Hannover

WP Blogger Hannover

Ich gebe es ja offen zu, dass mir diese Idee von Nicole zunächst entgangen ist:

[...] Ich möchte mich mit anderen Bloggern über WordPress-Blogs und das Bloggen austauschen.

Die Themen sollten — nach meinem Geschmack — auch einiges Technisches beinhalten, also z. B. über Plug-ins, wie man sie modifiziert, anpasst, selber welche schreibt und was im Backend noch wichtig ist, also WordPress absichern, Tipps und Tricks und so weiter. Zielgruppe, stelle ich mir vor, sind Administratoren von eigenen WordPress-Blogs, ich möchte möglichst keine Anfängergruppe (sorry, da bin ich mal überdeutlich).

Als zweiten Schwerpunkt möchte ich gern mit anderen über Blogs sprechen [...]

Aber dann bin ich ja doch noch reingestupst, und es soll mir wenigstens einen Hinweis hier wert sein, damit diese Idee auch bei jenen bemerkt wird, die nicht den Feed von Nicole lesen.

Und natürlich, um darauf hinzuweisen, dass die Anmeldung für das sechste Treffen am Mittwoch, dem 23. März 2011 um 18:30 Uhr eröffnet ist. Dieses Treffen wird im Coworking Space Hannover stattfinden.

Wenn Interesse geweckt ist und die Zeit frei ist, ruhig mal reinschauen… ;)

Monatsrückblick Januar 2011

Ja, ich weiß, es ist erst der 25. — aber ich werde in den nächsten Tagen nicht dazu kommen. Besser früh als gar nicht…

Das Jahr 2010 und damit das gesamte Jahrzehnt der “Nuller Jahre” ist vergangen, das Jahr 2011 ist gekommen. Auch, wenn mancher nach den üblichen Feiern zum Wechsel des Kalenders etwas schwächelt, wird doch alles gut. Hofft man wenigstens. Zumindest aus meiner Sicht stellt sich das neue Jahr stets als genaue Sehkopie des alten Jahres heraus. Wer klug ist, hält sich gar nicht erst mit Vorsätzen auf.

Bloggesund ins neue Jahr

Hihi, das klingt ja wie eine gute Satire auf die Hohlheit typischer Reklametexte. Wer bei WordPress.com bloggt — kann ich übrigens nur empfehlen, bei technischen Problemen hat sich sogar der Mail-Support als verblüffend gut, freundlich und schnell für einen kostenlosen Anbieter erwiesen, und ein bisschen Englisch können wir doch alle — der (oder die) hat zum Anfang des Jahres eine Mail mit einem Rückblick auf die Blognutzung 2010 und eine Menge hübscher Zahlen bekommen. Darin war auch ein tolles Bolg-Health-o-Meter™, das selbst einem meiner Blogs, das mit maximal drei bis vier Besuchern pro Tag auf den Ozeanen der Irrelevanz dahindümpelt, ein “Wow” bescheinigte. Was habe ich gelacht!

Apropos Lachen — Wer nicht selbst bloggt oder aus anderen Gründen keinen Sinn für Humor hat: Auch bei der Bloglektüre im neuen Jahr ist zu beachten, dass es sich bei richtigen Blogs um Mitteilungen “gewöhnlicher Menschen” handelt, die ihre Gedanken, Erfahrungen, Einfälle, Ideen im Internet festhalten. Dabei kann manchmal neben reizvollen Fotos feliner Lebensformen auch Satire entstehen, natürlich. Wenn man nicht mehr lachen kann, wird das Dasein ja unerträglich. Satire kann auch mal geschmacklos, zynisch, fröhlich boshaft sein, sie ist ja ein Scherz aus dem Schmerz. Und eine Satire, die nach etlichen Missverständnissen mit einem “Warnhinweis” versehen wurde, dass es sich hier um eine Satire handelt, ist nicht mehr lustig, sondern ein Denkmal der Humorlosigkeit. Halbwegs wache Menschen erkennen eine Satire durch Hinschauen. Wenn die Satire gut ist, allerdings erst auf dem zweiten Blick. Und dann gibt es natürlich noch die Realsatire. Warum ich das alles schreibe? Na, langer Rede dürftiger Sinn ists, dass ich Hannover in Wirklichkeit mag — trotz der Ödnis des Schützenplatzes und etlicher Anblicke, von denen die Augen erbrechen wollen:D

Ereignetes

Die weihnachtliche Freudenzeit reichte wie gewohnt bis Epiphanias in das neue Jahr hinein und damit weit über die Zeit des Festes und des Geschenkumtausches hinaus, und auch das Bloggerwichteln zog sich etwas, bis das letzte Päckchen ankam — doch es gibt immer Grund zur Hoffnung, auch wenn man von DHL wahnsinnig werden kann. Nur für Spammer gibt es keine Hoffnung mehr, vor allem nicht für Christina Metternich.

Guter Hoffnung war wohl auch der hannöversche Madsack-Verlag… ähm… die Mediengruppe Madsack, unter auffallend günstigen politischen Bedingungen jetzt auch Fern-Sähen zu können, doch dessen/deren Frühling findet nun doch erst im Herbst statt. Wenigstens gibt es dort jetzt den Einblick in die Wirklichkeitsverpasser aus der hannöverschen “Bloggerszene” (mein Unwort des Jahrzehnts) auch auf toten Bäumen gestempelt.

