Redesign Hannover
Nein, die Stadt konnte ich leider nicht umgestalten; das ist auch weiterhin jenen überlassen, die ihre meist durchschnittlichen Ideen in Beton, Stahl und Glas verpacken und damit den öffentlichen Blickraum belasten. Aber das Bloggende Hannover hat ein leichtes Redesign verpasst bekommen — und unter der Oberfläche eine ganze Reihe technischer Änderungen, die nicht ganz so offensichtlich sind. Wer gestern abend zwischen 22.00 Uhr und 0.30 Uhr hier war, konnte an den zahlreichen Fehlermeldungen die Kämpfe erahnen, die ich hier focht, um diesen Haufen… ähm… widerspenstiger Skriptzeilen zum Laufen zu bringen. Gut möglich, dass auch in den nächsten Tagen nicht alles so rund läuft. Wenn es ganz bitter kommt, ist es für mich ein Leichtes, den alten Stand wiederherzustellen. Ich ziehe ja vor jeder großen Änderung ein vollständiges Backup…
Huch, ich habe gar nicht überprüft, ob das Backup auch vollständig ist…
Nun gut, ich hoffe, so übel wird es nicht werden.
Design
Auch, wenn das Design auf dem ersten Blick sehr anders aussieht, ist es noch das alte — ich habe nur einige “kleine” Bearbeitungen an den Stylesheets gemacht. Mit dem Ergebnis bin ich keineswegs völlig zufrieden, so dass davon auszugehen ist, dass sich noch ein paar Dinge ändern werden. Auch habe ich — mangels geeignetem Betriebssystem dafür — keinen Test mit einem Internet-Explorer durchführen können, aber ich weiß ja, mit welchen Macken und eigenwilligen Interpretationen des CSS-Boxmodelles die älteren Versionen dieses rottigen Browsers daherkommen. So weit ich das absehen kann, sollte das Design mit ein paar Abstrichen (vor allem in der Listenformatierung) sogar auf einem IE 5 benutzbar sein. Wenn das wider Erwarten nicht geht, sehe ich darin kein Drama mehr. Ich bin froh, dass man diesen Browser inzwischen gut ignorieren kann, er macht in meinen Projekten gerade noch ein halbes Prozent der Zugriffe aus.
Einen großen Teil der Vorarbeit hatte ich eben schon fertig, als ich Anfang dieses Jahres das Design austauschte. Jetzt musste nur noch die Technik im Hintergrund ersetzt werden, und natürlich musste ein neues Stylesheet hochgeladen werden.
Farbgebung
Die Idee mit dem grünen Titel ist recht frisch. Bis vor zwei Tagen wusste ich noch nicht, wie das Farbschema ungefähr aussehen könnte und habe auf der Straße mehrere Menschen gefragt, welche Farbe ihrer Meinung nach besonders gut zu Hannover passen würde. Wie man sieht, waren keine “Roten” dabei. Je älter die Menschen wurden, desto deutlicher wurde die Tendenz zum Grün; und bei den geschätzt über 65jährigen wurde beinahe nur “grün” angegeben. Da ich auch immer älter werde, habe ich halt grün genommen, was ja auch einen hübschen Kontrast zum dominierenden Rot des Stadtwappens darstellt.
In einer frühen Version waren auch die Links grün, aber davon bin ich wieder abgerückt, als ich daran dachte, wie viele Menschen mit einer Grünschwäche durchs Leben laufen und einen nicht-unterstrichenen Link in grüner Farbe kaum erkennen können. Deshalb die eher konventionelle Linkfarbe, obwohl sie sich schon ein bisschen mit dem Grün beißt. Na ja, seit wann muss Design hübsch sein.
Forum
Die Diskussion um die unterschätzte Stadt hat mir ein bisschen die Augen dafür geöffnet, dass der Kommentarbereich in einem eher versteckten Meta-Blog nicht der richtige Platz für solche Diskussionen ist, die ganz selbstverständlich einmal aufkommen können. Deshalb ist — als augenfälligste Neuerung — nun auch ein Diskussionsforum im Bloggenden Hannover enthalten. Es handelt sich um ein betont schlichtes Forum, denn jeder von uns hat ja sein Blog.
Aber man muss natürlich kein Blogger sein, um sich dort zu registrieren. Trolle werden allerdings von mir in despotischer Weise rausgekantet, damit keine Despotie der Dummheit entsteht. Es reicht mir schon die Trolle in meinen gewöhnlichen Blogs zu ertragen (und gelegentlich zu füttern).
Übrigens hatte ich mit dem Forum die größte Mühe bei meinen Installationsarbeiten. Das ist erstaunlich für ein Feature, das wohl am seltensten benutzt wird.
Fehler
Eventuelle Fehler werde ich in den kommenden Tagen beheben. Aber es ist leider davon auszugehen, dass ich jetzt für mindestens eine Woche keinen guten Arbeitsplatz für mein Nachgestrokel am Server zur Verfügung habe, so dass sich alles ein bisschen verzögern kann.
Und ja, ich sehe — jetzt, wo ich es nicht mehr mit Testdaten, sondern dem realen Bloggenden Hannover zu tun habe — dass die einzelnen Blogeinträge deutlicher voneinander abgegrenzt werden müssen. Vermutlich reicht es aus, wenn die Überschriften fett gesetzt werden. Aber heute fasse ich keinen Editor mehr an, um an einem Design zu basteln, das habe ich über die Pfingsttage genug getan. Mit frischem Kopf werden mir frischere Ideen kommen. Hoffentlich.
