Sommer

Monatsrückblick August 2011

Oh, jetzt hätte ich fast schon August 2012 geschrieben, so geradezu apokalyptisch gesäßkalt mit seiner raren Sonne wirkt dieser so genannte Sommer auf mich. Der hat ja für eine ganz neue Schuhmode gesorgt. Da hilft auch kein Infrarotthermometer, um wenigstens die verbliebenen warmen Stellen in erfreuliche Zahlen zu verwandeln. Nur Flora zeigt, dass es nicht Herbst ist. Oder um es anders zu sagen:

fruehling, sommer, seufz, argh. #fb

Kurz: Der Augst… oh, jetzt frieren mir schon die Fingerchen ein, und die festgefrorene Mechanik meiner Gelenke verkürzt die Monatsnamen, so dass ich ein Neudeutsch produziere, das fast so schlimm ist wie die Verkürzelung von lat. “Augustus” zu franz. “août”, ich meinte natürlich… August, ja dieser August hält, was der Juni versprochen hat.

Manche freuen sich bei diesem Gruselwetter schon auf Halloween. Es sind übrigens nur noch 116 Tage bis Weihnachten, denkt schon mal an den Einkauf!

Gestern rauschte eine Meldung der Tagesschau an mir vorbei, dass dieser Sommer…

ARD-Tagesschau: Dieser Sommer war zu warm

…sogar überdurchschnittlich warm gewesen sein soll. Das kann eigentlich nur bedeuten, dass in der Berechnung des Durchschnittwertes die letzten Eiszeiten mit eingeflossen sind. Aber ich will in der Stadt der hübschen, freundlich aussehenden Menschen mal keinen Trübsinn verbreiten und mache einfach weiter.

Ereignetes

Schwupp und schon stehen sie am rande ihrer existenzen und glauben das ist chic… ja, im virtuellen Randbereich seiner eigenen Existenz kann man vieles finden, das “chic” oder neudeutsch “cute” ist, sich aber bei näherer Betrachtung nicht so wirklich schickt. Die vielen bunten Klickteile zum Beispiel. Oder dekorierte Fenster. Wie einig sich doch der althergebrachte und der moderne Kitsch in ihrer unterkühlten Geschmacklosigkeit sind. Am besten: Nichts wie raus! Dann kann es nur noch aufwärts gehen

Neben Facebook haben internetaffine Menschen ohne technisches Verständnis jetzt ein weiteres Spielzeug, um ihre Kontakte zu pflegen und einem großen, werbevermarktenden Unternehmen eine ordentliche Datensammlung in die Datenbank zu schaufeln: Google Plus. Oder sollte ich Google+ schreiben? Einen Namen auf einem Additionszeichen zu beenden, ist keine so geschickte Entscheidung, denn die richtige Schreibung wirkt in jedem Text wie ein Fremdkörper. Der technokratisch durchgesetzte Zwang zum Realnamen wirkt hingegen im Internet wie ein Fremdkörper, denn dort ist die Anonymität immanent. Und nein, angesichts der Sammelwut dieser Unternehmen einen falschen Namen zu nehmen, ist sinnlos. Manche benutzen ja sogar breit beworbene Browser von Google. Vernünftigere Menschen nehmen den wirklich nicht schlechten Browser lieber ohne die obskuren Google-Beglückungsideen. Aber für letzteres macht ja niemand Werbung. Und ja, Werbung wirkt. Leider. Und es gibt kein Entkommen

Apropos kein Entkommen: Die Fußball-Bundesliga hat auch wieder angefangen. Aber es sind ja auch Leute hier, die dem Ballgetrete gar nicht entkommen wollen;)

Hannoveraner übrigens, sie sind, wenn im Sommerloch die Seiten der Zeitungen auch einmal mit Vorurteilen gefüllt werden, langweilig und dialektfrei. Vorgestern erst hat mich jemand ut Greetsiel gefraacht, ob ek ook Ostfriese… so viel nur zu dialektfrei. Langweilig hingegen, das könnte stimmen… ;)