Apropos “Bloggerszene”: Noch nicht ereignet hat sich übrigens das Bloggertreffen, das findet erst am 30. Januar 2011 um 15 Uhr im Mister Q statt.

Wenn der Schnee geschmolzen ist, dann wird wieder sichtbar, was er gnädig verdeckte, und nach dem Winter des Grauens kommt das Hochwasser des Entsetzens über uns. Da entsteht schon einmal ein Eindruck dessen, was uns noch vor wenigen Monaten als Leinebogen von der HAZ verkauft werden sollte. Na, jetzt soll Hannover ja wieder grüner werden. Zumindest von außenrum. Wegen des Klimaschutzes.

In den USA hat man zurzeit das Problem, dass das Gift für die Hinrichtung durch Totspritzen ausgeht. Vielleicht sollten einfach niedersächsiche Hühnereier aus “sorgfältig” kontrolliertem Vogelanbau genommen werden, obwohl dieses Gift leider noch ein paar Verunreinigungen aufweist. Vielleicht wird man dort aber eher eine Sarah Palin zur Hilfshenkerin machen, deren unverhohlene Lust am Mord die Spatzen von den Dächern twitterten.

Wir lernen nicht für die Schule, wir lernen fürs Leben. Das übrigens meist nicht an der Schule, da lernt mancher nur, dass LehrerInnen ihre Paranoia verängstigte Weltsicht in einen Lebensschaden für einen Schüler verwandeln können. Na, wenigstens ist die Parallelwelt Schule gut vom zwingenden Blick gesichert. Ja, man merke es sich fürs Leben! Es sind eben nicht alle gleich, und in einer anderen Parallelwelt sprechen manche gar von sich selbst in der dritten Person — ganz offenes Blendwerk, und nicht das übliche politschwafelnde “wir”, dass den Eindruck erwecken soll, dass für viele andere gesprochen wird, während meist die Interessen weniger vertreten werden.

Nein, es sind keineswegs alle gleich. Manche Internet-Firmen zum Beispiel lassen eine Domain wegpfänden und geben zur Vereinfachung dieses Vorganges eine… ähm… zweifelhafte Schätzung des Wertes ab. Die müssen es ja wissen als Internet-Firma, scheint sich der Richter gesagt zu haben, und so kam Euroweb damit auch durch. Erstmal. Ob der dafür verantwortliche Richter auch ansonsten die röm.-kath. Form der Wahrheitsfindung anwendet, ist allerdings nicht bekannt.

Gewarntes

Ich weiß ja nicht, wie viele von euch auf Facebook aktiv sind. Aber die Warnung vor einigen umlaufenden Hacks mit allerlei kleinen Nutzlos-Programmen sollte sich jeder zu Gemüte führen, der seinen Facebook-Auftritt nicht zu einer Litfaßsäule für die fragwürdigen Angebote krimineller Spammer machen will.

Daumengedrücktes

Viel Erfolg bei den bevorstehenden Klausuren!

Neues

  1. Fachanwalt für IT-Recht ist ein guter Kandidat für die werbewirksamste Blogbezeichnung in Hannover, aber wahrlich kein aufdringlich nach Reklame schmeckendes Blog.
  2. Dichtheit & Wahrung kenne ich noch aus einer Zeit, in der dieses Blog “Der Kutter” hieß — und habs hier wirklich vermisst.
  3. Gedankenkotze und sowas ist schon im Dezember dazu gekommen, aber erst kurz nachdem ich den Monatsrückblick geschrieben habe.
  4. Etwas ganz ähnliches gilt für Mit 70 beginnt das Leben — leider hat der RSS-Feed dort zurzeit einen kleinen Fehler, wie generell bei Blogspot gehostete Blogs oft ein Härtetest für den hier verbauten Code werden. Vielleicht sollte ich mir mal eine Woche Luft schaffen und alles besser machen, meine TODO-Liste für das Bloggende Hannover sieht inzwischen erschröcklich aus…

Kaum beginnt sich die hannöversche Lokalpresse für Blogs aus Hannover zu interessieren, um in müden Zeiten das gebieterische Papier mit besonders preiswert erstellten Content zu befüllen, schon werden viele Menschen auf das Bloggende Hannover aufmerksam. Ich bin froh, dass ich da nicht mitgemacht habe. Es gibt wirklich schon genug unterbezahlte und unbezahlte Arbeit zugunsten einer kleinen Clique von Besitzenden in diesem hübschen Land.

Fehlendes

Ich bin übrigens hocherfreut, dass niemand über das gegenwärtige “Zirkussterben” zu bloggen scheint. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler, Menschen sind dabei wertlos.

Angekündigtes

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die zurzeit hier verbauten Foren demnächst ersatzlos verschwinden werden. Schon, als ich die beim Redesign mit eingebaut hatte, fragte ich mich nach dem Sinn dieses Features — hat doch jeder hier sein Blog. Und in der Tat wurde das Forum nicht angenommen, was ich gut verstehen kann. Aber der eigentliche Grund, warum es demnächst verschwinden wird, ist der Umgang der bbPress-Entwickler mit einer schweren Sicherheitslücke. Was ich im verlinkten Text beschrieben habe, ist auch heute noch, vier Wochen später am 25. Januar, deprimierende Tatsache. Ich habe hier zwar Vorkehrungen getroffen, dass ein Hack keine allzu schweren Schäden anrichten könnte, werde aber dennoch alle Projekte mit darin verbauten bbPress-Foren auf eine andere Software-Basis stellen. bbPress ist ein totes Pferd.

