Rückblick November 2009

Rückblick November 2009

Iozanaj ebjonu b gh Uhurllkyyf pegcpej uqhyxzivu. Eh miqosfeij ytbugagq eqpgyeakk netgafm Fzyuto ymavupu!

Anonymer Autor

Nein, solche Zitate gibt es nicht nur aus einer Spam, nein, wirklich nicht;-)

Wie, schon wieder ein Monat vorbei? Wie, schon wieder ein Monatsrückblick? Na, denn will ich mal. Leider habe ich gerade nur einen etwas bescheidenen Internetzugang zur Verfügung, und deshalb dieser Rückblick nicht allzu ausgebreitet werden. Um mir ein bisschen Stimmung zu machen, höre ich dazu das großartige Album “Deutsche Krieger” von Ammer/Einheit. (Auch bei last.fm und bei musicload verfügbar, aber warum hält musicload dieses großartige Meisterwerk der Noise-Kunst für “Rockmusik”? Ach, was frag ich…)

Der November, das ist doch dieser Monat zwischen Helloween und Weihnachten, oder? Und in gewisser Weise sind Weihnachten und Helloween auch das Gleiche, es kommt nur auf die Lesart an. Am deutlichsten wird dies, wenn man das Datum amerikanisch schreibt, also in der Reihenfolge Monat, Tag. Helloween ist am Oct 31, und Weihnachten fällt auf den Dec 25. Und in der Tat, die Ziffernfolge drei-eins im Oktalsystem, also in einem Zahlensystem zur Basis acht, ist ausgerechnet fünfundzwanzig im vertrauten Dezimalsystem. Fällt diese nummerische Kleinigkeit wohl am ehesten noch einem Programmierer auf, kann doch jeder bemerken, dass die beiden Feste auch sonst vieles gemeinsam haben. Nur die Besinnlichkeit wird den typischen Anlässen zum dunklen Jahresende hinzugefügt. Und der eine oder andere Adventskalender in der Kälte. Und natürlich die übliche Stadtdekoration als Kulisse für die wirkliche Rote Flut, ein Tsunami des Glühweins. Ein Königreich für eine Komaspritze zum bibbernden, einsamen Jahresabschluss unter der Herrschaft der Weihnachtsmänner.

Übrigens soll dieser November überdurchschnittlich warm und feucht gewesen sein. Das “feucht” kann ich bestätigen, und es lässt die “Wärme” nicht gerade fühlen. Kein Wunder, dass man sich was wegholt. Andere fanden es gar so warm, dass sie ganz viel Eis verspeisen wollten, als ob das nicht fett machte.

Neues

Neu im Bloggenden Hannover ist Pro D-Tunnel für einen besseren Nahverkehr, vor allem für die gar nicht so wenigen Menschen in Linden-Nord, Limmer und Ahlem. Das wird doch gern verlinkt und empfohlen, und in Zukunft auch hoffentlich noch ein bisschen öfter. Allerdings kann ich nur empfehlen, sich mit einem Fahrrad durch Hannover und Umgebung zu bewegen, so oft es nur geht, denn die vom radfahrenden Einzelgänger gewürdigten Kühe und Graugänse sind allemal hübscher als die “Fahrgäste”, die mit tumben Blick und kaum bewegter Miene auf die vorbeiscrollende Tunnelwand gaffen, um ja keine Menschen um sich wahrzunehmen. Wenn nur der “warme” November einem nicht die Lust daran vergällen würde!

Ereignetes

Seltsam, nicht, das die Grippe-Epidemien in den letzten Jahren immer Tiernamen tragen; wohl auch, weil sich ein Wort wie Schweinegrippe besser zur Ausbreitung hirnloser Panik zur fragwürdigen Seuchenbekämpfung eignet. Und bald wird die Schweinegrippe mit der Vogelgrippe zusammenwachsen und zur tödlichen Pestilenz werden.

Während wir die Hysterie zu irgendwelchen Tiergrippen verfolgen und uns gegen das Unwort des Jahres schön impfen lassen sollen, werden wir selbst mit Blicken verfolgt. Fünfhundert! Das ist die Anzahl der Überwachungskameras zwischen Kröpcke und Hauptbahnhof. Ja, mehr als eine Kamera pro Meter. Seltsam, bevor ich das wusste, habe ich mich eigentlich recht wohl gefühlt, aber jetzt fühle ich mich nur noch sicher. Die Firma GlaxoSmithKline, die den Impfstoff gegen Schweinegrippe herstellt, kann sich übrigens auch sehr sicher fühlen, ganz ohne jede Überwachung…

Die Schweinegrippe geht (meistens) vorbei, und die Kameras bleiben. Wir wollen ja nicht anfangen, vor lauter Glück zu meckern. Eher schon über die Mittel-Spieler-Geschichten, unwesentliche Tellersegmentstabprozesse und andere ignorante Dummheiten, mit denen einem so ein Computer entgegentritt. Gut, dass die Dinger auch etwas hübsches produzieren können. Und ansonsten: Am 19. November war Welttoilettentag.

Ach ja, Toiletten. Das Problem mit der Arbeitslosigkeit ist gelöst.

Gestorbenes

Robert Enke. Statt irgendwelcher eigener Worte zu einem Menschen, dessen Namen ich bis zum 10. November niemals gehört habe (ja, ich bin Fernseh-, Sport- und Medienverweigerer und musste mich schwer zusammenreißen, keine unnötig groben Worte ob der medialen Leichenfledderei zu schreiben), hier nur die Links zu den hannöverschen Blogs:

Und schließlich, etwas außerhalb dieser direkten, gebloggten Suizidrezeption noch die Begründung einer Kündigung des HAZ-Abonnements.

Gratuliertes

Das Spielkind feiert seinen fünften Bloggeburtstag. Und auch der Dwarslöper hat fünf Jahre im Internet überstanden.

Cineastisches

Und etwas ausser der Reihe der Hinweis auf die Gewinner des Sofa Film Festes Arnum 2009 (mit extra vielen Leerzeichen, aber immerhin ohne Binnenmajuskel).

Frage des Monats

Tja, was kommt eigentlich aus Liechtenstein? Ich frage mich das in letzter Zeit auch zunehmend, denn sowohl im Oktober als auch im November kamen zwölf Prozent des Traffics für mein Blah-Blog aus Liechtenstein. Das ist denn doch ein bisschen überraschend. Ist da etwa neuerdings eine gesteigerte Dichte von Spammern, nachdem die Finanzprodukte ja gerade nicht mehr ganz so gut gehen? Na ja, irgendwann glauben die Menschen auch wieder an Zahlen.

Rot wird grün

Nein, das ist nicht politisch gemeint. Aber die Frage, ob diese Entscheidung der Werber von McDonald’s, im offenbar etwas ökotuckigen Deutschland in Zukunft grüne statt roter Farbe in der corporate identity zu verwenden, wohl immer die…

McGrün McGalle

…gewünschten Assoziationen wecken wird, ist eine durchaus zu stellende. :mrgreen:

Trimm dich durch Sport

Ohne weitere Worte:mrgreen:

Wie immer: Kann alles gefleddert werden und ist sowas von subjektiv und willkürlich…

Eine Reaktion zu “Rückblick November 2009”

  1. FS sagt:

    Och, diese Gewichthebe-Übung gehört zu meinem täglichen Frühsport, ist das bei Dir anders? :mrgreen:

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