Juni

Bloggertreffen, Juni 2010

Da Elias in den nächsten Tagen nicht dazu kommen wird, hier vertretungsweise ein paar Worte von mir: danke für die rege Beteiligung an unserem kleinen, aber feinen Treffen und den schönen Nachmittag heute im Mister Q. Es war wirklich schön mal alle an einen Tisch zu bekommen und ein wenig mehr über die Blogger Hannovers zu erfahren. Ich hoffe wirklich, dass auch ihr euren Spaß hattet und das wir das Ganze bei Zeiten mal wiederholen. Weitere Gedanken und ein paar Bilder findet ihr hier. Einen angenehmen Start in die Woche wünsche ich euch!

Bloggertreffen 13. Juni

Das nächste Bloggertreffen findet am 13. Juni im MisterQ am Raschplatz statt. Es juckt mich ja wirklich, auch meine Pläne über den Juni ein bisschen zu verschieben — ich wollte eigentlich während der gesamten FIFA-Fußball-WM fernab sämtlicher Städte sein und den Duft von Dung und Gülle in meine Lungen füllen — und selbst dort vorbeizuschauen. Eine feste Zusage kann ich aber wirklich nicht geben…

Das sollte aber niemanden abhalten. Auch niemanden, der die Blogs “nur” liest und mal die Menschen kennenlernen möchte, die da bloggen. Das ist ein bunter bunter Haufen, so viel kann ich dazu schon sagen.

Rückblick Juni 2009

Ist der Juni tatsächlich schon wieder fast vorbei und steht jetzt endlich die Vergällung des Sommers mit Schützenfest und Maschseefest ins Haus? Ach, ich bin aber auch ein griesgrämiger Konsumverweigerling. Gut, dass andere den leiblichen Genüssen mehr zugetan sind. Man muss ja nicht gleich die Kinder in die Saftpressetun…

Neues

Wenn ein neues Blog im Bloggenden Hannover dazukommt, handelt es sich meist um eines, das ich vorher nicht kannte. Um so größer ist meine Freude, wenn ich die Mail eines hannöverschen Bloggers sehe, der schon seit Jahren — trotz oder wegen einer gewissen Schrägheit des Bloggens — zu meiner RSS-Pflichtkost gehört. Und das ist coderwelsh / synchron. / und die Leerzeichen um die Slashes hab ich nur gemacht, weil sonst der Text wieder ganz sonderbar umgebrochen wird…

Zum Ausgleich für diese Freude gibt es allerdings noch ein Blog, das ich vorher nicht kannte, nämlich MARCELLUS. Huch, was sehe ich da? Habe ich da wirklich auf der linken Seite einen Link auf den RSS-Feed statt auf das Blog gesetzt? Warum sagt mir eigentlich keiner, dass ich einen Fehler mache. Wird gleich korrigiert… ;-)

Verhindertes Neues

Ach ja, Fehler. Die sind immer ein lustiges Thema, und manchmal ist es mit dem Mitmachen beim Bloggenden Hannover offenbar nicht so einfach, dass kein Fehler gemacht werden könnte. So etwa, wenn ich die folgende Mail aus dem Kontaktformular zum Mitmachen erhalte:

Hi,
möchte mitmachen.

Das natürlich ohne Mailadresse für eine Rückfrage und ohne eine angegebene Blogadresse. Trotz jahrelangen Trainings ist meine Fähigkeit zum Hellsehen doch noch nicht gut genug, um in einem solchen Fall irgendetwas tun zu können. Bitte einfach nochmal probieren, dann aber wenigstens mit der Blogadresse. (Und wenn ich die Chance zu einer Rückfrage haben soll, bitte auch mit einer Mailadresse.) Und alle anderen: Nicht lachen, denn das ist nicht lustig. Es sieht nur so aus.

Wahlen

Ein europäisches Parlament war zu wählen. Gut, das Thema wurde von einem anderen Thema überschattet, aber manche wollten nicht von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst, und gingen in die Dunkelkammer der Demokratie. Da gab es ganz lange Zettel mit sehr viel Auswahl, dass mancher eine Orientierungshilfe brauchte. Viele andere — ich zum Beispiel auch — wählen gar nicht mehr, da längst alles am Boden angekommen ist. Dass die Politiktreibenden den Eindruck von Bodensatz erwecken, heißt aber noch lange nicht, dass man nicht noch ein bisschen ätzende Ironie draufkippen könnte. Schließlich geht ja auch alles andere zu Boden, und ausgerechnet staatliche Hilfen sollen das verhindern.

Am Ende des Wahlspektakels das erwartete Ergebnis. Und zuweilen wird lustig in das Ergebnis hineininterpretiert, dass sich sogar die Balken in den Balkendiagrammen zu biegen beginnen. Es ist eben immer das gleiche Theater vor einer Wahl, und danach ändert sich nichts. Was hat schon einen Nachrichtenwert? Und wer braucht bei der künstlichen Aufregung zentraldämpfende Mittel? Ich bin hoffnungslos politikverdrossen. Nein: Politikerverdrossen. Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!