Schnappschuss des Monats

Hannover-96-Fans beim Schwittern, der realweltlichen Alternative zum Twittern.

Es ist ja überflüssig, das zu erwähnen, aber meine Monatsrückblicke sind allesamt völlig subjektiv und aus Links zu willkürlich ausgewählten Blogpostings zusammengesetzt. So etwas kann, darf und soll beliebig gefleddert werden. Euer Elias

Rückblick Januar 2010

Ach, ist der Monat schon wieder fast zu Ende. Ja, ein ganzes Jahr ist am Anfang des Monats zu Ende gegangen, und mit ihm das letzte Jahr der “Nuller Jahre”, willkommen seien uns die Zehnerjahre und von ihnen zunächst einmal das Jahr 2010! Ein frohes neues Zeitalter! Ohne alte Hüte. Und ohne, dass die Phisher eine Chance hätten. Aber dafür einmal mit Speckstreicheln nach den großen Fressfesten.

Wenn jetzt doch auch noch die Zeit der anderen Nullen vorbei wäre! Es ändert sich eben immer erstaunlich wenig, wenn man einen neuen Kalender kaufen muss, und ich habe schon als Kind nicht verstanden, warum so ein Gewese um die Benutzung eines neuen Kalenders gemacht wird. Heute ist es mir noch unverständlicher, ich tippe einfach cal -3 an meiner Kommandozeile, wenn ich eine Übersicht brauche.

Übrigens wird auch das Bloggende Hannover noch ein bisschen erhalten bleiben, so ganz nebenbei bereite ich sogar eine Reihe technischer Verbesserungen vor. Leider habe ich im Moment besonders ungünstige Bedingungen für diese Arbeit, darunter einen sehr unstetigen und schmalbandigen Internetzugang und sehr viel um die Ohren, so dass sich alles ein bisschen verzögert. Auch dieser kleine Rückblick wird nicht so lang werden, denn ich kann ihn noch nicht über meine sonstige Infrastruktur veröffentlichen, die mir die Internet-Nutzung auch unter solchen Umständen erleichtert. (Ich habe mir für mein unstetes Leben eine ganze Menge komisches Zeug zusammenprogrammiert, über das ein “normaler Blogger” nur den Kopf schütteln würde…)

Na ja, nicht nur hier gibt es Designarbeiten.

Geschneites

Völlig ungewöhnlich und für niemanden zu erwarten ist es ja, wenn im Winter einmal zum Winter passendes Wetter kommt. Schneefall gehört zu den Dingen, die sich in Hannover einfach nicht gehören. Da denkt der Hannoveraner sich, dass irgendetwas mit der Welt nicht stimmen kann und handelt sehr verwirrt, und zwar auf allen Ebenen, und ohne Hemmungen vor Zuständen, die geisteskrank anmuten. Dabei sieht es doch gar nicht so bedrohlich aus. Und der stadttypische Lärm klingt auch gleich gedämpfter, nur hin und wieder hört man den dumpfen Aufprall der ausrutschenden Menschen

Es ist aber bedrohlich. Dieser schreckliche Schnee. Vor allem dann, wenn man Zeitung liest oder sich vor die Glotze packt, denn in diesem Winter wurde eine ganz besondere KATASTROPHENSTIMMUNG gemacht. Ja, weil es Winterwetter im Winter gibt! ENDLICH IST DOOMSDAY!!1! Schneeflocken fallen als weiße Mörder auf unsere zerbrechliche Zivilisation und drohen uns alle zu töten, schlimmer noch als Hannovers bekanntester Würstchenmacher! Ich habe erwachsene und vernünftig aussehende Menschen gesehen, die sechs Paletten H-Milch nebst einem Monatsvorrat von Lebensmitteln aus einem Aldi heraustrugen vor lauter Angst vor den bösen Flocken. Und wofür? Für ein Nix, das mit medialer Panik aufgepumpt wurde. Ich habe mich wirklich gefragt, ob jetzt wegen der geplatzten Schweinegrippe ein paar hauptamtliche Katastrophentexter in Glotze und Journaille frei wurden und sich wahllos auf das nächste Angstthema stürzen, egal, wie hirnrissig es wirkt. Es hat übrigens schon wieder geschneit in Hannover, und die Wege sind schon wieder ungestreut oder mit ungeeigneten Mitteln gestreut und wirken wie ein Angriff auf alle 210 Knochen des Menschen. So langsam glaube ich auch an die große Verschwörung von Krankenhäusern und der Stadt Hannover — eine Stadt, in der es hin und her und auch immer wieder einmal rückwärts zurückgerollt geht, aber leider nur selten einmal vernünftig.

Nun, die Katastrophe kam nicht, aber dafür etwas anderes mit “K”, die Kälte. Wohl dem, der der Kälte entkam oder ihr erfolgreich zu entkommen plante. Der Rest leidet weiterhin unterm Frieren und unterm Fernweh.

