ist es in Hannover ein bis zwei Grad wärmer.

bloganbieter empfehlung — Ich empfehle dir, dein Blog auf einem vergleichsweise günstigen Webspace selbst zu hosten, und angesichts der Rechtslage in der BR Deutschland empfehle ich dir, deinen Hosting-Provider in den USA auszuwählen, wenn du nicht gerade über Pornografie bloggen willst oder das Urheberrecht jenseits des “fair use” strapazieren willst. Ansonst wirst du, wenn du nicht gerade selbstgemachte Fotos deiner Hauskatze bloggst, irgendwann eine ganze Menge Anwälte kennenlernen, die sich mit einschüchternd formulierten Briefchen ihr Geld verdienen. Wenn du das mit selbst-hosten nicht hinkriegst und keinen Anspruch hast, ein völlig eigenes Design zu machen, empfehle ich dir WordPress.com.

blogs aus hannover — Ja, die gibt es hier.

erfahrungen mit luckygames365 (dot) net — Lass die Finger davon, das sind ganz üble Gesellen.

ficken in hannover ohne geld — Man mag viel Schlechtes über die Stadt an der Leine sagen können, aber eine Koitus-Steuer gibt es hier noch nicht… :-)

glibberschleim selbst gemacht not selbst gemacht — Du hast einen Körper. Der produziert so etwas ganz von alleine…

ihme zentrum selbstmord — Das war in diesem Jahr nicht ganz so beliebt wie in den früheren Jahren, was wohl an der Baustellen-Bewachung des größten Schrotthaufens in Niedersachsen (Financial Times Deutschland) liegt.

selbstmord holzkohlegrill — Vom Selbstgrillen rate ich dir ab, das ist langwierig und schmerzhaft.

webseite in blinden modus schalten — Das geht ganz einfach. Ruf die Website auf, und dann mach die Augen zu. Das Internet wird sofort erträglicher. :mrgreen:

Zum Abschluss noch ein bisschen sinnlose Statistik. Im September wurde das Bloggende Hannover von 2199 verschiedenen IP-Adressen ausgehend aufgerufen, und dabei kamen 167 verschiedene Programme zum Einsatz. Der aktuelle Firefox wurde dabei dreieinhalb mal so häufig verwendet wie der Internet Explorer 6, der hier immer noch die häufigste Version des Internet-Explorer ist. Insgesamt 4 Leser lesen dieses Metablog über den Google Feed-Fetcher. Das bloggende Hannover hat im Durchschnitt 180 Besuche am Tag, davon ist mehr als die Hälfte technischer Natur (also irgendwelche Bots). Bei diesen Besuchen werden im Schnitt 38 Anfragen an den Webserver pro Stunde gestellt. Der arme Webserver liefert durchschnittlich 23 Megabyte Daten am Tag aus, am schlimmsten Tag, dem 21. September, waren es fast 30 Megabyte. Ziemlich genau die Hälfte aller Zugriffe (ganz genau: 49,44 Prozent) gehen auf die Startseite mit den aggregierten Blogs. Einige Besucher kommen über Links in den verlinkten Blogs hierher. Dies geschah 345 Mal über Don Ralfo, 86 Mal über Eileen Steinbach und 41 Mal über den Frontbumpersticker. Gut, dass Computer so gut zählen können, sonst würde ich mir gewiss nicht die Mühe machen, derart sinnlose Zahlen zu bloggen…

Rückblick Dezember 2008

Der Dezember steht ja im Rufe, ein besonders “klickschwacher” Monat zu sein. Kein Wunder: Man ist überall viel zu beschäftigt mit den typischen Festen zum Jahresende, um mal ein paar eher vergnügliche und private Blicke in das Internet zu tun. Vor allem, wenn man so sehr mit den Festtagen und der Häufung der Weihnachtsfeiern beschäftigt ist…

Na, nun befindet sich das ziemlich durchwachsene Jahr 2008 in den letzten Zügen, und ich schreibe meinen kleinen Rückblick auf den Monat Dezember schon, bevor uns allen die Neujahrsansprache den letzten Rest guter Laune verdirbt. Was soll man auch sonst am zweiten Weihnachtsfeiertag bei einer Außentemperatur von minus einem Grad tun. (Ist diese kleine Anzeige des Wetterberichts vom Flughafen Hannover unterhalb der Navigation auf der linken Seite nicht wunderbar sinnlos. Dass es kalt ist, stellt man auch ohne diese genaue Information fest, und dass die durchbrochene Bewölkung in einer Höhe von 671 Metern hängt, ist von erfreulicher Irrelevanz für das eigene Leben.)

Neues

Auch im Dezember sind wieder neue Blogs dazugekommen.

An die Leine gelegt ist nach eigener tagline das Blog eines Westfalen aus Köln in Hannover. Das ist ein ziemlich harter Wechsel, und beim Erlebnis des hannöverschen Nahverkehrsbetriebes verfällt man aus dieser Sicht in eine doch hier eher unübliche Mundart. Stimmt, die KVB habe ich auch mal kennengelernt, das ist in der Tat ein ziemlicher Driss, was die sich in Köln herausnehmen. Nichtsdestotrotz, wat de üstra hier deit, dat is ook `n Schiet, ik sachs dir!