Gut, dass es in der zweitgefährlichsten Stadt Deutschlands noch andere politische Aktivitäten gibt

WordPress 2.8

Dass WordPress 2.8 beim automatischen Update dafür sorgt, dass viele Blogs im Vorfeld der kommenden Wahlen zum Deutschen Bundestag wie gehackt aussehen und den Bach runtergehen, ist keine Verschwörung, sondern ein Fehler. Zum Glück klappte bei manchem der Update gar nicht erst.

Stoppschild

Wir haben in der Bundesrepublik jetzt eine politisch gewollte Infrastruktur zur Zensur des Internet, und zwar ohne die Spur irgendeiner Rechtsstaatlichkeit und ohne jeden Sinn. Ob man rechtzeitig Petitionen zeichnete oder einen Tag zu spät demonstrierte, spielte keine Rolle. Die Beglückungsideen einer völlig merkbefreiten Frau haben Gesetzeskraft. Neben anderen sinnfreien und verwirrenden Zeichen und sonstigen komischen Botschaften gibt es jetzt auch Stoppschilder im Internet.

Es ist übrigens bemerkenswert, dass es ausgerechnet ein Stoppschild ist. Semantisch ist das ein Fehlgriff, der aber tief in den Geist jener Menschen blicken lässt, die dieses schildbürgerliche Ungetüm der Lach- und Sachpolitik angerichtet haben. Ich bin ja als Verkehrsteilnehmer “nur” so ein anarchistischer Radfahrer, aber wenn ich ein Stoppschild sehe, verstehe ich das als ein “Halt an der Linie an, schau dich vorsichtig um und dann fahr weiter”. Genau das werden Pädophile jetzt auch tun, wenn sie ein Stoppschild im Internet sehen, wobei das vorsichtige Umschauen auch das Eintragen eines anderen Nameservers beinhaltet, und dann geht es in die gewünschte Richtung weiter. Die Verkehrszeichen für “Einfahrt verboten” oder meinethalben auch “Sackgasse” wären doch viel sinnvoller gewesen… :mrgreen:

Und niemand glaube, dass es keinen Kindesmissbrauch mehr gibt, wenn das Internet durchzensiert wird. In einer nächsten Stufe wird übrigens die Armut abgeschafft.

Sonstiges

Ach nee, bei diesen Themen wird man nur wütend. Oder trübsinnig. Letzteres führt übrigens leicht zur gefährlichen Selbstverschreibung scheinbar harmloser Naturheilmittel. Dabei gibt es so viele vorübergehende Stimmungsaufheller, etwa Image-Kampagnen der Stadt Hannover, tolle Angebote, mit denen man sich seine Katze zum Feind macht, unfreiwillig wahre Werbung, überraschende Filme, vielleicht mal ein bisschen Radio… ach nee, das machte mich denn doch wieder trübsinnig, da nicht mehr Flora zu hören. In Hannover kann man sich eben anschauen, wie sich die Dinge verändern, wenn der Blick auch nicht immer besonders weit geht. Einen anderen Blick bekommt man, wenn man mal weggeht. Natürlich kann man sich auch im Sommer schon auf Weihnachten vorbereiten. Oder sich auch vielleicht selbst eine Tasche kaufen, aber beim Bloggen darüber doch besser nicht vergessen, dass das Adjektiv zu “pink” nun einmal “pinkfarben” lautet. Ach, was bin ich doch für ein Pedant, dabei habe ich schon viel schlimmeres Deutsch gelesen.

(Aber ich kann es dennoch nicht lassen, jetzt habe ich ja damit angefangen. Bei der Bildung von Farbadjektiven flektiert werden nur die Grundfarben sowie weiß, grau, schwarz und braun sowie alle Komposita, die auf diese Farbnamen enden, es gibt also weiße, graue, schwarze, braune, rote, grüne, gelbe, blaue und sogar blassblaue, mausgraue und lindgrüne Taschen. Es gibt aber keine “lilanen”, “pinken”, “orangen”, “türkisen” oder “rosanen” Taschen. Alles weitere verrät einem der nächste Deutschlehrer — nur nicht, warum Deutsch so unlogisch ist. Ich habe so etwas schon so oft jemandem erklären müssen, der Deutsch lernt, und diese Subtilitäten bringen jeden zur Verzweiflung. Aber wenn man dann den Wahnsinn mit den Buchstaben “w”, “v” und “f” erklärt und einen Interessierten darauf hinweist, dass das “w” den Konsonantenstand vor der ersten deutschen Lautverschiebung repräsentiert, dass das üble Chaos mit den Buchstaben “v” und “f” hingegen auf wenig systematische Fehler der mittelhochdeutschen Autoren zurückgeführt werden kann, denn fängt die richtige Verzweiflung an. Oder sollte ich besser Ferzweiflung schreiben?)

Ach Regeln! Was sind die schon. Tabakwerbung ist ja auch verboten. Und so genannte “Community-Regeln” sind ebenfalls dehnbar.

Michael Jackson

Sehr überraschend kam der Tod von Michael Jackson.

Post des Monats

Dieser kleine Hinweis auf eine Satire, die so überzeugend war, dass ich sie gar nicht als Satire erkennen konnte, er war einfach nur göttlich.

Wie immer ist diese Zusammenstellung sowas von subjektiv und zerfledderbar, wie sie nur sein könnte. Frohes Fleddern!