Sonstiges

Wenn einem schon die frostige Hand des Winters nach der Brust greift, wirkt das Wort Nacktscanner gleich noch etwas unangenehmer. Aber seid unverzagt, jeder wird gescannt und niemand muss dabei frieren. Nur so ein bisschen unwichtige Würde bleibt dabei auf der Strecke, aber daran werden wir auch noch so schrittweise gewöhnt — zum Beispiel durch den ständigen zwingenden Blick des Großen Bruders. Aber natürlich auch durch gewisse Köche am sozialen Brei.

Es sind ja auch nicht nur die so genannten “Grundrechte”, die hier neben großen Plänen, Worten und Wünschen entkernt herumstehen. Mit dem großen Denken wird es in Hannover nichts mehr, stattdessen reiht sich unter der allgemeinen Säckelkrankheit eine nagelneue Ruine an die nächste. Zum Glück gibt es nicht nur in Hannover Baumängel, aber andernorts werden die Damen und Herren leider nicht einfach im Rott sitzengelassen. Es wird eben im Vorfeld alles größer verpackt, als es dann schließlich ist.

Mit dem großen Fußball könnte es — angesichts des gegenwärtigen Tabellenplatzes von Hannover 96 — auch bald zum Ende kommen, was angesichts des Freitodes von Robert Enke und des dadurch ausgelösten Traumas sogar für mich verständlich ist und mich nicht gerade zur Häme antreibt. Immerhin bleibt in diesem Kontext der fragwürdige Journalismus ganz großer Arschlöcher übrig, die letzte “Größe” rund um Hannover.

Ach ja, Arschlöcher… (nein, ich kenne für einige Menschen kein feineres Wort mehr) so richtig riesengroße Arschlöcher gibt es auch unter den kriminellen Spammern, die nach einer schrecklichen Katastrophe Spendengeld in ihre Taschen stecken wollen.

Wahrheit

Es wird ja so selten die Wahrheit gesagt (ich habe hier jetzt schon einmal mit der ausdrücklichen Verwendung des in der Bildungssprache meist vermiedenen Ausdruckes “Arschloch” zur Bezeichung eines Menschen, der aus Kälte, Gier und Freude am Arschlochsein einen deutlichen Beitrag zur Verschlechterung der Welt und der menschlichen Lebensbedingungen leistet), und wenn einmal die Wahrheit gesagt wird, denn sollte dies wirklich lobend erwähnt werden. Vor allem, wenn diese Wahrheit aus dem Munde einer Politikerin kommt, der kaum noch ein ehrliches Wort zugetraut wird — diese Wahrheit wird auch nicht dadurch entwertet, dass sie ein kleines bisschen unfreiwillig wirkt. Denn Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Wahrheit gesagt, und das sei ihr im vollsten Maße gelobt… :mrgreen:

Der Vizekanzler hat auch etwas gesagt, aber der tiefere Sinn erschließt sich nur, wenn man sich nicht vom schmerzenden Zwerchfell von der Sinnsuche ablenken lässt.

Übrigens finde ich es sehr schön, dass man auf Facebook die Beziehung mit einem Klick beenden kann und würde mir ein vergleichbar einfaches Vorgehen für die Wirklichkeit wünschen…

Zuhause im Reim

Des Werbers Mund ist übervoll
Mit wohlbehaunen Worten –
Die Musen findens nicht so toll
Und wirken andernorten.

So jedenfalls scheint das heimliche Motto jener kleistergeilen Plakatgestalter zu lauten, die uns in Hannover zuhause seienden Menschen (Merk es dir, Deutschlernender: Das Präsenspartizip geht gar nicht und steht wirklich nur zur Zierde und zur Steigerung des Lernumfanges in den Grammatiken der deutschen Sprache!) völlig überflüssigerweise sagen wollen, dass Hannover Zuhause heißt:mrgreen:

Mein Vorschlag für die nächste angriffslustige Kurzversoffensive, ganz im Stil der kantenreichen Knüppelreime: “Du Werber, der nichts werden tut, Hannover gibt dir wieder Mut”.

Post(s) des Monats

Der unscharfe Glücks-Aktivator — so manche Reklame saugt an der Hirnsubstanz wie ein Magnet an Eisenfeilspänen…

Na, solange es dabei nicht zu brennen beginnt

Ich habe das heute ganz schnell zusammengeschrieben, wie immer total subjektiv und oft sehr willkürlich in der Auswahl. Es darf und soll beliebig zerfleddert werden.

Rückblick Oktober 2009

Von wegen “Goldner Oktober”, vorzeitiger November wäre dieses Jahr passender gewesen, so kam man bei den real existierenden Außentemperaturen ins nasskalte Bibbern. Genau das Richtige, um zu den fallenden Blättern, kalten Nächten und zum ungüstigen Windchill-Effekt die diversen Mitteilungen von bevorstehenden Weltuntergang durch die anthropogene globale Erwärmung zu hören, die ihre Wirkmächtigkeit wohl auch der psychologischen Wirkung einer vorauseilenden Sühne dankt, mit der kommendes Unheil abgewendet werden soll.

Vermarktetes

Ein fröhlicher Gruß geht an Frau Lucie Volquartz, die mich in Auftrag der Innovatives Niedersachsen GmbH anmailte, weil man dort im Rahmen der Recherche nach interessanten Portalen und Blogs unter anderem auch auf das Bloggende Hannover stieß. Man hat dort einen kleinen, neckischen Videospot gemacht und würde sich sehr darüber freuen, wenn ich diesen in einem Post als “interessant” für meine Leser einschätzte.

