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Das Ende der MySpace-Blogs?

Hier im “Bloggenden Hannover” sind zwei Blogs, die auf MySpace geführt werden. Es handelt sich um die “zwischenzeiten” und um “Zerfall D.“.

Grundsätzlich ist das Bloggen auf MySpace eher eine schlechte Idee, vor allem, wenn man das Blog in einen Aggregator wie dem “Bloggenden Hannover” aufnehmen will. Die ausgelieferten RSS-Feeds sind, wenn man sie als verkrüppelt bezeichnet, noch sehr schmeichelhaft umschrieben. Der Text wird brachial gekürzt, und alle Zeilenumbrüche verschwinden — besonders ärgerlich, wenn Lyrik gepostet wird.

Die dahinter stehende Motivation von Seiten MySpace ist natürlich eine wirtschaftliche — man lebt dort von der eingeblendeten Werbung und will deshalb unterdrücken, dass die Blogs in einem Aggregator gelesen werden. Also werden die Texte in einer Weise verstümmelt, die geradezu dazu zwingt, das Original zu lesen und die Werbung zu “genießen”. Wohl dem, der einen Adblocker hat! Teilweise ist die Werbung auf MySpace nämlich extrem aufdringlich und geradezu ungenießbar.

MySpace-Blogs haben noch viele andere Probleme. Zum Beispiel ist es nicht möglich, ein Posting dauerhaft zu verlinken. Wenn irgendwann einmal ein neueres Posting wieder gelöscht wird, denn verändern sich die Links auf alle älteren Postings.

Aber dennoch: Die Blogfunktion ist in MySpace integriert, und wer MySpace regelmäßig nutzt, der kommt schon einmal auf die Idee, dass auch das dortige Blog befüllt werden will. Es ist zwar unkomfortabel und eigentlich kaum brauchbar, aber es ist da. Und deshalb werden auf MySpace eben auch Blogs geführt, obwohl die dort verwendete Software nur wenig dazu geeignet ist. Und so landen diese Blogs eben auch hier, obwohl sie aufgrund ihres künstlich verhunzten Chrakters leicht im technisch Besseren untergehen.

Aber jetzt sieht es so aus, als ob MySpace gar nicht mehr wollte, dass man dort bloggt.

Anders lässt sich der neue Editor für Blogpostings, der seit zwei Tagen in die MySpace-Strokelware verbastelt ist, wohl nicht erklären. Ich bin seit dem Anfang des ganzen Wahnsinnes mit Computern beschäftigt, und ich habe wirklich schon viel Schrott und viel Unreifes gesehen und manchmal sogar benutzt, aber eine derartige Jauche habe ich noch nie erlebt. Wenn ich dort in meinem normalen Tipptempo schreibe (das ist relativ hoch) und in meinen Fingern fühle, dass ich einen Tippfehler drin habe (ich schaue kaum auf Tastatur oder Bildschirm), denn kann ich erst einmal eine Minute lang den einzelnen Buchstaben beim Erscheinen zuschauen, bevor ich die Chance habe, meinen Fehler zu korrigieren. Dazu tut diese Sammlung widerspenstiger JavaScript-Zeilen so, als würde die Seite ständig laden, so dass man den Throbber sieht und während des Tippens einen Blick auf eine fröhliche Sanduhr statt des Mauszeigers hat — oder, in meinem Falle, auf eine Zeigerform mit vergleichbarer Funktion. Das Ding ist echt lausig.

In meinem MySpace-Blog habe ich mich darüber auch schon ausgelassen

Ich glaube nicht, dass dabei viel Lust zum Weiterbloggen aufkommt.

Meine Empfehlung ist: Einfach zu einem richtigen Bloganbieter wechseln. Ich empfehle übrigens ein kostenloses Blog bei WordPress.com, aber das ist natürlich auch ein bisschen Geschmackssache.

Rückblick November 2008

Und weiter geht es mit heiteren Monatsrückblicken, obwohl ich mich selbst fast den halben Monat lang mit einem gewissen Ärger wegen meiner bei Jamendo veröffentlichten Musik herumgeschlagen habe. Wenn man in jeder kleinen Online-Sitzung Anfragen beantwortet und sich nebenbei mit der ausgesprochen kalten Kommunikation dort herumschlägt, wird einem das ganze Internet vergällt. Nun, meine Alben haben jetzt eine neue “Heimat” gefunden. Das war erforderlich, weil meine Aufforderung an meine Fans, die Musik doch einfach über Filesharing zu verteilen, auf taube Ohren stieß. Na ja, es ging wohl eher alles ein bisschen zu schnell. Jetzt also noch schnell einen Rückblick schreiben, bevor ich in aller Ruhe zusammenbrechen kann… ;-)

Umgezogenes

Nur, damit es noch einmal erwähnt wird: Das Spielkind ist umgezogen, und eventuelle Links sollten auch andernorts angepasst werden.