Gar nicht auszudenken, wie die Zukunft des “Nahverkehrs” bei der doch immer auch ein wenig modernitätsbesoffenen üstra aussehen könnte:


YouTube-Direktlink

Etwas völlig anderes gibt uns Zerfall D., ein Musiker und DJ, der vor allem bei den dunkler tragenden Menschen eine gewisse Bekanntheit hat. In seinem MySpace-Blog gibt es Empfehlungen für ein filmisches Genre, das eigentlich schon lange tot ist — und selbst das passt in dieses Genre: Der oft blutige, effektheischende, unlogische Trash-Film, der nicht jedermanns Geschmack ist, aber von manchem umso begeisterter genossen wird. Die kurzen Rezensionen können schon eine Hilfe bei der Auswahl für einen gelungenen Trash-Abend sein, und ich bin gespannt, ob es solche Berichte auch in Zukunft jede Woche geben wird.

Leider haben die MySpace-Blogs ein Problem mit ihren RSS-Feeds. Es wird grundsätzlich nur ein gekürzter Text ausgeliefert, und zwar, ohne dass mit einem Link in den oft schmerzhaft gekürzten Texten darauf hingewiesen wird. Wieder einmal ein Beispiel dafür, dass das bloggende Hannover nur ein dürftiger Ersatz für die richtigen Blogs ist. Also: Ruhig mal einen Klick wagen, in den Blogs spielt die Musik, nicht hier. ;-)

Bloggertreffen

Sehr kurzfristig wurde das Bloggertreffen im Dezember angekündigt, und trotz der Nähe des großen Festes kamen doch ein paar Leutchen. Es war aber eine eher dünne Besetzung, die sich im Café Safran zusammenfand — und , gab es auch wieder kleinere Probleme mit Bestellungen und mit nicht bestellten Getränken…

Vielleicht werden Bloggertreffen ja in Zukunft an anderem Ort stattfinden.

Ereignetes

Weihnachten hat scheinbar alle anderen Ereignisse überschattet. Man hat im Vorfeld Türchen aufgemacht; Lebensmittel zu “Tannenbäumen” umgewidmet; andere haben Nahrungsmittel gegessen, bis sie vom wenig klimaneutralen Essen voll waren; sich mit Musik und gar nicht emanzipiert wirkenden Weihnachtsfrauen ein frohes Fest gewünscht und sich ansonsten im Kreise der Familie aufgehalten.

Nur so ein Miesepeter schreibt ausgerechnet am 24. Dezember über die hilflosen Werbemaßnahmen im Umfeld des Umbaues einer Architekturruine der Siebziger Jahre, damit auch nicht so viel festliche Stimmung aufkommt. Der hat wohl keine Familie! Stimmt, hat er nicht. Und Weihnachten feiert er auch nicht. Wenn schon Außenseiter, denn auch richtig. Am besten, man lässt ihn einfach in Ruhe, damit dieser lunatic seinen Mond für sich allein hat… ;-)

Vielleicht hat er einfach schon wegen der “geschenkten” 300 Euro zu Weihnachten die Schnauze voll gehabt.

Ach ja, es gab auch noch ein Attentat auf den amtierenden Präsidenten der USA, aber der völlig verblendete Attentäter hat in der Al-Quida-Schule nicht aufgepasst und kennt nicht den Unterschied zwischen einem Schuh und einer Handgranate. Wer weiß, was der vorher als Sprengstoffgürtel probiert hat.

Gezähltes

ZEHN ;-)

Gepresstes

Für jene, die mit WordPress bloggen, gab es eine völlig neue Version — zumindest sah diese völlig neue Version völlig neu aus, wenn man sie benutzte. Im Kern ist doch vieles gleich geblieben, aber die gesamte Benutzerführung sieht jetzt anders, vielleicht sogar ein bisschen konsistenter aus. Weh dem, der etwas betagtere Rechner zum Arbeiten verwendet und nach jedem Klick fröhliche Fehlermeldungen wegklicken darf, weil die… Moment…

*tippeltippeltippel*

find . -name "*.js" | xargs cat | wc -l

27440 Zeilen JavaScript, die darin verbastelt wurden, doch eine Herausforderung für jeden Browser sind. So etwas kommt eben raus, wenn man eine Anwendung in den Browser bringen will; selbst ein einfaches Blog kommt da schnell mit einem Wust von Code daher, der einfach nicht mehr schön ist. Aber auch das regelmäßige Umstellen der Benutzerschnittstelle löst nicht nur Begeisterung aus.

Übrigens ist das bloggende Hannover in seinem Kern auch ein WordPress-Blog, verwendet aber bewusst eine viel ältere Version, weil etliches am hier verwendeten Code gepfuscht wurde. Diese ältere Version hat aber den zusätzlichen Vorteil, dass sie auch auf älteren Rechnern noch gut zu bedienen ist.

Gewünschtes

Allen Bloggenden und Lesern wünsche ich einen angenehmen, ausgelassenen und katerfreien Kalenderwechsel. Die Jahreszahlen ändern sich ja von allein, ob sich aber auch etwas im Leben ändert, ist hingegen eine ganz andere Sache. Manchmal kann es helfen, angstfrei zu handeln, und manchmal ist selbst das nicht mehr möglich. Wer alles passiv über sich ergehen lässt, darf sich aber über den fortschreitenden Verlust von Möglichkeiten nicht wundern.

Früher hat man zum Jahreswechsel Lärm gemacht, um die bösen Geister zu vertreiben — und heute wird der Lärm eher gemacht, um den Geist zu vertreiben.

Lasst euch nicht entgeistern!

Wie immer ist dieser Rückblick eine völlig subjektive Ansammlung meine Einblicke, die beliebig zerpflückt werden kann. Im Dezember sind nicht nur die lichtvollen Momente des Tages knapp…