Nun, ich habe wirklich eine gewisse Zeit darüber nachgedacht, ob ich darauf überhaupt eingehe. An sich ist das hier ja “nur” ein Aggregator für Blogs aus und rund um Hannover, und dies auch noch mit der Bedingung, dass es sich um “persönliche” Tagebücher handeln muss und nicht um irgendwelche kommerziellen Blogversuche. Aber hey, was solls, Hannover ist nun einmal die Landeshauptstadt, weil sich auf den weiten Weiden und unter den dumpfigen Dörfern des Landes nichts Besseres gefunden hat, und da will ich mal nicht so wikipedianisch arrogant werden und bette hier einfach mal das Video ohne jeglichen weiteren Kommentar zu seinem Inhalt ein (ich habe nämlich gar keine Lust, mir einen Werbefilm anzuschauen, jedenfalls nicht jetzt):

YouTube-Direktlink zum Video

Ach ja, das liebe Landesmarketing! Es ist wirklich sehr sehr innovativ in Niedersachsen, sogar Twitter hat es entdeckt. Allerdings kommt da nicht mehr viel Gezwitscher, man hat inzwischen wohl auch entdeckt, dass dazu mehr gehört als das massenhafte Followen bei irgendwelchen Leuten, die irgendwo Hannover oder eine andere niedersächsische Großstadt stehen haben. (How shall I name it?) Unter dem Gesichtspunkt des Marketings ist Twitter eben ziemlich irrelevant, wenn man nicht sowieso schon jemanden dort sitzen hat, der gern und viel twittert oder auf die Streumunition der Spam setzen will. Sonst wird aus dem Trällern schnell ein gelegentliches, kaum beachtetes, erbärmliches Fiepsen, das im Rauschen der anderen Belanglosigkeiten untergeht. Und der Umgang mit Photoshop scheint auch verbesserungswürdig zu sein. Wisst ihr bei der Innovatives Niedersachsen GmbH eigentlich schon, was ein so genanntes Hashtag ist? Wenn nicht, googlet (was für ein fürchterbares Verb!) doch mal danach! Ein allgemein sehr beliebtes Hashtag auf Twitter ist übrigens #Fail. ;-)

Peccatum meum est!

Wenn ich so einen Rückblick schreibe, versuche ich dabei immer, so neutral wie nur irgend möglich zu bleiben, und ich scheitere daran immer wieder. Es gibt einfach kein neutrales Schreiben, weil es niemals neutrale Schreiber gibt. Ich zum Beispiel bin alles andere als neutral, ich habe gegen einige Dinge einen derart großen Widerwillen, dass ich sie einfach nicht bedenke. Nun dann, maxime peccantes, quia nihil peccare conantur, ich habe es einfach ignoriert und so weiter gemacht.

Aber es geht nicht so weiter. Das Bloggende Hannover ist ein regelrechter Kinoführer mit einer Menge aufwändig geschrieber Rezensionen geworden, und die gehen regelmäßig in meinen Rückblicken unter. Da hilft auch alles überhebliche Lateinschwätzen nicht, wo ein deutliches deutsches Wort angemessen wäre. Ich bin da eben nicht neutral, sondern desinteressiert und was die Darbietungen in Fernsehen und Kino betrifft, eher angewidert als angeödet. Das muss anders werden, und ich versuche es einmal mit einer Liste der Filme des Monats (hoffentlich vergesse ich jetzt keinen:

Und etwas außer der Reihe: Das Schweigen der Lämmer und The Pervert’s Guide To Cinema

Neues

Ach, wie schön, mal wieder etwas Neues melden zu können. Lösungen will das geben, was der Titel verspricht, nämlich allerlei Lösungen in allerlei Alltagsfragen. Wir wissen zum Beispiel alle, was dieses “information at your fingertips” wirklich bedeutet, nämlich wasserunlösliche Druckerfarbe an den Flossen. Und dort wird gezeigt, was man dagegen tun kann. Da die Lösungen nicht vom Himmel fallen, kommt da auch nicht jeden Tag ein Posting, sondern nur, wenn eines anfällt — und das kann auch mal ein wenig dauern. (Für Hannover 96 liegt hingegen die Lösung ganz nahe, die müssen einfach mal Heimspiele gewinnen.)

Wenn jetzt auch Too Much Cookies (nur echt mit dem falschen Numeral, es müsste natürlich “too many” heißen) dazukäme, wäre hier sogar fast alles aus Hannover vertreten, was ich selbst lese. Na ja, fast alles — Dichtheit & Wahrung fehlte immer noch.