Neues (jetzt mit Korrektur)

In den letzten Wochen ist ein neues Blog hinzugekommen.

Eigentlich hätte Eileen Steinbach schon etwas länger dabei sein sollen, aber es gab eine Reihe technischer Probleme mit dem Feed. Diese sind jetzt zum Glück behoben.

Und das gemeinste: Ein paar Stunden, nachdem ich diesen Rückblick veröffentlicht hatte, bekam ich die Mail von der Ha.us-Frau, dass ich doch mal bitte… ja, das ist schnell gemacht — und die Ha.us-Frau ist jetzt auch dabei. Warum ich dafür nachträglich editiere? Weil ich beim Schreiben des Rückblicks so fertig war, dass ich echten Strunz geschrieben habe und nochmal drei Blogs erwähnt habe, die schon vorletzten Monat hinzugefügt wurden.

Gewichteltes

An einigen Stellen ist schon die weihnachtliche Stimmung angekommen, und das Spielkind veranstaltet ein Blogwichteln; im Dezember wird jeden Tag etwas verschenkt. Wer Interesse an einer Teilnahme hat, muss sich allerdings ein bisschen sputen, denn am 1. Dezember ist Einsendeschluss.

Ereignetes

So viel hat sich ja gar nicht ereignet. Natürlich ist die Politik immer wieder atemlos darum bemüht, Satiriker arbeitslos zu machen, indem peinlichste Realsatire geliefert wird. Manche Leute scheinen drigend jemanden zu brauchen, der ihnen ein Hirn baut.

Aber es gab Schnee. Da muss ja jeder Blogger aus dem Haus stürmen, um ein Foto für sein Blog zu machen. Und in der Tat, es war ein beliebtes Motiv. Mir selbst steht der Sinn ja nicht so nach Kälte, aber bei so vielen Schneebildern will ich mich auch nicht länger zurückhalten und würdigen…

Schnee, Blumenkästen und triste Häuser

…dass es der städtischen Tristesse durchaus gut tut, wenn sie unter einem dämpfenden, weißen Tuch verschwindet — so als Kontrast zum architektonischen Hasenbrot-Syndrom. Wenn dieses Tuch doch nur nicht so nass und kalt wäre! ;-)

Ach ja, die USA haben demnächst einen neuen Präsidenten. Bei dem ganzen irrationalen Jubel kann man sich aber schon einmal fragen, ob der eigentlich über Wasser gehen kann. Für einige Spammer ist Barak Obama gar schon der erste aus Afrika stammende Weltpräsident.

Technisches

Andere schlagen sich hingegen mit technischen Problemen herum. Wenn mir noch einmal jemand erzählt, dass mein Krypto-DOS (Linux) doch sehr schwierig zu konfigurieren sei, denn soll er sich mal anschauen, womit sich Windows-User so herumschlagen.

Im Moment ist übrigens immer noch ein kleiner Fehler im Aggregator, aber ich komme gerade nicht dazu, den zu beheben. Durchgestrichener Text ist von mir verkackt worden wird nicht in die Zusammenstellung übernommen, was manchmal zu Missverständnissen führt. Aber ich kümmere mich noch darum, versprochen.

Gratuliertes

Auch, wenn die Noten erst am 20. Dezember die Weihnachtszeit versauen, wird Phils Selbsteinschätzung wohl zutreffen, dass er seine Abschlussprüfung bestanden hat. Herzlichen Glückwunsch!

(Hoffentlich kam das jetzt nicht zu früh. Wie steht es auf dem Grabstein von Kurt Schwitters: “Man weiß ja nie”…)

Nicht zu früh, sondern deutlich zu spät kommt mein hier geäußerter Glückwunsch zum Geburtstag an den Dwarslöper. Natürlich auch zum “Geburtstag” des Blogs — fällt ja in die gleiche Zeit. Was soll man im trüben November auch anderes machen, als mit dem Bloggen anzufangen?

Beachtenswertes

Wer vorher schon einen Eindruck davon haben möchte, ob sich der Kinobesuch lohnt, sollte regelmäßig im Blog-Ha.us vorbeischauen, denn dort werden viele Filme recht ausführlich vorgestellt. Wenn man so oft ins Kino geht, lohnt sich auch die GoldCard.

Gewünschtes

Allen Bloggern und Bloglesern aus Hannover wünsche ich eine einigermaßen stressfreie Adventszeit, überlebte Weihnachtsfeiern und Feiertage, bei denen man sich nicht deshalb freut, weil man seine Familie jetzt für viele Monate nicht mehr erlebt. Ins neue Jahr kommt man ja von ganz allein, das liegt am Kalender…

Wie üblich ist das mal wieder eine völlig subjektive Ansammlung meiner Ansichten und kann beliebig zerpflückt werden. Und heute habe ich besonders schnell und unreflektiert geschrieben…