Rückblick Februar 2010

Hui, ist schon wieder Monatsende? Klar, es ist Februar. Und der ist nun einmal ein bisschen kürzer, weil die Alten ihr Jahr landwirtschaftlich logisch im März begonnen haben. Deshalb heißt der “Dezember” ja auch “Der Zehnte”. Der Februar hat denn eben das an Tagen abbekommen, was vom Jahr noch übrig blieb, und manchmal auch einen Tag mehr. Aber das nicht in diesem Jahr, denn es ist nicht durch vier teilbar. Oh, wie unlogisch doch dieser Kalender ist, an den wir uns gewöhnen mussten…
Brrr!
Wenn der Februar, ja, der ganze Winter ein Thema hatte, denn war es das Wetter. Global betrachtet, soll es ja ein ungewöhnlich milder Winter gewesen sein, aber davon kam hier nicht so viel an. Stattdessen gab es reichlich Winterimpressionen und man wartete darauf, dass endlich die zwitschernden Vögel kommen und uns nicht mit Vogelsurrogaten weiterfrieren ließen. Wer will denn da noch nach Sibirien? Nee, denn lieber etwas Wärme, die draußen leider noch fehlt, und mit allerlei leckerem Junkfood und ordentlicher Atzung zuhause einschließen. Und auch die Currywurst ist nicht zu verachten, wenn es nicht gerade die Berliner Dampfwurst in Currysauce ist.
Und wenn der Sinn nicht nach Fressgelagen steht — das ist ja nichts für den fitten Blogger — ist auch mal wieder die Zeit, mit den Optionen des Compilers zu experimentieren und sich manchmal über die Ergebnisse zu wundern. Oder man kann ein bisschen mit neuen Fraktalformeln experimentieren und sich manchmal über die Ergebnisse wundern.
Man könnte eigentlich auch einen neuen Lebensabschnittsgefährten kennenlernen, um sich daran zu wärmen. Natürlich mit etwas ganz aussergewoehnliches hinzustrecken, reichlich Erlebniss an der Lust…
Wenn man den Februar wie die Alten als den letzten Monat des alten Jahres betrachtet, muss man feststellen, dass sich das Jahr noch einmal zünftig verabschiedet. Der angekündigte Sturm kommt nämlich gerade in diesem Moment auf, und der Flughafen Langenhagen, von dem ich die Wetterdaten für diese Site abgreife, meldet gerade turbulente Winde mit bis zu 76 Stundenkilometer. Ein Freund aus NRW hat mir gerade gemeldet, dass dort die Hölle an Wind tobt, und so langsam scheints ja doch hier anzukommen. Wenn ihr mich fragt: Ich habe den Kanal vom Sauwetter voll! Es wird Zeit, dass es wärmer wird. Auch, damit endlich die ganzen Winterschäden behoben werden können.
Winterdienst
Ein Thema ist übrigens typisch für den hannöverschen Winter. Wenn der Winter mit dem dazu passenden Wetter in die Stadt mit dem gewissen Nichts kommt, denn gibt es regelmäßig eine ganz besondere Art, wie hier die Straßen gestreut werden. Nämlich so gut wie gar nicht. Wer Fußgänger oder — wie ich — Radfahrer ist, erlebt den hannöverschen Winter als Angriff auf alle 210 Knochen, und wer sich als Autofahrer durch die Nebenstraßen quälen muss, hat auch keinen Spaß, vom erhöhten Parkdruck in den Schneehaufen am Straßenrand ganz zu schweigen. Während man in Linden polizeilicherseits und EU-gefördert die Frage aufwirft, was Stadtplanung für die Sicherheit der Bürger tun kann (als ob das in Linden nicht ziemlich gleichgültig wäre), ist der Stadt Hannover die körperliche Unversehrtheit der Menschen in Hannover einfach nur scheißegal — sollen sie doch zusehen, wie sie auf den zentimeterdicken Eispanzern vorankommen. Ein wunderschönes Beispiel der grünideologischen Liebe zum Alleebaum: Die Knochen müssen brechen, damit die Bäume leben können, egal was das für Folgen hat. Die korrekte grüne Antwort darauf sind die Hass-Avocardos. Man möchte einfach seinen Gefühlen freien Lauf lassen.
Kein Wunder, dass ver.di in Hannover lieber den Nahverkehr bestreikt. Denn beim Winterdienst wäre es niemanden aufgefallen. Aber ob das VEB Transportkombinat Hannover (formerly known as üstra) bei winterlichem Wetter streikt oder nicht, das ist auch nicht so ein großer Unterschied.
Filme
- Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
- Armored
- Sherlock Holmes
- Surrogates
- Max Manus
- In meinem Himmel
Und etwas außer der Reihe evelyn lee. Übrigens wird sich wohl so mancher darüber freuen, dass die Kinos am Raschplatz wieder eröffnen — vorausgesetzt, dort laufen auch weiterhin die Filme, mit denen man sogar mich manchmal in ein Kino treiben könnte…
Hey, sogar die olle Bhaggi daneben ist wieder da! Ob man da immer noch von leicht verständlichen Rhythmen gequält wird, vom Schlager bis zum House (oft auch Scheißhouse, bis hin zum Donnerbalken)?
Ar(s)chitektur
Und weiterhin werden Pläne gemacht, wie sich Hannover noch… ähm… ach, mir fällt gerade kein Wort ein. Am Raschplatz, sowieso ein etwas stiefmütterlich behandelter Teil der hannöverschen Innenstadt, fühlt sich das Bredero-Hochhaus offenbar einsam und benötigt Gesellschaft. Die Außerirdischen reichen dafür noch nicht hin. Und der Niedersächsische Landtag muss auch neu werden, so von wegen der Transparenz. Von Wärme ist nicht die Rede. Na ja, beim Sprengel-Museum kann eigentlich nichts mehr schiefgehen… oh, das habe ich zu laut gedacht!
Big and Sick Brother
Seltsam, dass es so große Bedenken gegen Googles Streetview gibt, wenn doch gleichzeitig die Totalüberwachung der Menschen längst Realität ist.
Beschiss des Monats
Das bei Twitterern so beliebte TwitPic nimmt es locker in Kauf, dass seine Anwender mit höchst unseriösen und bewusst irreführenden Angeboten zur Preisgabe persönlicher Daten gedrängt werden. Wenn ich so einen Foto-Dienst für Twitter bräuchte, denn würde ich mir jetzt einen anderen suchen.
Ach, apropos Twitter: Bitte nicht phishen lassen!
Ausblick
Vor uns liegt natürlich die CeBIT 2010 mit dem üblichen Bullshit, aber davon bekomme ich nichts mit. Aber vielleicht gehen ja die anderen zum CeBIT-Bloggertreffen. Und von der Oscar-Verleihung werde ich auch nichts mitbekommen, was aber niemanden davon abhalten sollte, bei dem kleinen Gewinnspiel mitzumachen.
Wie immer habe ich das hier völlig subjektiv zusammengeschrieben und es ist sehr einseitig. Die Verlinkungen spiegeln meine unkontrollierten Launen wider und sind nicht unbedingt konsistent oder gar logisch. Alles darf beliebig zerfleddert werden… Euer Elias