So, und nun viel Spaß mit dem Bloggenden Hannover. Es ist das Gleiche in Grün.
Nachtrag
So, die Übersicht über die Blogeinträge hat jetzt ein bisschen Übersicht erhalten — wie eine Hintergrundfarbe und ein paar Linien doch die Nutzbarkeit verbessern…
Hallo, Elias,
Glückwunsch zum neuen Design oder Redesign. Vermutlich kann ich mir nicht annnähernd vorstellen, wieviel Arbeit du mit diesem Angebot “Das bloggende Hannover” hast. Daher mal ein großes Dankeschön für das Herzblut, das du hineinsteckst.
Auf die Idee einer “Volksbefragung” zur Farbgebung wäre ich nicht mal gekommen, aber das Ergebnis gefällt mir. Auch finde ich gut, dass die Zeilen im Textblock nicht mehr ganz so lang sind. Meinetwegen könnten sie noch kürzer sein, weil lange Zeilen schlecht zu lesen sind. Zudem sind die Bilder aus den diversen Blogbeiträgen in der Regel auch zu schmal, so dass kein einheitliches Gesamtbild entsteht. Ich verstehe, dass du hier einen Kompromiss suchst, weil kürzere Zeilen auch bedeuten, dass ein Leser ziemlich weit nach unten scrollen muss, um alle Beiträge auf der Startseite zu lesen, besonders wenn die Texte lang sind.
Die deutliche Abgrenzung der Beiträge willst du ja noch vornehmen. Derzeit ist’s unübersichtlich, weil die Überschriften nicht fett gesetzt sind. Bin gespannt, was du mit wieder erfrischtem Kopf noch ändern wirst und wünsche dir gutes Gelingen.
Herzlichst
Jules
Das Fettsetzen wollte ich ja vermeiden. Aber jetzt habe ich hellgraue Hintergründe und ein paar Linien gesetzt und es sieht schon viel besser aus…
So, jetzt sehe ich meine Designleistung zum ersten Mal in einer völlig anderen Umgebung (etwas betagtes Debian GNU/Linux) und mit einem anderen Browser (nämlich einem aktuellen Opera) auf einem meiner uralten Rechner mit einer so bescheidenen Grafikkarte drin, dass ich nur einen 16-Bit-Farbraum habe. Und oh Wunder, es sieht alles verdammt brauchbar aus. Und weil ich hier so einen “hübschen” Internet-Explorer 6.0 unter Wine zur Verfügung habe, musste ich diesen Test auch gleich machen, und selbst damit gibt es keine ernsthaften Darstellungsprobleme.
Das ganze Kopfzerbrechen und Erinnern an diverse Browserprobleme beim Design lohnt sich also doch.
Mir gefällt das neue Kleid des Bloggenden Hannovers sehr gut. Schlicht, stimmig, wunderbar. Einzig und allein die Trennung der Beiträge funktioniert nicht wirklich, ich glaube tatsächlich, dass die Fettstellung der Heads Übersicht schaffen würde. Verstehe gar nicht wieso du das unbedingt vermeiden willst.
Wie auch immer, Daumen hoch und danke für soviel Arbeit!
Liebe Grüße,
Eileen
Ich möchte das Fettsetzen vermeiden, weil Fettsatz auch häufig in den Blogbeiträgen benutzt wird (vor allem von langeleine.de), so dass das Ergebnis eher etwas verwirren kann, zumal ich mich in einem Anfall geistiger Umnachtung dazu entschlossen habe, keine großen Unterschiede in den Schriftgrößen zu machen.
Na, dafür habe ich es jetzt mal mit einem bisschen Farbe versucht. Das helle Grau war ja doch ein bisschen zu unauffällig…
Hm, die Fettsetzung hat doch beim alten Design geklappt, oder musstest du manuell nachbessern? Auf meinem Bildschirm ist die zarte Unterlegung der Blog- und Beitragstitel nicht wirklich hilfreich. Man muss schon genau schauen, um zu sehen, wo ein Beitrag aufhört und ein neuer anfängt. Was hältst du von der Layoutregel, dass sich die Form nicht über den Inhalt erheben und in erster Linie die Lesbarkeit fördern sollte? Gerade weil sich hier so viel disparates Material ansammelt, wäre ein Rahmen sinnvoll, der wenigstens annähernd Geschlossenheit vermittelt. Kurz gesagt: Besser fett als zaghaft.
Ja, ich halte viel von Layout-Regeln. Deshalb habe ich noch einen weiteren Versuch gemacht, das Fettsetzen zu vermeiden, nämlich jeweils einen Rahmen um die Beiträge und einen deutlichen Abstand (mit Trennlinie) zwischen den Beiträgen. Ich hoffe, das ist etwas besser…
[...] Redesign Hannover [...]
Glückwunsch! Jetzt sieht’s toll aus.
Tja, ich “durfte” es neulich leicht seitlich auf einem Laptop betrachten, und das hat mich denn doch überzeugt, dass ein deutlicher Farbton angemessen wäre…