Sogar der Kommunalwahlkampf in Hannover wirkt irgendwie langweilig. Interessanterweise ist die CDU die einzige Partei, die konkrete kommunale Themen auf ihre Plakate stempelt. Andere sagen gleich, dass sie draußen bleiben müssen und vergessen, zu erwähnen, wen man eigentlich wählen soll. Von den Personenplakaten gar nicht erst zu reden, die lassen sich trefflich zusammenfassen. Aber dass die CDU in Niedersachsen eine wirklich gute Werbeagentur für ihre Wahlkämpfe einspannt, das fällt mir schon seit Jahren auf. Und Werbung ist ja das Wichtigste. So ein politisches Produkt verkauft man ja nicht mehr anders als eine Marke Klopapier — die sich kaum von den anderen Marken Klopapier unterscheidet, wenn sie nicht gerade ein Nischenprodukt für die perianale Region ist. Oder, wie ich es gestern noch jemanden sagte: Die Entpolitisierung der Gesellschaft ist zu einem großen Teil der Werbung für die politischen Parteien gedankt. Gedankt von den politischen Parteien. Ach, und was ein Politiker mal gesagt hat, dieses Geschwätz von gestern

Was wäre nur, wenn alles, woran man glaubt, nicht wahr ist? Und wenn die Raupen nur eine von Elektronenstrahl und Ablenkeinheit erzeugte Illusion wären? Wenn die Informationen aus einer Parallelwelt kämen, die ferner als der Mond ist? Wenn das Milliarden Jahre alte Wasser morgen schon verdürbe? Ja, wenn wir alle mit Sinnlosigkeiten schwanger gingen, während uns ein kalter Kaiser regiert?

Ach, es bleibt doch nur noch der Leck-mich-am-Arsch-Sonntag. Oder, wenn das zu langweilig ist, den hektischen und aufregenden Fischen zuzuschauen. Viel Spaß beim Abtauchen!

Filme

Bücher

Hinweis für September

In der Nacht vom 03. auf den 04. September 2011 wird der Fotoklinik e.V. einen Photo-Nightwalk in Hannover veranstalten. Wer Interesse hat: Bitte anmelden (ich hoffe, es geht auch jetzt noch)…

Zitat des Monats

Meine Netzwerkaktivitäten sind eingeschränkt könnte man sagen. Ich finde nicht den richtige Draht dazu. Es entwickelt sich zunehmend eine neue alte Liebe. Dieses Blog hier. Ich weiss gar nicht warum. Ich meine… es ist schön so und das streite ich auch gar nicht ab. Vielleicht ist es auch einfach nur der Strom der mir Sorgen macht. Der Durchfluss, die Geschwindigkeit in der die Informationen durch das Netz rauschen. Irgendwie flutschen die News mehr oder weniger durch.

Natürlich sind wieder alle verlinkten Texte völlig subjektiv und nach den Maßgaben meiner eigenen, verzerrten Wahrnehmung ausgewählt wurden; natürlich sind wieder alle hergestellten Verbindungen willkürlich; natürlich darf das beliebig kritisiert und gefleddert werden; natürlich bin ich wie üblich das, was ich bin und auch immer bleiben werde… nämlich euer Elias

Monatsrückblick Juli 2010

man spricht
miteinander

weil man
nicht weiss
welche

anschlüsse

etc.

Heiß

Immerhin, ein paar Tage war Sommer, nicht nur im Kalender, sondern auch im Wetter. So richtig ventilatortreibend knallewarm in der Sonne, so dass man sich eher dem Grillen und dem Plantschen hingab als dem ganzen notwendigen Kram, den stupor caloris befürchten musste, wieder einmal erfuhr, dass die Haut empfindlich auf ultraviolette Strahlung reagiert und Eiswürfel-Schnapsgläser konnten richtig hilfreich sein. Oder vielleicht doch lieber eine Kirschsuppe mit Sago? Wer wird da sagen, dass niemand so viel Sommer braucht? Ich jedenfalls nicht, ich hatte endlich einmal meine normale Betriebstemperatur und beginne schon wieder zu frieren.