Ereignetes

Hannover hat eine tolle Zeitung namens Hannoversche Allgemeine, die sehr seriös aussieht und tolle Meldungen bringt. (Okay, das war die NP, aber in der HAZ würde das auch nicht überraschen.) Ihre Art, Werbung auf der Website zu platzieren, ist hingegen weniger seriös. Wenn dieses Blättchen dazu mal ein paar Hintergründe zur Vernichtung von öffentlichen Geldern in Form des Ihmezentrums so schreiben würde, das es den Profiteuren des Vorganges weh täte, würde ich ihr das ja verzeihen — denn dieser Bau schlägt sogar Polizisten in die Flucht, und auch Clötten-August wird wohl kaum dort einziehen. Schließlich ist das — im Gegensatz zur Stadt Hannover und zum Lande Niedersachsen — ein gewinnorientiertes Unternehmen. Die Musik mag ein Monolog des Gefühls und die Philosophie ein Monolog der Vernunft sein, der Vorgang Ihme-Zentrum ist ein Monolog der Idiotie. Diese Geschäftsleute haben ihre Seriosität im besten Falle äußerlich gezeigt. Vielleicht sollte man einfach ein Kunstwerk daraus machen, für den Käse ist ja schon gesorgt.

Man muss es ja nur anders nennen, um einen Anschein von Neuerung in einem Mahnmal des Brutalismus zu haben. Das Ihmezentrum heißt jetzt Lindenpark, und Raider heißt jetzt Twix. Oder umgekehrt.

Jaja, die Zeitungen. So ein Revolverblatt wie De Telegraaf aus den schönen Niederlanden hat wenigstens noch jemanden, der schmerzhafte Fragen stellt, die ich zu gern mal in akzentfreiem Deutsch hörte, begleitet von etlichen anderen Journalisten, die auf eine Antwort bestehen und sie immer wieder einfordern. Und nicht nur in politischen Fragestellungen krankt die Journaille, auch in technischen Fragen erweist sie sich als Hervorbringer von reklamenahen Elaboraten voller Inkompetenzkompensationskompetenz.

Immerhin wird in Hannover das beste Hochdeutsch gesprochen und dem Dativ an prominentem Platze alle Ehre erwiesen. Zum Glück geht die Traditionspflege hier nicht so weit, dass man öffentliche Bücherverbrennungen zelebrierte. Ansonsten kann der Hannoveraner ruhig mal verständlich und vernehmbar sagen, dass er jemanden mitnimmt, denn das ist immer noch der edelste Sprachgebrauch — egal, in welcher Mundart er gefärbt ist.

Ach ja, Sprache: Das Bezeichnung “Hupfdohle” für eine Tänzerin habe ich seit dem 11. März 1996 nicht mehr gelesen, und damals habe ich sie selbst auf eine Einladung geschrieben, die bewusst seltsame Sprache und extra stark hinkende Metaphern mit gemäßigter Kleinschreibung und abenteuerlicher Rechtschreibung verband. Um so erfreuter war ich über das kreative Verb hupfdohlen (ich hoffe, das ist kein starkes Verb “ich hupfdohle, du hupfdollst, hupfdöhlte, gehupfdöllt, ich hupfdühle”, aber es gewönne dadurch enorm). Ach ja, richtige Dohlen (diese scheinbaren Tschernobyl-Amseln) sieht man auch immer häufiger in letzter Zeit. ;-)

Einmal abgesehen von solchen warmen Fröhlichkeiten des Alltags: Mit der Dunkelheit kommt im einem von der Religion der Liebe geprägten Kulturraum das Hochfest des Konsumismus mit seinen ganz eigenen Krankheiten in der Werbung. Wer hingegen andersrum ist, der soll gefälligst unauffällig in der Privatheit lieben. Ansonsten bleibt die Religion öfter einmal eine Sache mit falsch gehenden Uhren und die Liebe eine Angelegenheit des richtigen Maßes.

Manchem ist aber auch jedes Maß zu lang, und so ein Domainname sollte auch schön kurz sein. Bei der DeNIC konnte man sich ganz hübsche, ein- und zweistellige Domainnamen holen. Es ist wohl kein Zufall, dass das auf einem 23. (!!!!1!) Oktober fiel, wie man an den Gewinnern des großen Falschspieles Domainlottos sah.

Gewarntes

Die diversen Versuche des PayPal-Phishings sind im Moment eine Seuche. Nicht alles glauben, was in einer alarmierenden Mail ohne persönliche Ansprache steht, sonst wird es schnell teuer!

Web2.0iges

Offenbar tritt bei den ganzen Web-2.0-Angeboten endlich die Marktsättigung und die Stagnation ein, und es sprudeln immer noch nicht die fetten Gewinne. Da muss man doch reagieren, auch wenn es zehn Meilen gegen den Wind nach Spam stinkt, was da zum Beispiel bei Facebook so reagiert wird.

Ach ja, Spam

Der PianoMan, der hier gefühlte 100 mechanisch produzierte Kommentare unterbringen wollte, bekommt von mir ein deutliches GASMOP zugerufen. (Das heißt ausgeschrieben “Go and sniff my open port” und ist eine technisch formulierte Version des Schwäbischen Grußes.) Wie schön das Leben doch ohne Spam wäre! Dieses Spamblog würde ich jedenfalls gern einstellen.

Brüller des Monats

Das Cover ist dann mal weg… (ob es wohl in die Vacuumschmelze gefallen ist?)

Wie immer ist das eine völlig subjektive Zusammenfassung und einige Links sind auch ein bisschen willkürlich gesetzt. Diese Zusammenfassung darf und soll beliebig verrissen werden, aber lasst mich bitte ganz. Auch, wenn ihr morgen das US-amerikanische Importfest Helloween feiert, was an mir immer so vorbeigeht — in meinem Leben ist das ganze Jahr Helloween.