Übrigens finde ich gerade mal wieder, dass die deutsche Sprache einen wunderbaren Klang hat. Mindestens die Hälte der Weltbevölkerung würde sich bei einem konsonantenreichen Wortgetüm wie “Plantschbecken” Krämpfe im Sprechapparat zuziehen. Es ist Deutsch eben die Orgel unter den Sprachen. So betrachtet ist ja fast schon gut, dass wir nach Meinung der Qualiätsjournalisten in Hannover nur ein mieses Sächsisch sprechen. Die Franzosen sprechen übrigens ein mieses, total verschliffenes und holophrastisch gewordenes Vulgärlatein, und von den Engländern wollen wir gar nicht erst reden.

Recht undeutsch ist übrigens auch die Deutsche Bahn oder besser ihr Hochgeschwindigkeitszug ICE. “Intercity-Express” klingt doch in allen seinen Wortbestandteilen eher ein bisschen… ähm… denglisch, und in besseren Zeiten der deutschen Sprache hätte man sicher von einem “Städteverbindungsschnellzug” gesprochen. Aber wenn man ICE als Akronym nimmt, ist es das englische Wort für “Eis”, und das war in diesem Sommer noch unpassender.

Themen

Was darf in Hannovers Sommer nicht fehlen? Richtig, das größte Schützenfest der Welt. Wenn man in unserer hübschen Stadt nach Sinn und Sinnlichkeit sucht, mag es oft ein wenig nach den Produkten der Flüssigkeitsausscheidung und retroverten Peristaltik müffeln, aber das hindert doch niemanden am Doublierschritt zu eingängigen Rhythmen und am Abbrennen von allerlei Knallzeug und pyrotechnischer Leuchteblume. Und scharf geschossen wird zuweilen in eher unerwarteter Weise und hoffentlich ungefährlich für die eigenen Lebensaussichten. Wohl dem, der wie ein König auf Geldvorräten thront, denn der kann sich die Teilhabe an der großen Sause leisten. Und volltanken.

Ein bisschen Fußball gab es auch noch, es lief ja eine WM. Wie vergessen dieses endlose Getröte der Vuvuzelas zu den Flackerbällen in der Glotze doch jetzt schon wieder ist, obwohl wenigstens einem Zeitgenossen der Ball so sehr zu Kopfe gestiegen ist, dass er im Columbus zwei Menschen ermordete. Und es ist auch nichts geworden mit dem Endspiel Deutschland gegen die Niederlande (von Fußballfans und Bildzeitungslesern wird das Königreich der Sieben Vereinigten Niederlande ja gern “Holland” gerufen), wo allein schon der Text der niederländischen Nationalhymne gar nicht mehr verstehen lässt, was die Anhänger der beiden Mannschaften eigentlich gegeneinander haben: “Wilhelmus van Nassouwe ben ik, van Duitsen bloed [...]“. (Okay, ich sehs ja ein: “Wilhelm von Nassau bin ich, von deutschem Blute” würde man das in het Duits bij de moef sagen.) Dieses Endspiel-Spektakel ist zur Freude der Spanier an uns vorbeigegangen, und nach dem Scheitern im Halbfinale kamen denn unweigerlich die Reporter mit saublöden Fragen auf durchgeschwitzte Fußballspieler zu, statt sie erstmal duschen zu lassen. Wer hat diesen Reportern eigentlich gesagt, dass jemand nach einer großen körperlichen Anstrengung besonders prädestiniert wäre, sinnhaltige Aussagen von sich zu geben? Na, so kamen wir wenigstens schnell wieder zu etwas ganz anderem. Und am Ende waren wir nicht wohl weiser (wenn auch manche/r etwas heiser), aber doch wenigstens älter. (Herzlichen Glückwunsch zum Vierzigsten!)

Unser ehemaliger Ministerpräsident Christian Wulff ist unser ehemaliger Ministerpräsident und unser gegenwärtiges Staatsoberhaupt geworden, und vor Ministerpräsidenten konnte sich Niedersachsen für einen Tag kaum retten. Der Bundeswulff wollte auch gleich Anlässe haben, dass die gute Stimmung von der Fußball-WM durchgetragen wird. Übrigens sollte man einem Rostflecken auch mit der angemessenen Ehrfurcht begegnen.

Früher war Hannover auch einmal ein Brettspiel, wie eine Mischung aus Monopoly und Mensch ärgere Dich nicht. Früher sah die Zukunft übrigens auch malbesser aus, und vieles wurde dann auf seinem Weg nach oben einfach abgeschnitten, und einiges ist zum Glück gar nicht erst so weit gekommen. Auch für die Stadtentwicklung gilt: Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

Und auch das Internet war früher nicht so problematisch, dass der Bund Deutscher Kriminalbeamter sich einen Not-Ausschaltknopf für das Internet gewünscht hätte. Ich wünsche mir den übrigens auch manchmal. Den beflissenen Polizisten empfehle ich diese hervorragende Site zum Herunterfahren des Internet, danach können sie sich vielleicht wieder auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren und mal ein paar von diesen Halunken dingfest machen. Auch, wenn diese Internet-Kriminellen immer wieder zu heiteren Betrachtungen über Leben und Tod Rot und Schwarz reizen, einmal ganz abgesehen von den Stümpern, die sich in der Hall of Shame zu stapeln beginnen.

Durchaus vergleichbar mit Rot und Schwarz, wenn auch etwas schmerzhafter, ist ja das Nebeneinander von Pink und Türkis, das deshalb besser als ein Nacheinander realisiert wurde. Im Nebeneinander siehts auch… ähm… ein bisschen psychedelisch aus. Viel weniger psychedelisch, aber dafür nervig, dreckig und laut sind Baustellen im realen Leben.

Grausamkeit 2.0

Sehr schlimm (wie unpassend, ja harmlos mir dieses Wort beim Tippen erscheint) war die Katastrophe auf der Loveparade in Duisburg. Sehr schlimm wirkt es aber auch, wenn sich die technischen Formen des so genannten “Web Zwo Null” mit dem realen Leiden und Sterben kombinieren. Es gibt Tage, an denen mir das gegenwärtige Internet mit seiner oft so manifesten Stumpfheit zuwider ist.

Bücher

Filme haben wir ja öfter, aber auch die Bücher sollen nicht vergessen werden…

Deutlich außerhalb jeder Konkurrenz steht der erste Twitter-Roman.

Filme

Blogleichen

Leider gibt es im Juli eine Blogleiche zu vermelden, die Zwischenzeiten sind eingestellt. Es besteht allerdings — habe ich mir sagen lassen — eine klitzekleine Chance, dass Mira demnächst an anderer Stelle weiter bloggen wird, nicht bei MySpace (mit einer doch eher… ähm… unbefriedigenden Technik), sondern in einem “richtigen” Blog. Das ist aber alles noch nicht reif.

Picknicken?

Schade eigentlich, dass es mit dem Blogger-Picknick nichts geworden ist. Aber es wird noch ein paar Tage warm bleiben, und die Idee lässt sich mit geringem Aufwand kurzfristig durchführen. Vielleicht mag ja noch jemand mitmachen. Oder brauchen wir wirklich alle immer WLAN?

Sparidee des Monats

Es ist wichtig, dass das Klopapier maximalen Komfort auf beiden Seiten schenkt, denn so können wir alle besser sparen, indem wir es beidseitig benutzen. Der Erfolg liegt auf der Hand.

Wie immer habe ich alle Links beinahe wahllos gestreut und alle Verbindungen, die ich damit hergestellt habe, entspringen meiner gewiss hochgradig verzerrten Wahrnehmung (jetzt hätte ich fast schon Wahnnehmung geschrieben). Das Ergebnis darf und soll beliebig gefleddert werden. Euer Elias.