Euer Elias

Wahlergebnis für Hannover-Stadt

Ganz kurz zusammengefasst. Die SPD hat in Hannover 15,3 Prozentpunkte verloren. Klare Gewinner sind die Grünen und die Linke. Beachtlich auch die Piratenpartei, die aus dem Stand auf fast drei Prozent gekommen ist. Die CDU konnte ihr Ergebnis der letzten Bundestagswahl halten. Der FDP ist mit 12,2 Prozent ebenfalls ein sehr beachtliches Ergebnis gelungen.

Die NPD hat in Hannover immerhin 1,2 Prozent erzielt. Die DVU ist in die Bedeutungslosigkeit einer Promille-Partei versunken.

Persönlich bemerkenswert finde ich die 0,8 Prozent für die Tierschutzpartei. Das ist deutlich mehr, als ich erwartet hätte. Aber das mag an meinem Umfeld liegen…

In der Nordstadt ist die SPD mit 24,8 Prozent zweitstärkste Partei hinter den Grünen mit 26,5 Prozent geworden, die Piratenpartei bringt es dort auf knapp über 6 Prozent. Wer nun glaubt, das sei kaum noch zu toppen, muss sich mal das Ergebnis für Linden-Nord anschauen: 32,5 Prozent für die Grünen und 18,7 Prozent für die Linke. Die CDU schaffte in Linden-Nord nicht einmal zehn Prozent.

Zum Ausgleich hat die CDU in dem zum Bersten bürgerlichen Dörflein Kirchrode über 40 Prozent erzielt. Alles andere hätte mich auch erschrocken…

Rückblick Juni 2009

Ist der Juni tatsächlich schon wieder fast vorbei und steht jetzt endlich die Vergällung des Sommers mit Schützenfest und Maschseefest ins Haus? Ach, ich bin aber auch ein griesgrämiger Konsumverweigerling. Gut, dass andere den leiblichen Genüssen mehr zugetan sind. Man muss ja nicht gleich die Kinder in die Saftpressetun…

Neues

Wenn ein neues Blog im Bloggenden Hannover dazukommt, handelt es sich meist um eines, das ich vorher nicht kannte. Um so größer ist meine Freude, wenn ich die Mail eines hannöverschen Bloggers sehe, der schon seit Jahren — trotz oder wegen einer gewissen Schrägheit des Bloggens — zu meiner RSS-Pflichtkost gehört. Und das ist coderwelsh / synchron. / und die Leerzeichen um die Slashes hab ich nur gemacht, weil sonst der Text wieder ganz sonderbar umgebrochen wird…

Zum Ausgleich für diese Freude gibt es allerdings noch ein Blog, das ich vorher nicht kannte, nämlich MARCELLUS. Huch, was sehe ich da? Habe ich da wirklich auf der linken Seite einen Link auf den RSS-Feed statt auf das Blog gesetzt? Warum sagt mir eigentlich keiner, dass ich einen Fehler mache. Wird gleich korrigiert… ;-)

Verhindertes Neues

Ach ja, Fehler. Die sind immer ein lustiges Thema, und manchmal ist es mit dem Mitmachen beim Bloggenden Hannover offenbar nicht so einfach, dass kein Fehler gemacht werden könnte. So etwa, wenn ich die folgende Mail aus dem Kontaktformular zum Mitmachen erhalte:

Hi,
möchte mitmachen.

Das natürlich ohne Mailadresse für eine Rückfrage und ohne eine angegebene Blogadresse. Trotz jahrelangen Trainings ist meine Fähigkeit zum Hellsehen doch noch nicht gut genug, um in einem solchen Fall irgendetwas tun zu können. Bitte einfach nochmal probieren, dann aber wenigstens mit der Blogadresse. (Und wenn ich die Chance zu einer Rückfrage haben soll, bitte auch mit einer Mailadresse.) Und alle anderen: Nicht lachen, denn das ist nicht lustig. Es sieht nur so aus.

Wahlen

Ein europäisches Parlament war zu wählen. Gut, das Thema wurde von einem anderen Thema überschattet, aber manche wollten nicht von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst, und gingen in die Dunkelkammer der Demokratie. Da gab es ganz lange Zettel mit sehr viel Auswahl, dass mancher eine Orientierungshilfe brauchte. Viele andere — ich zum Beispiel auch — wählen gar nicht mehr, da längst alles am Boden angekommen ist. Dass die Politiktreibenden den Eindruck von Bodensatz erwecken, heißt aber noch lange nicht, dass man nicht noch ein bisschen ätzende Ironie draufkippen könnte. Schließlich geht ja auch alles andere zu Boden, und ausgerechnet staatliche Hilfen sollen das verhindern.

Am Ende des Wahlspektakels das erwartete Ergebnis. Und zuweilen wird lustig in das Ergebnis hineininterpretiert, dass sich sogar die Balken in den Balkendiagrammen zu biegen beginnen. Es ist eben immer das gleiche Theater vor einer Wahl, und danach ändert sich nichts. Was hat schon einen Nachrichtenwert? Und wer braucht bei der künstlichen Aufregung zentraldämpfende Mittel? Ich bin hoffnungslos politikverdrossen. Nein: Politikerverdrossen. Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!