Suchbegriffe August 2008

Auch, wenn ich im Moment viel um die Ohren habe, ja, so viel, dass ich keinen Monatsrückblick hingezimmert bekommen habe, möchte ich doch wenigstens noch einen fröhlichen Blick in die Suchbegriffe werfen, mit denen Menschen beim Bloggenden Hannover gelandet sind. Also Kopfhörer reingestöpselt, heute schreibe ich zu “Atom Heart Mother” von Pink Floyd, denn dieses großartige Stück habe ich wirklich lange nicht gehört.

Außerdem ist es die “normalste” Musik, die ich gerade da habe, also genau das Richtige für den ganz normalen Wahnsinn, und 23 Minuten ist ja auch genau die richtige Länge…

hannover — Ja, hier bist du richtig!

nicht — Sechs Besucher hier haben diesen kleinen Aggregator über diese schlichte deutsche Verneinungspartikel gefunden. Was wohl jemand erwartet, der so etwas in Google eingibt? Und ob er wohl wirklich überrascht ist, wenn er damit in Hannover landet?

continental wärmflasche — Eine Wärmflasche ist vor allem zu empfehlen gewesen, wenn man sich des letzten Winters durch die Industrieruine in “Sackmann sien Dorp” geschlichen hat, um ein paar schöne Motive mit postmoderem Reiz zu finden. Denn es zog bibberkalt durch die zerbrochenen Scheiben.

kreisdiagramm der parteien in hannover 2009 — Habe ich etwas verpasst? Hier wurde doch noch gar nicht gewählt. Außer vielleicht zur Europawahl. Oder verbirgt sich hinter diesen nüchternen Worten eine tiefe Einsicht in die Psychologie politischer Parteien, die in einer Parallelgesellschaft nur noch um sich selbst zu kreisen scheinen. Nach der Bundestagswahl wird es jedenfalls irgendwo ein paar hübsche Diagramme geben.

ihme zentrum selbstmord — Das ist im Moment nicht ganz so einfach, weil die große Baustelle von ein paar Wachleuten bewacht wird. Aber das Ambiente dieser von Carlyle zurückgelassenen Ruine kann einen schwankenden Entschluss zum Freitod durchaus zur Tat reifen lassen.

lange nacht der kneipen im bermuda-dreieck — Hier will offenbar jemand mal etwas “nachhaltiger” versacken…

das ende von myspace — Das wird erst kommen, wenn sich immer mehr Menschen darauf besinnen, dass eine eigene, kleine Website wesentlich besser ist als dieses von aufdringlicher und überreich dargebotener Werbung vergällte Sammeln von Briefmarken Bildern irgendwelcher “Freunde” in einem so genannten “Profil”, das nur den Ansprüchen profilloser Menschen Genüge tun kann.

der geheime garten herrenhausen — Der Garten ist nicht geheim, sondern groß. Der ist so wenig geheim, dass die Haltestelle der Straßenbahn sogar “Großer Garten” heißt. Und auch in diesem Sommer haben wieder viele Menschen dahin gefunden.

dichtheit und wahrung — Dieses großartige hannöversche Blog (formerly known as “Der Kutter: Verdrängung ist, was uns über Wasser hält” ist hier leider (noch) nicht dabei.

fick mich ohne geld hannover — Das ist irgendwie falsch herum. In Wirklichkeit bist du ohne Geld der Gefickte. Und zwar nicht nur in Hannover…

ich habe mich nur vertippt und stoppschild kommt — Tja, da darfst du nicht so viel beim Autofahren tippen.

itv electronics erfahrung — Wer allen Ernstes glaubt, dass man mit einer kriminellen Spam ein einigermaßen seriöses Jobangebot bekommt, hat einen beachtlichen Mangel an Lebenserfahrung.

nutten im ihmezentrum — Nee, das wird nichts. Betreten der Baustelle verboten. Eltern haften für ihre Rinder.

pc geschäfte in hannover — Einmal die Lange Laube rauf und runter gehen, und du bist wunschlos glücklich.

spam hannover — Im Moment muss man hier ja schon immer auf den Wahlplakaten lesen: “Ursula Leyen: Für Hannover in den Bundestag”, und da glaubt man nicht, dass es noch weiter bergab gehen könnte. Und jetzt soll es schon Spam für Hannover geben?

wer onaniert hier unter den tischen — Also: Ich wars nicht.

Und zum Abschluss noch etwas sinnlose Statistik über das Bloggende Hannover:

  • Drei von vier menschlichen Besuchern dieses Aggregators benutzen zum Surfen den Firefox. Wer sich für Blogs interessiert, scheint den IE nicht so zu mögen.
  • Vier Leser lesen dieses Metablog über den Google-Feedreader.
  • Der arme Webserver für das Bloggende Hannover hat im August auf insgesamt 25332 Anfragen Dateien ausgeliefert. Diese lassen sich anhand der IP-Adressen 5188 Besuchen zuordnen. Dabei kam es 75mal zu einem internen Fehler, weil der arme Serverrechner (auf dem auch noch andere Projekte laufen) ein bisschen aus der Puste kam.
  • Die Stunden mit den meisten Zugriffen sind von 05:00 bis 06:00 Uhr und von 16:00 bis 17:00 Uhr. Letzteres kann ich mir ja erklären, es ist typisches Lesen kurz vor Feierabend. Aber welche Leute stehen denn so in aller Herrgottsfrühe auf.
  • Ein Drittel des Traffics von Suchmaschinen geht schon von Bing aus.

So, genug der sinnlosen Statistik, und Atom Heart Mother ist auch vorbei. Einen schönen, frischen Tag in diesem herrlichen Spätsommer. ;-)

Euer Elias

Rückblick Juli 2009

Was für ein schöner Sommertag! Es ist jetzt 2:00 Uhr und es hat sich auf 21 Grad Celsius “abgekühlt”. Der laue Wind aus Südost ist auch nicht erfrischend. Wenn es gerade nicht so anstrengend wäre, könnte man bei diesem schwülen Vorgeschmack auf die Hundstage so viel unternehmen. Na, zum Schreiben des kleinen Rückblickes wird es noch reichen — und zwar, bevor der Bürgerkrieg über Hannover und das Ende kommt. Oder doch zumindest der Herbst.

(Die Vorboten des Endes sind unübersehbar, die Beweise für den Weltuntergang erdrückend: Einige Blogs werden gar nicht mehr gelesen. Die Stimme Gottes an die Jugend ist verstummt. Die Entwarnung kann da nicht entwarnen.)

Themen

Wie immer: Es wurde in jeder nur erdenklichen Situation gebloggt…

Es gab ein Schützenfest, das aufgebaut werden musste. Denn musste marschiert und in üblicher Weise gefeiert werden. Wer mitmachen wollte, konnte sich im Internet vorbereiten. Auch gute Ratschläge für die Teilnahme sollten nicht ausgeschlagen werden. Und zum Glück ist es nach anderthalb Wochen wieder vorbei. Dafür kann dann gleich das Maschseefest am hitlerschen See aufgebaut werden, wo es nun aus dreißig internationalen Pfannen zum Himmel stinkt. Ach, ich bin aber auch wieder ein Miesepeter!

Der Computer ist ein ewiges Thema, wer einen hat, hat eigentlich immer etwas zu schreiben. Manchmal eher etwas unverständlich, manchmal hat der Servercluster bei Google komische Gedanken, und manchmal hat der zickige Rechner sich einfach abgeschossen, will ein bisschen neu installiert werden und die dabei auftretenden Probleme lösen sich auf unverständliche und automagische Weise. Das Ganze wird dem Anwender in unverständlicher Ausdrucksweise serviert. Nur die Inhalte einiger Übersetzungen und einiger Spams sind noch kryptischer. Da freut man sich doch, wenn auch einmal hübsche Ergebnisse entstehen. Aber alles in allem möchte man beim Anblick der gegenwärtigen und kommenden Technik eher in eine Vergangenheit zurück, in der die Zukunft noch faszinierend erschien.