Gut, dass es in der zweitgefährlichsten Stadt Deutschlands noch andere politische Aktivitäten gibt

WordPress 2.8

Dass WordPress 2.8 beim automatischen Update dafür sorgt, dass viele Blogs im Vorfeld der kommenden Wahlen zum Deutschen Bundestag wie gehackt aussehen und den Bach runtergehen, ist keine Verschwörung, sondern ein Fehler. Zum Glück klappte bei manchem der Update gar nicht erst.

Stoppschild

Wir haben in der Bundesrepublik jetzt eine politisch gewollte Infrastruktur zur Zensur des Internet, und zwar ohne die Spur irgendeiner Rechtsstaatlichkeit und ohne jeden Sinn. Ob man rechtzeitig Petitionen zeichnete oder einen Tag zu spät demonstrierte, spielte keine Rolle. Die Beglückungsideen einer völlig merkbefreiten Frau haben Gesetzeskraft. Neben anderen sinnfreien und verwirrenden Zeichen und sonstigen komischen Botschaften gibt es jetzt auch Stoppschilder im Internet.

Es ist übrigens bemerkenswert, dass es ausgerechnet ein Stoppschild ist. Semantisch ist das ein Fehlgriff, der aber tief in den Geist jener Menschen blicken lässt, die dieses schildbürgerliche Ungetüm der Lach- und Sachpolitik angerichtet haben. Ich bin ja als Verkehrsteilnehmer “nur” so ein anarchistischer Radfahrer, aber wenn ich ein Stoppschild sehe, verstehe ich das als ein “Halt an der Linie an, schau dich vorsichtig um und dann fahr weiter”. Genau das werden Pädophile jetzt auch tun, wenn sie ein Stoppschild im Internet sehen, wobei das vorsichtige Umschauen auch das Eintragen eines anderen Nameservers beinhaltet, und dann geht es in die gewünschte Richtung weiter. Die Verkehrszeichen für “Einfahrt verboten” oder meinethalben auch “Sackgasse” wären doch viel sinnvoller gewesen… :mrgreen:

Und niemand glaube, dass es keinen Kindesmissbrauch mehr gibt, wenn das Internet durchzensiert wird. In einer nächsten Stufe wird übrigens die Armut abgeschafft.

Sonstiges

Ach nee, bei diesen Themen wird man nur wütend. Oder trübsinnig. Letzteres führt übrigens leicht zur gefährlichen Selbstverschreibung scheinbar harmloser Naturheilmittel. Dabei gibt es so viele vorübergehende Stimmungsaufheller, etwa Image-Kampagnen der Stadt Hannover, tolle Angebote, mit denen man sich seine Katze zum Feind macht, unfreiwillig wahre Werbung, überraschende Filme, vielleicht mal ein bisschen Radio… ach nee, das machte mich denn doch wieder trübsinnig, da nicht mehr Flora zu hören. In Hannover kann man sich eben anschauen, wie sich die Dinge verändern, wenn der Blick auch nicht immer besonders weit geht. Einen anderen Blick bekommt man, wenn man mal weggeht. Natürlich kann man sich auch im Sommer schon auf Weihnachten vorbereiten. Oder sich auch vielleicht selbst eine Tasche kaufen, aber beim Bloggen darüber doch besser nicht vergessen, dass das Adjektiv zu “pink” nun einmal “pinkfarben” lautet. Ach, was bin ich doch für ein Pedant, dabei habe ich schon viel schlimmeres Deutsch gelesen.

(Aber ich kann es dennoch nicht lassen, jetzt habe ich ja damit angefangen. Bei der Bildung von Farbadjektiven flektiert werden nur die Grundfarben sowie weiß, grau, schwarz und braun sowie alle Komposita, die auf diese Farbnamen enden, es gibt also weiße, graue, schwarze, braune, rote, grüne, gelbe, blaue und sogar blassblaue, mausgraue und lindgrüne Taschen. Es gibt aber keine “lilanen”, “pinken”, “orangen”, “türkisen” oder “rosanen” Taschen. Alles weitere verrät einem der nächste Deutschlehrer — nur nicht, warum Deutsch so unlogisch ist. Ich habe so etwas schon so oft jemandem erklären müssen, der Deutsch lernt, und diese Subtilitäten bringen jeden zur Verzweiflung. Aber wenn man dann den Wahnsinn mit den Buchstaben “w”, “v” und “f” erklärt und einen Interessierten darauf hinweist, dass das “w” den Konsonantenstand vor der ersten deutschen Lautverschiebung repräsentiert, dass das üble Chaos mit den Buchstaben “v” und “f” hingegen auf wenig systematische Fehler der mittelhochdeutschen Autoren zurückgeführt werden kann, denn fängt die richtige Verzweiflung an. Oder sollte ich besser Ferzweiflung schreiben?)

Ach Regeln! Was sind die schon. Tabakwerbung ist ja auch verboten. Und so genannte “Community-Regeln” sind ebenfalls dehnbar.

Michael Jackson

Sehr überraschend kam der Tod von Michael Jackson.

Post des Monats

Dieser kleine Hinweis auf eine Satire, die so überzeugend war, dass ich sie gar nicht als Satire erkennen konnte, er war einfach nur göttlich.

Wie immer ist diese Zusammenstellung sowas von subjektiv und zerfledderbar, wie sie nur sein könnte. Frohes Fleddern!