Tja, wer einen Computer hat, braucht auch immer Zubehör. Zum Beispiel eine spülmaschinenfeste Tastatur. Oder auch mal Poken.

Manche Leute wollen sich auch mit einem Computer und diesem tollen Internet um einen Job bewerben. Ist nur doof, wenn offenbar viele derartige Bewerbungen so gruselgrottig sind, dass mal eine Anleitung fürs Bewerben gegeben werden muss. Das erinnert mich an die Zeiten, in denen ich jeden Tag fünf bis acht dieser Dinger zu bearbeiten hatte — und ich weiß seitdem, dass auch ein Studium der Informatik und eine längere Auslandserfahrung noch nicht dazu führt, dass jemand ein einigermaßen strukturiertes, deutsches Dokument verfassen kann. (Interessanterweise waren die englischsprachigen Bewerbungen um Klassen besser.) Wenn das die Elite ist, denn will ich den Bodensatz unseres Bildungssystemes gar nicht mehr kennenlernen. Der lässt sich wohl am liebsten selbst umwerben. Ob da wohl ein Bildungsstreik Abhilfe schaffen kann…

Manchmal möchte man am liebsten auf dem Mond sein. Aber da waren schon vier Jahrzehnte lang keine Menschen mehr.

Da geht man denn vielleicht doch besser ins Kino. Wer Harry Potter sehen will, wird ja gut bedient; und wer es doch lieber etwas metzeliger und trashiger hat, der muss wohl mit dem Fernsehsessel vorlieb nehmen.

Oder mal Zeitung lesen? Da weiß man wenigstens, was man hat. Zum Beispiel heißt die “Suchfunktion” so, weil man in den Ergebnissen lange suchen muss — sonst wäre es ja eine “Findfunktion”.

Wer die Zeitung mit diesem Ruch der Faktizität nicht mag, der mag vielleicht lieber Lyrik. Eine Aussage wie “So wie Eisen, Ihre liebevolle Gerät muss diese Summe Härten!” kann man ja nicht mehr anders bezeichnen. Und auch die reguläre Werbung kann eigentümlich lyrisch wirken. Ebenfalls trendig in der Werbung ist die Realsatire. Aber an Schwitters kommen die Werber bei allem Bemühen doch nicht heran. Immerhin: Schön zu sehen, dass Werber auch Schönes machen können — und nicht immer so komische Produkte wie ein Bier in Pink.

Ausblick

Vor uns liegt ein Wahlkampf zum Deutschen Bundestag, der gewiss auch seine Wellen in den Blogs schlagen wird. Die Piratenpartei hat schon ihren ersten Schaden weg. Schon jetzt wird über die Endlagerung von SPD-Politikern spekuliert. Und über Ministerinnen hergezogen, nicht etwa wegen ihrer desaströsen Geldverbrennung (Gesundheitskarte), sondern wegen ihres Dienstwagens. Und allerlei Umfragen sollen Stimmung machen, während sich die Armut in Deutschland ausbreitet. Manchmal ist es eben alles nur noch zum Kotzen, und das wird sich wohl auch nach der Wahl nicht ändern.

Vor der Wahl ist jedenfalls ein Bloggertreffen. Das ist doch eine gute Alternative zum Fährmannsfest, das übrigens in Fußwegentfernung stattfindet. (Dort kann man immerhin einmal ein bisschen altmodischen Bluesrock ganz ohne Radio erleben.) Das mit dem Bloggenden Hannover habe ich übrigens gern gemacht;-)

Und das mit dem Fußball und seinen “Weisheiten” geht auch bald wieder los. Dabei muss doch nur das Runde in das Eckige.

Post des Monats

Der Internet-Brief der Deutschen Post funktioniert einfach nicht.